1154 Tage Guatemala Zentralamerika

Tikal, die «versteckten» Pyramiden

>> Flores, Guatemala
Es ist zwei Uhr morgens. Der Wecker schreit. Zwei sehr unwache Gestalten fallen aus dem Bett. Warum genau müssen wir aufstehen? Ach ja… Sonnenaufgang bei Tikal, stimmt 😉

Wir beide sehen aus, als hätten wir nichts geschlafen. Haben wir im Prinzip auch nicht. Nie haben wir Probleme mit früh schlafen gehen. Ausser natürlich, wenn wir um zwei Uhr aufstehen müssen. Es war sehr heiss und stickig die ganze Nacht.
Nichtsdestotrotz – eine kalte Dusche weckt auch unseren Geist – machen wir uns parat für Tikal.

Es ist eine Premiere für uns, haben wir das erste Mal überhaupt eine „Tour“ gebucht. Sonst wäre es gar nicht möglich gewesen, so früh dort zu sein. Die Busfahrt, Eintritt und ein Guide gehörten dazu.
Es herrschte also Aufregung pur… 😉


Ein Haufen Leute standen schon am Strassenrand und warteten hoffnungsvoll auf den Bus. Der will aber irgendwie nicht kommen. Wir werden auch immer ungeduldiger. Knapp vor vier Uhr (!) kam dieser dann endlich, aber wir mussten noch jemanden abholen, der anscheinend verschlafen hat. Na toll.
So warteten 22 ungeduldige Touris auf eine Schlafmütze. Nicht im ernst, oder? Ich dachte, eine Tour sei die entspanntere Version etwas zu besuchen?
Um vier Uhr sah auch der Chauffeur ein, dass wir so eher den Sonnenuntergang sehen würden… Um fünf waren wir endlich in Tikal. Jetzt fing der Stress erst richtig an! Die ganzen Busse mit den Horden von Menschen strömte in den Park. Wir „rannten“ quasi im dunkeln Wald hinter unserem Chauffeur her, weil der Tempel IV, von dem aus das ganze Spektakel stattfinden sollte und überhaupt die ganze Stätte, 20 Minuten vom Eingang aus entfernt ist…

Bald Sonnenaufgang. Ehrlich gesagt hatten wir uns das (wohl etwas naiv) anders vorgestellt. Dass wir ein bisschen früher dort sind, als eine Minute bevor der Ball der Sonne den Horizont berührt. Schliesslich gehört das doch dazu, die Stimmung… aber egal.

Nach dem ordentlich sportlichen Morgentraining konnten wir auf den Stufen platznehmen. Wir kamen uns vor wie kleine Kinder, es wird einem gesagt was man zu tun hat und dass man doch nun ruhig sein und die „Stimmung“ geniessen solle… Ist das immer so auf einer Tour?

Wir warteten und warteten. Der Morgennebel hang sehr, sehr dick über den Bäumen. Und dann?

NICHTS 😉

Wir hatten Pech, die Sonne wanderte ihren Weg, war schon hoch genug, aber wir sahen leider nichts als Suppe…
Man hätte die die Spitzen der Tempel aus dem Wald ragen sehen sollen. MIT Sonnenaufgang 😉
Aber danach erfuhren wir, dass dies eher selten der Fall sei. Ich hörte das Bett rufen… 😉

Danach bekamen wir aber einen ganz flotten Guide, der viel erzählte. Ich darf stolz verkünden, dass wir in der Spanisch-Gruppe und nicht in der Englischen waren 😉
Der Hauptplatz mit der bekannten, grossen Jaguarpyramide war ein erfreulicher Anblick. Es hatte auch sonst noch andere Pyramiden, welche beeindruckend waren. Eine schöne archäologische Stätte. Uns persönlich gefiel aber zum Beispiel Palenque, damals in Mexico besser. Geschmackssache…

Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück, die Sonne war unerbärmlich. Ihr könnt ein paar Fotos auf www.flickr.com/photos/vagabondage2 entdecken, dies ist einfacher, als diese „vielen, grossen Steine“ zu beschreiben 😉

Ein grosses Glück hatten wir noch an diesem Tag:
Wir erfuhren auf der Rückfahrt, dass die Eintrittspreise am nächsten Tag auf ein dreifaches steigen würden… puh… 😉

Dies war, wie es aussieht, der vorübergehend letzte Beitrag aus Guatemala. Am Sonntag fahren wir via Belize nach Mexico.
Im Moment geniessen wir eine „faule“ Zeit in Flores, um uns seelisch auf Mexico vorzubereiten 😉

Nach fast zweieinhalb Monaten in Guatemala fällt der „Abschied“ natürlich schwer 😉 Wir genossen die Zeit hier sehr. Die Menschen, Kultur, Geschichte und das Essen dieses Landes gefallen uns überaus gut.

Aber wir kommen bestimmt zurück, wollen wir doch nochmals bei unserer Spanisch-Familie vorbeischauen.
Wir freuen uns nun auf Neues und werden sicherlich weiter berichten.

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