1154 Tage Australien

Wüste, Wüste und nochmals Wüste…

›› Laverton, Australien
Der Entscheid zurück nach Alice Springs zu fahren ist gefallen. Nicht über den betonierten «Stuart Highway», sondern via Binns Track, den wir erst vor kurzen entdeckt haben. Der Track ist im Prinzip eine Ansammlung verschiedener Strecken, vom Gregory Nationalpark ganz oben im Norden, nach Alice Springs bis zu Mt. Dare in South Australia.

Im friedvollen Davenport Range Nationalpark wird man mit einer schönen, aber rauen 4×4-Strecke, die wieder zum Binns Track führt, überrascht.

Im Davenport Range Nationalpark

Eine schöne Strecke

Die Gegend ist sehr windig, dafür imponieren uns die Bergformationen und steinigen Strecken durch trockene Flussbetten, die bald von gelbem und rotem Sand abgelöst werden.

Die Strecken zwischendurch auf den breiteren «Gravelroads» sind weniger imposant, aber sobald man wieder auf eine dieser schmalen Strecken abbiegt wird es spannend und abwechslungsreich. Es ist kaum zu übersehen, dass man sich im «Red Centre» befindet. Der Sandboden zeigt sich im tiefsten Rot, rieselt fein und warm durch die Hände. So schlagen wir auf der Strecke an den schönsten Orten das Biwak auf, geniessen die absolute Ruhe in diesen verlassenen Winkeln.

Im «Red Centre»

Einsames Biwak am Binns Track

Nach fast 1000 Kilometern nähern wir uns Alice Springs. Je mehr die Stadt in Reichweite gelangt, umso mehr surren uns die Fliegen wieder um die Ohren. Kein Wunder, im Herzen Australiens liegt eine Rinderfarm neben der anderen. (Nicht nur hier im Zentrum, nahezu ganz Australien ist eine grosse Rinderfarm!)

Ab nach Alice Springs

Es wimmelt nur so von Kühen. Aussteigen, Gatter öffnen und wieder verschliessen. Und das alle fünf Minuten. Es sind die Grenzen der verschiedenen Farmen.

Hinweis auf eines dieser vielen Gatter

Stoppen-Raus-Aufmachen-Zumachen-Rein-Weiter

Kühe

Nach Alice Springs gelangt man über die schönen East McDonnell Ranges, die lange, imposante Bergkette, die sich quer durch das Herzen Australiens zwängt.

Die schöne Landschaft

Bei den East McDonnellranges

Da der Binns Track wirklich beeindruckend war, möchten wir ihn noch «fertig» abfahren. Die Vorbereitungen laufen, um die Schlaufe nach Mt. Dare in Südaustralien und wieder zurück nach Alice zu machen. Auf einer roten Düne, unweit von Alice Springs verbringen wir ein paar erholsame Tage. So gut es geht. Eine Horde Jugendlicher übernachtet an demselben Ort, sie feiern. Sie bestehen darauf, dass wir uns ihnen anschliessen, spendieren ein paar Drinks. Kein Problem, was tut man nicht alles für eine gute Nachbarschaft.

Die schöne rote Sanddüne in Alice Springs

Ein neuigieriger Kerl

Nach einem Abstecher zum «Rainbow Valley, ein kleiner Berg, der sich wie so manche Steinformation in Australien, in der Abendsonne dunkelrot färbt, geht es zum «Chambers Pillar», ein skurriles Steingebilde, das sich dem blauen Himmel zuwendet.

Das «Rainbow Valley»

«Chambers Pillar»

In mehreren Nationalparks im Northern Territory gibt es so genannte «Campfire Talks». Der Zufall will es, dass wir an beiden Orten in den Genuss eines solchen Schwätzchens mit dem Ranger um das Lagerfeuer kommen. So etwas gibt es anscheinend nur in diesem Staat. Während 45 Minuten erzählt der zuständige Nationalparkaufseher etwas über die Geschichte des Ortes oder die Tiere, die hier leben. Es ist sehr aufschlussreich und man bekommt so auch das Gefühl, dass die Ranger wirklich existieren – die Parks leben.

Ab nun wird es ernster. Wir folgen dem alten Ghan Schienenweg in den Süden, dieselbe Strecke, wo auch das «Finke Desert Race» durchgeht. Diese Passage ist ein Gräuel. Landschaftlich zwar schön, aber die Strasse ist stark vom Wellblech gezeichnet. Es rumpelt, klappert, schüttelt und lärmt. Rundherum liegen grosse, verrostete Eisenbahnschrauben im Boden, überhaupt gucken für unseren Geschmack zu viel Metallstücke aus dem Sand. Kaum denken wir ein bisschen zu laut über unsere Autoreifen nach, passiert es wieder: JC wälzt sich auf dem Boden, um einen Reifen zu wechseln. Im inzwischen antrainierten Rekordtempo ;-). Dem Reifen geht es ans Lebendige. Ein Gegenstand hat ein grosses Stück Gummi aus dem Reifen geschnitten, den kann man nun definitiv wegschmeissen. Nicht schon wieder! Zum gleichen Zeitpunkt (JCs Reparatur wird noch festgehalten, das gab ihr wohl den Rest…) gibt auch noch meine Kamera den Geist auf. Was ist denn nur heute los!

Wieder eine Reifenpanne

Da fehlt ein gutes Stück

Sanddünenstruktur

Wir nähern uns dem Simpson Desert. Die Strecken werden sandig und führen nun auch zwischen Sanddünen hindurch. Meistens denkt man an die Sahara, wenn das Wort Wüste fällt. Man stellt sich weite, leere Flächen, eine kahle Düne nach der anderen vor. Die australischen Wüsten sind da anders. Da wie das meiste in Down Under uralt ist, hatte auch die Pflanzenwelt genug Zeit, sich an seine Umgebung anzupassen. Die meisten Dünen sind bewachsen. Vom Spinifex bis zu sehr hohen Büschen gibt es alles. Oft merkt man nicht einmal, dass man gerade an einer Düne hoch- oder vorbeigefahren ist. Man hält sie nahezu für einen kleinen Hügel.

Vor Mt. Dare schauen wir noch im geografischen Zentrum Australiens vorbei. Ein kleines Monument kennzeichnet den Ort. Es ist lustig in der Mitte von Australien zu übernachten ;-).

Im «Lambert's Centre of Australia»

Mt. Dare ist ein Ort mit nur vier Einwohnern, jedoch einem Roadhouse und Campingplatz. Der Ort ist gut platziert, ist es die letzte Möglichkeit Benzin und Vorräte aufzustocken, bevor man den Simpson Desert durchquert. Dieser Wüstenteil interessiert uns nicht sonderlich. So weit soll es nicht gehen und zu stark frequentiert ist er auch für unseren Geschmack. Wir wollen die Wüste erleben, aber um Abgeschiedenheit zu erfahren.

Auf sandigem Untergrund gehts weiter

Haaaallloooooo!

WAS essen die Kühe hier?

Uns zieht es in den Gibson Desert, diesen grossen Fleck «Nichts» in Westaustralien. Ein langer Weg. Für die «Gary Junction Road», welche wir benutzen wollen, braucht es eine Bewilligung, da es sich um Aboriginal Land handelt. Die Bewilligung für den Teil im Northern Territory bekommt man auf der Stelle, für das Stück in Westaustralien dauert es eine Woche. Die meisten Australier winken nur ab, wenn man mit ihnen über diese Bewilligungen spricht, sie holen sich meist gar keine ein. Wahrscheinlich fühlen sie sich ein bisschen eigenartig im eigenen Land Transitbewilligungen zu beantragen…

Unendliche Weiten und ein schöner Schlafplatz

An einem Montag geht es los. Über 2000 Kilometer haben wir auf dem Reiseweg vor uns. Wasser, Nahrung, Benzin – alles muss gut durch kalkuliert werden. Vollgepackt mit Esswaren und vor allem Wasser führt es uns durch die West McDonnell Ranges zur «Gary Junction Road». Eilig haben wir es nicht. Gemächlich gleiten wir über die ebenmässige, sandig-weiche Unterlage immer tiefer in die Wüste hinein.

Auf der Gary Junction Road

Eine gute Strecke mit weicher Unterlage

Wüste ist nicht immer eine sehr trockene Region mit wenig oder keiner Vegetation. Es gibt derart viele verschiedene Wüstentypen, dass es den Rahmen hier sprengen würde. Nur schon Australien selber hat nicht weniger als 17 verschiedene Wüsten, meist sehr unterschiedliche Typen, welche eine Vielfalt an Pflanzen und Tiere beherbergen, die sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben. Australien ist der zweit dürrste Kontinent der Erde (die Antarktis ist der kargste Kontinent und zählt auch dazu). Ein drittel in diesem Land sind Wüste, der zweite Drittel gilt als karg, den letzen Drittel zählt man als «Klimamix».

Nun aber zurück zur Route. Die Strecke fasziniert uns. Es kreucht und fleucht überall. Wir sichten wieder zwei Kamelherden und sehen viele Eidechsen. Ein schönes Exemplar ist der «Centralian Blue-Tongue». Ohne einen Laut von sich zu geben, bläht er seinen Körper auf, um grösser zu erscheinen und streckt uns seine blaue Zunge entgegen. Ein niedlicher Kerl. Vor allem sehr fotogen, denn er rührt sich nicht vom Fleck.

Der «Centralian Blue-Tongue»

In Kintore, einer Aboriginal Kommune, kann man Diesel tanken. Das Dörfchen scheint recht gross zu sein, in der Mitte des Kreisels sitzen ein paar Junge, man winkt sich zu. Wo bekommt man hier Benzin? An einem kleinen Betonhäuschen, nicht grösser als eine Zapfsäule steht in farbiger Schrift «Petrol», Kinderzeichnungen verzieren die Mauern. Das scheint der Ort zu sein. Es gibt sogar Öffnungszeiten. Jede Stunde einmal ;-). Bald taucht ein Mann mit dem grossen Schlüsselbund für das noch grössere Vorhängeschloss auf. Interessanterweise ein Weisser. Es ist nicht das erste Mal, dass uns auffällt, dass in Aboriginal Gemeinden die Weissen das Benzingeld einkassieren. Dafür hat der Mann einen richtig guten Preis für seinen Diesel. «Nur» 1.60 $ pro Liter, ein richtiges Outback-Schnäppchen. Ist man hier doch über 500 Kilometer von Alice entfernt. Da bezahlten wir auf der «Gibb River Road« schon einmal zwei Dollar…

Abzweigung nach Kintore

Diesel ist oft die beste und einzige Variante, um abgelegene Orte oder die Wüste zu durchqueren. Bleifrei ist in vielen Aboriginal Gemeinden verboten – die Einheimischen könnten ihn «sniffen». Daher gibt es oft nur den «schnüffelfreien» von der bp hergestellten «Opal-Fuel»…

«Opal Fuel»

Oft ist einem gar nicht richtig bewusst, dass man wirklich in der Wüste ist. Die Vegetation ist oft sehr dicht, meist kleine Sträucher und niedere Bäume, viel Spinifex und sogar Blumen. Die gelben und violetten Flecken duften herrlich und geben der Landschaft die nötigen Tupfer.

Die farbigen Tupfer...

... sind eine schöne Abwechslung

Wir sehen auch wieder unser Lieblingsreptil: den Thorny Devil. Der winzige Kerl (ca. 10 cm) sieht zwar angsteinflössend aus, ist aber äusserst freundlich. Ruhig steht er auf dem roten Sand und wartet bis die «Angreifer» wieder gehen. Seine Stacheln sind nur Tarnung, wenn er einem keck von der Seite angrinst und mit seinen winzigen Augen beobachtet, kann man über den kleinen Kerl nur lächeln. Er hat sich wunderbar an die Wüste angepasst. Trinken muss er nicht, es genügt wenn Morgentau auf seinem Körper liegt. Oder er stellt einfach seine Füsse in ein bisschen Wasser und saugt die Flüssigkeit in seinen Körper auf. Wie ein Strohhalm. Sonst lebt er von Ameisen. An die 5000 Stück am Tag.

Der kecke «Thorny Devil»

Immer wieder kommt man an einer Len Beadell Markierung vorbei. Kein Wunder, denn Len hat mit seiner Crew im Auftrag einer Ölfirma in den 60er-Jahren die meisten Strassen der westaustralischen Wüste «gebaut». Eine stattliche Leistung, wenn man die Abgeschiedenheit dieser Region bedenkt. So hat er an vielen Abzweigungen Plaquetten angebracht, die man heute noch bestaunen kann. Für die Reisenden, eine nette Abwechslung.

Eine der vielen Plaquetten von Len Beadell

Vorbei an bewachsenen Dünen

WA/NT Grenze

Nach der Grenze vom Northern Territory/Westaustralien kommen wir nochmals an einer Aboriginal Gemeinde vorbei. Da danach gut 1000 Kilometer ohne jegliche Tankmöglichkeit und sonstigen Service bevorstehen, tun wir gut aufzufüllen. Das Örtchen ist wirklich ausgestorben. Weit und breit keine Menschenseele, nicht einmal ein streunender Hund. Ein Einheimischer mit grossem Hut taucht auf. Er rufe den «Petrol Man» an verkündet er hilfsbereit. Tatsächlich lässt sich jemand Blicken. Eine Affenhitze herrscht um 13 Uhr, die gewünschte Person kommt im Auto angerollt. Bestimmt wieder ein Weisser, wetten?

Die dicke, mürrische Gestalt, die sich aus dem Fahrersitz hievt ist tatsächlich von unserer Hautfarbe. Wir hätten ihn beim Lunch gestört, knurrt er. Da ist er sicher glücklich, dass er seinen Hintern nur für ein paar mickrige Liter hertragen muss. Zum Glück für uns, denn der Diesel kostet sage und schreibe 2.80 $! Ein Rekord!

Hier suchen wir noch den Lastwagen von Len Beadell, der ihm, bei der Fertigstellung der «Gary Junction Road» ausgebrannt ist. Die Essens- und Wasservorräte gingen einfach in Flammen auf. Da es nichts mehr zu machen gab, schoss Len ein paar Löcher in den in Flammen stehenden Wassertank, tauchte ein paar Teeblätter ins heisse Wasser und braute sich mit dem letzen Wasser noch eine Tasse Tee. Also wenn das kein Held ist… 😉

Pflanzenwuchs

Nun wird die Strecke sehr abwechslungsreich. Die Strasse flimmert in der Mittagshitze, der Horizont gleicht einem Quecksilbersee. Auf dem sandigen, roten Untergrund wo mehrheitlich Spinifex wächst führt es uns zu Gebieten mit mannshohem Gras und flachen  Sträuchern. Auf einmal stehen wir sogar in einem Wald! Die so genannten «Desert Oaks» sind ein Zeichen für Untergrundwasser. Die grossen Bäume mit langen, hängenden Nadeln stehen imposant in der Landschaft.

Handpumpe für frisches, klares Wasser

Friedliches Plätzchen beim «Pioneer Well»

Beim «Jupiter Well», einem Ort mit einer von Hand angetriebenen Pumpe, finden wir im Schatten dieser grossen Bäume, deren Nadeln langsam im Wind wackeln ein entzückendes Nachtlager. Da die Wasserpumpe frisches, klares Wasser von sich gibt, steht sogar einer Dusche nichts mehr im Wege. Ein traumhafter Platz. Es ist eine richtige Oase. Die vielen Vögel, die sich einfinden sind die einzigen Lebewesen, die hier leben. Sogar die Fliegen sind weg!

Bushshower ;-)

Damit ihr nicht vergesst wie wir aussehen ;-)
Seit wir den Weg in die Wüste aufgenommen haben und uns von den stumpfsinnigen Rinderfarmen entfernt haben, surren wirklich nur noch gelegentlich ein paar dieser Insekten herum. Eine richtige Wohltat.

Die Abzweigung zum Gary Highway

Der Rest der «Gary Junction Road» steht an, bevor endlich eine Abzweigung kommt. Links ab auf den «Gary Highway». Highway hört sich nach einer wunderbaren Strasse an, dem ist aber nicht so. Der Track wird nun viel schmaler, Toyotabreit, wie es die Aussies nennen. Links und rechts viel Gestrüpp oder Spinifex, leider auch in der Mitte der Fahrbahn. Eine regelmässige Kontrolle unter dem Chassis, um hängengebliebene Halme zu entfernen sollte man nicht vergessen – brannten schon Autos aus, wegen dem leicht entflammbaren Gras! Aber auf unserem Weg sind die Büschel zum Glück nicht allzu hoch. Schlaglöcher, Steine und unterspülte Abschnitte fordern aber nun mehr Konzentration.

Wo gehts lang?

Das nenn ich Highway...

Ab und zu kommt man bei «Wegweisern» vorbei, meist alte Benzinfässer, angenehme Anhaltspunkte, da man das Gefühl bekommt, dass es hier und da noch irgendwo hin führt. Denn auch Zeichen menschlichen Lebens gibt es nun nicht mehr.

Strassentafel

Ansonsten lotst uns der «Gary Highway» schnurgerade nach Süden. Wir begegnen wieder Kamelen, grossen, roten Känguruhs, einem «Australian Bustard» und vielen Eidechsen, die aber oft rasch unter einem Spinifex Unterschlupf suchen.

Ein «Australian Bustard»

Kamele

Kamelspuren im Sand

Da steht jemand im Weg

Auf so einem Track ist das «Abenteuergefühl» zwar irgendwie grösser, weil man häufig nur den alten Spuren folgt. Würde man zu weit abseits der Fahrspur kommen, könnte es gut sein, dass man die Strasse nicht mehr findet. Trotzdem gefiel uns die «Gary Junction» besser. Auf der angenehm, sandigen Strecke konnte man all den Blumen, Landschaften und allerlei Tieren Aufmerksamkeit schenken.

Ziemlich klar wo's lang geht.

Landschaft

Der «Gary Highway» ist nur bisschen über 300 Kilometer lang und endet am «Gunbarrel Highway». Zum Glück müssen wir nur 30 Kilometer der Strecke fahren. Gilt der «Gunbarrel Highway» als die schlimmste Wellblechpiste Australiens. Das stimmt tatsächlich, keinen Kilometer hätten wir mehr fahren wollen, auf dieser furchtbaren Strasse.

Das Visitorbook beim Gunbarrel Highway

Farbige Abwechslung

Im Gibson Desert

Die Strasse führt zur «Hunt Oil Road», obwohl die Abzweigung kaum zu sehen ist! Einen Blick auf das GPS sagt, dass wir richtig sind. Die Strecke führt geradeaus dem Horizont  entgegen, dieses Land scheint ohne Ende zu sein, ein leicht entmutigendes Gefühl.

Abzweigung zur Hunt Oil Road. Sicher?

Immer weiter sieht man wie sich die Spur durch die Landschaft zieht, der uns weiter in den Süden auf die «Great Central Road» bringt. Dieser Track zeigt sich nun auch als der Härteste. Quasi: das Beste heben wir uns für den Schluss auf ;-).

Der Weg ist schmal, wie ein gigantischer Rasenmäher verschlingen wir das extra hohe  Spinifexgras zwischen unseren Rädern und pflügen uns immer tiefer in das Land hinein. Alle 30 Kilometer wird gestoppt, um dicke Grasbüschel unter dem Auto hervor zu klauben.

Mühsames Gras

Das letzte Stück nehmen wir noch...

Langsam aber sicher haben wir genug Staub geschluckt. Freude herrscht, als wir die extrabreite, weiche, rote Unterlage der «Great Central Road» erblicken. Eben wie ein Billardtisch, ihr könnt euch die Freude nicht vorstellen.

Die unbefestigte Strasse, die sich nach den Strapazen wie eine Autobahn fährt spuckt uns in Laverton aus. Richtige Zivilisation nach einer Woche Wüstendurchquerung. Das erfreut sogar uns nach dieser langen Zeit. Wir sahen in ein paar Stunden auf dieser Strasse mehr Autos, als in der letzten Woche zusammen. Nun stehen ein paar Tage Erholung an.

Bis bald wieder!

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