1154 Tage Nicaragua Zentralamerika

Feiertage einmal anders

>> Little Corn, Nicaragua
Wer hätte das gedacht, dass wir die sonst so kalten Feiertage an der Sonne verbringen würden? Wir also nicht.

JC fährt «rasch» am 24igsten auf Big Corn, um einige Dinge zu erledigen und wäre beinahe nicht mehr zurückgekommen. Das Wetter wird am Nachmittag zusehends schlechter und seine Rückfahrt mit dem Panga verläuft sehr abenteuerlich.
Bei den hohen Wellen hat der doch starke Motor ziemlich Mühe gegen die Wellen anzukämpfen, es regnet, niemand findet es amüsant so zurückzufahren. Nicht nur das. Weil der Motor seine ganze Kraft braucht, um den Wellen entgegenzuwirken stehen sie – zum Glück schon in der ruhigeren Bucht – plötzlich still. Kein Benzin mehr. Kommt noch dazu dass auf dem Boot zwar eine Antenne gibt, aber kein Funkgerät…
Irgendwann funktioniert zum Glück ein Mobiltelefon, das Boot kann gerettet werden und auch JC kann Weihnachten feiern. 😉


Trotz der fehlenden Weihnachtsstimmung feiern wir natürlich dennoch gemütliche Weihnachten mit unseren sympathischen, deutschen Cabaña-Nachbarn. Irgendwann abends regnet es doch noch einmal so richtig. Das finden wir nicht so lustig, wollen wir doch zu Hause erzählen können, dass wir wunderbares Wetter an Weihnachten hatten (warm ist es ja trotzdem)… 😉

Dafür glitzert der Vollmond vom Himmel und taucht alles in bläuliches Licht. Es ist mild, die Sterne funkeln wie verrückt – es sieht einfach bezaubernd aus. So lässt es sich gut leben.

Die Einheimischen (auf dieser Seite der Insel) sind vom Weihnachtsrummel nicht sonderlich beeindruckt. Es läuft die gleiche Musik, äusserlich lässt nichts auf Weihnachten schliessen. Am 25igsten kommen Verwandte und Freunde und trinken mehrere Runden miteinander. Das wars. 😉

Der Silvestertag beginnt mit wunderbarem Wetter. Strahlend blauer Himmel, ein Morgenbad im karibischen Meer, sünnele. Nachmittags ist dringend eine kleine Siesta nötig, weil wir sonst nicht bis Mitternacht durchhalten werden.
Nein, es liegt nicht am Alter ;-), aber da es hier so früh dunkel wird, ist man automatisch spätestens um 20 Uhr im Bett und hundemüde. Was für ein Jahresausklang nicht unbedingt das Beste ist.
Zusammen mit unseren Nachbarn leisten wir uns ein tolles Silvesterzmittag. Es schmeckt einfach herrlich, haben wir doch seit Monaten kein so gutes Fleisch, ja so ein gutes Essen genossen.

Apéro in der Hängematte, unsere Gruppe wird richtig international, verschiedenste Sprachen jagen einander hinterher. Wo die meisten normalerweise Champagner trinken, begiessen wir das alte und das neue Jahr mit dem einheimischen «Flor de Caña» (Rum).
Um Mitternacht springen wir alle von einem Stuhl ins neue Jahr. Das liegt nicht am Rum und gab auch keine Unfälle – wir tun es nur der dänischen Tradition gleich, wie uns die beiden Mädels erklären. Sonst ist alles wie überall auf der Welt.

Auch hier sind die Einheimischen wieder zurückhaltender. Sie tun dasselbe wie an Weihnachten, aber auch erst am ersten Neujahrstag. Und natürlich schon morgens. 😉

Unser Aufenthalt auf der Insel geht dem Ende zu und wir wünschen Euch in diesem Sinne einen guten Start ins neue Jahr. Viel Glück, Liebe und Gesundheit!

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