Camperleben Projekt Bus

Wie baut man die perfekte, fahrende Wohnung?

›› Schweiz, Juli 2012
Beginnen wir diesen Eintrag doch mit ein paar Angaben. Für alle, die sich ein bisschen für Zahlen interessieren 🙂

Fiat Ducato 14, 2.8 Turbodiesel, Baujahr 1999, Kilometerstand beim Kauf: 73’663 km 

Nicht schlecht soweit, vorallem der tiefe Kilometerstand freut uns enorm! Und hier folgt eine rudimentäre Handskizze des Innenausbau-Zustandes beim Kauf:

Skizze


Foto unten, Blick von der Hecktüre: Öffnet man die beiden Hecktüren (Standort bei der Skizze, oben links) steht man vor einem Bett mit viel Stauraum darunter. Was für eine Windsurfausrüstung Sinn macht, ist für uns verlorener Raum. Daher ist unser Ziel diesen Bett-Teil umzubauen. Gerne würden wir auch die Hecktüre als Durchgang benutzen.

Von Hinten: offene Hecktüre mit dem aktuellen Hochbett

 

Foto unten, Blick von der Seitentüre: Hier ist der Eingang, gegenüber steht ein Kasten mit Aufbau, wo stromtechnisches untergebracht ist und ein aufklappbarer Hocker. Diesen Teil, ebenfalls die Kästen, die auf Kopfhöhe angebracht sind, werden wir so lassen und den unteren Schrank wahrscheinlich für einen künftigen Kühlschrank nutzen 😉
Das dunkle Holzbrett im Vordergrund ist momentan ein aufklappbarer Tisch. (Der Beifahrersitz rechts im Bild lässt sich drehen)

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Innen: Einblick von der Seitentüre

 

Wir haben nun zwei Monate Zeit, um Ideen und Wünsche auf Papier zu bringen. Kommenden Juli haben wir zwei Wochen Ferien, die wir zum neu herrichten nutzen können. (Ihr wisst es ist nicht dieser Juli, ich erzähle Vergangenes…) Wir dürfen wieder in das Haus unserer Rückkehr, wo genug Maschinen stehen und es auch viel Platz hat für unser Unterfangen.
Die kommenden Wochenenden werden gebraucht, um alles gut durchzudenken und alle Vorbereitungen zu treffen. Es geht ans Skizzieren, Nachbessern, Verwerfen, Abwägen und Darstellen. Die Vorbereitungen darf man nicht unterschätzen!
J.C hat alles mit «SketchUp» perfekt visualisiert. Es sind viele, viele Zeichnungs-Versionen entstanden. Ohne Vorarbeit hätten wir viel Unsinn zusammengebaut. Bei diversen Objekten wurde einem erst beim Zeichnen bewusst, dass etwas zu klein geraten oder eine Fehlüberlegung gemacht wurde. Vor allem unsere Idee von der Sofa-Bett-Küchenkonstruktion war eine Knacknuss.

Unser Ziel: J.Cs Visualisierungen

Anstelle des grossen Bettes mit viel Hohlraum darunter, möchten wir eine Sitzgelegenheit für Tagsüber (Bild links, Sofa links in rot). Darunter ist eine Box mit Deckel für Stauraum. Rechts ist die eigentliche «Küche» mit Kästen und Schubladen für Geschirr und Utensilien und einem kleinen Lavabo, welches in die Arbeitsfläche eingelassen wird. Das Wassersystem ist simpel: eine Tauchpumpe holt sich das Wasser aus dem 20-Liter-Kanister darunter, das Abwasser läuft in einen zweiten Kanister ab. Beide werden von Hand geleert oder befüllt.

Der kleine Gang dazwischen erlaubt es die Hecktüre zu benutzen (und je nach Aussicht als Balkon 🙂 ) und wird in der Nacht die Verlängerung der Sitzgelegenheit und so zum Bett. Dafür ziehen wir ein zweites Brett, welches sich unter der Sitzgelegenheit befindet heraus und hängen es in der «Küche» im U-Profil ein. Die Rückenlehne wird zur fehlenden Matratze. So haben wir ein Bett, welches gross und breit genug ist für uns.
Bei der anderen Zeichnung sieht man schräg zur Seitentüre hinein. Der Beifahrersitz lässt sich drehen. Diesen werden wir so nutzen und noch einen kleinen, schwenkbaren Tisch einbauen.

Unser Ziel in den Ferien: das alte Bettsystem ausbauen und die neue Sitzgelegenheit-Bett-Box und die «Küchenzeile» einbauen. Wir denken das sollte in zwei Wochen zu schaffen sein. Pläne haben wir noch genug, aber wir möchten zumindest wieder gleich weit sein, dass wir den Bus schlaftechnisch gebrauchen können.
Wir freuen uns sehr und sind schon richtig aufgeregt!

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