1154 Tage Costa Rica Zentralamerika

Fortuna – die Stadt am Fusse des Vulkans Arenal

>> Fortuna, Costa Rica
Gestärkt mit einem typischen «Gallo Pinto»-Frühstück (Reis gemischt mit roten Bohnen, Tomaten, Gewürzen und einem Rührei) nahmen wir den Bus nach Fortuna. Es war ein witziger Anblick, der halbe Bus war schon voll mit Touristen, wir waren die einzigen Weissen, die in Zarcero zustiegen 😉 Es war klar wohin alle wollten. Nach Fortuna, in der Hoffnung, einen der regelmässigen Ausbrüche des Vulkans Arenal mitzuerleben.

Die Fahrt war auch wieder traumhaft, ähnlich der Reise nach Zarcero. Vorbei an Minidörfern und saftigen, grünen Ebenen. Nebelschwaden zogen in atemberaubendem Tempo über die Felder. Weit weg sah man schon den perfekt konisch geformnten Vulkan Arenal.

Fortuna selber ist eine kleine Stadt, trotz der sehr vielen Touristen hier, nicht unsympathisch. Die Touranbieter und Hostelbesitzer stürzen sich wie die Geier auf die ankommenden Touristen…
Wir sahen aber beim Einfahren in die Stadt ein kleines, billiges Hostel, welches sehr sympathisch aussah. Ein klein wenig ausserhalb vom ganzen Rummel, schien es uns der perfekte Ort zu sein.
Die paar sehr simplen Zimmer stehen im Hinterhof mit Garten. Es gibt eine gemeinsame Küche, welche auch draussen, nur mit einem Dach geschützt, steht.
Das aufgestellte, junge Ehepaar begrüsste uns mit einem fröhlichen «Pura Vida». Da fühlt man sich natürlich gleich wie zu Hause 😉
(Ein Ausdruck, den die Costaricaner gerne für so manches gebrauchen: Danke, es geht mir gut; gern geschehen… für alles mögliche, hört sich aber so richtig toll an!)

Seit Donnerstag sind wir hier und bleiben für ein paar Tage. Wir wollen zuerst herausfinden, wie man am einfachsten den Vulkan zu sehen bekommt.
Sehen kann man ihn zwar eigentlich immer. Die Stadt ist wirklich am Fusse des Vulkans. Bei der Ankunft habe ich ihn nicht mal gesehen vor lauter Grösse 😉 (Vonwegen vor lauter Bäume…)

Es ist wie gesagt, ein aktiver Vulkan, regelmässig spuckt er Asche und Dampfwolken aus. Und auf der anderen Seite, welche von der Stadt aus nicht zu sehen ist, kann man bei Dunkelheit Lava fliessen sehen. Aber wie das aussieht und ob es stimmt, werden wir Euch dann noch berichten. Es ist nicht einfach sich durch den Tourendschungel durchzufragen. Jeder hat das Beste und billigste, ist ja klar. Auch die Taxis haben ihr Geschäft gewittert und verlangen einen Haufen Geld für die Fahrten. Einen Bus gibt es nur einmal am Tag und zwar morgens, aber keiner, der zurück fährt… 😉

Gestern besuchten wir den von hier knapp 6 km entfernten Wasserfall. Die Strecke zog sich dann doch noch dahin, der Weg ging steil hinauf, die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel, weit und breit kein schattenspendender Baum… Schwitzend und fluchend (ich gestehe) krabbelten wir den Weg hoch, in der Hoffnung, dass sich die Mühe auch wirklich lohnen wird…

Bei der Ankunft fühlt man sich so richtig gut und ein bisschen wandern ist ja schliesslich gesund und macht eigentlich auch Spass 😉
Die Belohnung war mehr als gross. Es führte ein kleiner, selbstgebastelter Weg die Schlucht hinunter. Laut dem Prospekt waren es 550 Treppen! Ich habe nicht mitgezählt, es waren aber viele, welche wir beim Raufgehen in den Beinen spürten 😉
Der Wasserfall entleert sich von über 70 Meter Höhe mit einem tosenden Geräusch in eine Lagune, welche mit kristallklarem Wasser zu einem erfrischenden Bad einlädt. Und was für eine Erfrischung! 😉
Das wunderschöne Naturbad ist umgeben von Wald, Lianen und grossen Blättern, weiter unten plätschert der Fluss, in welchem es von Fischen nur so wimmelt. Es war wunderschön!

Plötzlich zogen dunkle Wolken über uns her und der Himmel entleerte sich Sintflutartig über unseren Köpfen. Schade, gerne hätten wir die Umgebung noch weiter genossen.
Hier beginnt langsam aber sicher die Regenzeit. Ein schlauer Werber hatte die glorreiche Idee, diese als «die grüne Saison» zu vermarkten 😉
Also warteten wir bis der Regen vorbei war, und bei der ersten Pause, liefen wir ein Stück unseres Weges, mussten aber beim Hängemattenhersteller Daniel für ein paar Stunden Unterschlupf suchen, weil die zweite Regenmasse auf uns einprasselte.

Hungrig, recht durchnässt, aber glücklich, kamen wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder in Fortuna an.

Heute, Samstag, ist Fotosortier- und Blogschreibetag ;-). Das Wetter ist sosolala, schon sehr früh hat es angefangen zu regnen. Macht nichts, denn so haben wir auch unseren Rucksack ausgemistet! Wir haben uns von ein paar T-Shirts und sonstigem Gerümpel getrennt. Das tut gut! Wir fühlen uns wunderbar und zu neuen Taten bereit, von welchen wir Euch gerne berichten werden. Bis bald, Pura Vida!

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