1154 Tage Guatemala Zentralamerika

Manu und das Riesenrad

>> San Pedro la Laguna, Guatemala
Gut. Nun werdet Ihr Euch vielleicht fragen, was das denn genau soll.
Am letzten Tag in San Pedro, das Fest war noch in vollem Gange, gingen wir mit Rafael und Deborah auf einen Sprung an die Chilbi.
Ich habe mir vorgenommen, San Pedro nicht zu verlassen, bevor ich nicht auf einem der Riesenräder gewesen bin. Wohl jugendlicher Leichtsinn 😉

Alleine wollte ich nicht auf dieses wackelige Rad, aber weder JC, noch Deborah oder Rafael (die wussten wohl warum) wollten mitkommen. So suchte ich mir ein anderes Opfer 😉

Warum ich dem einen Blogeintrag widme?
Weil ich dachte, mein letztes Stündchen hätte geschlagen… 😉


Ich nehme es auch zurück, es sei kein Riesenrad, sondern nur ein grosses Rad…
Wenn man in einer dieser Holzgondeln sitzt, weiss man erstmal nicht wo man sich genau festhalten soll. Die Dinger schaukeln wie verrückt, kaum bewegt man sich ein wenig. Ich dachte schon ich kippe vorne weg, obwohl das Rad noch gar nicht angefangen hat sich zu drehen.

Wenn es sich dann aber zu drehen beginnt… mein lieber Schwan! Was für eine Geschwindigkeit! Es vergeht einem Sehen und Hören. Man rutscht immer hin und her, krallt sich irgendwo fest, um nicht rauszukullern. Nichts mit Aussicht geniessen, eher um ein Stossgebet gen Himmel zu senden… 😉

Dann kommt noch dazu, dass man das Material des Ganzen genauer betrachten kann und da wird einem wieder einmal mehr bewusst: Das Teil ist URALT!
Metall quietscht verdächtig, Schrauben wackeln ein bisschen, hält das Gestell wohl nur noch dank den etlichen verschiedenen Farbschichten? Ich weiss nicht, was mich genau gebissen hat, dass ich auf das Rad wollte 😉

Der Mann auf dem Traktor gibt Gas, eine schwarze Rauchwolke steigt in den Himmel – es geht los.
Etwa 5 Runden Vorwärts, dann hält man zuoberst ein Weilchen, dann das Ganze nochmals Rückwärts. Ich hatte das Gefühl meine Eingeweide würden die Plätze tauschen. Ein Gefühl, welches man manchmal in einem Fahrstuhl hat – einfach viel, viel stärker!
Deborah, Rafael und JC guckten uns zu und lachten sich ins Fäustchen, weil ich da oben nicht sehr überzeugend aussah…
aber schlussendlich hat es «Spass» gemacht und war aber froh, wieder heil die Erde unter meinen Füssen zu spüren… 😉

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