1154 Tage Guatemala Zentralamerika

Unglaublich, aber wahr – Volcano Pacaya

>> Antigua, Guatemala
Von Antigua aus, starteten wir unseren Besuch zum Volcano Pacaya. Es hiess, nun würden wir endlich Lava sehen. Da wir den Lavaversuch ja schon einmal in Costa Rica gestartet haben, blieben wir doch ein bisschen vorsichtig mit unserer Vorfreude.Das Wetter liess zwar zu wünschen übrig, aber trotzdem brachen wir zur gut einstündigen Fahrt auf. Im Minidorf, wo auch unser Aufstieg begann wurden wir an einem «Kiosk» abgesetzt, wo wir natürlich Taschenlampen kaufen und andere Bedürfnisse stillen konnten (da wir am Nachmittag starteten und erst nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehrten).

Nachdem wir von einem Haufen Kindern umzingelt wurden, welche Stöcke (zum Wandern) und Plastikfolien (Regen) verkauften, konnten wir uns endlich mit unserem Guide auf den Weg machen.


Der Start war ziemlich steil und nun verstanden wir auch, warum überall «Taxis Natural» hinter uns her liefen. Pferde, die müde Touristen auf ihrem Rücken hochschleppen. 😉 Aber… man muss sich doch sowas richtig verdienen! Wir nahmen sehr gerne den doch ziemlich steilen Aufstieg in kauf. Die Umgebung war atemberaubend! Wir liefen auf schwarzer, weicher Vulkanerde, rundherum Grün und grosse Bäume. Ab und zu kam wieder Lavagestein und trockenere Gebiete. Der Aufstieg dauerte ungefähr 90 Minuten. Auf dem ersten Gipfel angekommen, glaubte man sich in einem Märchen. Überall schwarze Erde, umringt von skurrilen Bäumen, den Bonsai ähnlich.

Obwohl das Wetter nicht allzu gut war, störte der Nieselregen nicht, er war eher erfrischend. Der Dunst, der aufstieg gab der ganzen Umgebung etwas sehr mystisches. Es war wirklich beeindruckend. Wir sagten uns, auch wenn wir keine Lava sehen würden, hätte sich nur schon der Aufstieg auf den Vulkan gelohnt.

Es windete stark, der Regen wurde auch immer intensiver, wir wanderten inzwischen auf erstarrter Lava, welche erst von Januar dieses Jahres stammte.
Man hörte die Regentropfen auf den warmen Steinen zerzischen…

Der sehr humorvolle Guide, nahm eine Handvoll Hölzer und legte diese nur auf die Steine, das Feuer entfachte sich sofort, da nur 45 cm unter uns Lava floss! Da kann man sich gut vorstellen, dass unsere feuchten Kleider innert Minuten trocken waren! 😉

Weiter oben am Krater sahen wir einen schmalen Lavastrang herunter fliessen, und weiter unten quoll in Karamellgeschwindigkeit 😉 Lava aus einer erstarrten Lavaformation. Fantastisch!

Wir konnten unglaublich nahe heran gehen, die Hitze war unbeschreiblich, man konnte gar nicht zu lange in der Nähe dieser Glut stehen.

Es gab ein paar ganz schlaue Menschen, die mit normalen Strassenschuhen hier hoch kamen. Tatsächlich bruzelte ihnen die Sohle weg, so heiss war es zum Teil! Man stelle sich doch mal so etwas in Europa vor. Dies wäre gar nicht möglich, so nahe an dieses Naturwunder zu kommen… 😉

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit traten wir unseren Abstieg an, das Ganze war unbeschreiblich, einfach G-E-N-I-A-L! Es gibt gar nicht genug Worte so ein Spektakel zu beschreiben… schaut Euch die paar Bilder an, dann könnt Ihr Euch vielleicht dahin versetzen…

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