Camperleben Projekt Bus

Ein Reisekompagnon

›› Schweiz, Frühling 2012
Es war schon während der Reise klar, dass wir nach unserer Rückkehr dringend etwas finden müssen, um unser Reisefieber etwas zu beruhigen. Denn ja: das Reisefieber, oder das Reisevirus lassen sich nur mit Reisen besänftigen. Richtig auskurieren geht ohnehin nicht. Irgendwo habe ich diese Aussage in etwa so gelesen oder gehört:

«Reisen ist wie Malaria. Hat es einem mal richtig erwischt, bricht es immer wieder aus.»

Wie wahr! Was uns helfen würde war uns schnell klar. Nachdem wir uns orientiert und installiert hatten, fehlte uns einfach noch das Geld. Wir schauten uns oft in den einschlägigen Online-Anzeigen um, ob wir wohl einen vierrädrigen Freund finden würden. Reisen und unterwegs sein wollten wir weiterhin, nur nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir waren und sind es immernoch im Alltag. So wie wir in Australien gereist sind gefiel uns. Europa ist nicht Australien, somit benötigen wir auch keinen 4×4.
Als die Zeit anscheinend reif war, kreuzte eine Anzeige unseren Weg, die uns nicht mehr losliess. Auf Reisen bestätigte sich immer wieder, dass man nicht zuviel überlegen darf. Der Bauch sagt einem, was richtig ist. Und das tat er auch diesmal wieder.
Wir sahen ein Inserat für einen Fiat Ducato, in schweizerpostgelb, welcher schon einen Eigeninnenausbau hinter sich hatte. Wir waren uns nie ganz im klaren, ob wir lieber einen «leeren» Bus oder einen schon ausgebauten hätten. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Gerne würden wir gleich losdüsen und profitieren, ebenso den Innenausbau nach unseren Wünschen selber anfertigen. Ein fixfertiges Wohnmobil kam für uns sowieso nie in Frage.

Und dann steht eben dieser Ducato da. Von zwei Windsurfern für Ihre Bedürfnisse ausgebaut, in einwandfreiem Zustand. Wir merken schnell, dass wir mit ihm beide Wünsche erfüllen könnten: er ist schon sehr gut ausgebaut und somit sofort einsetzbar, die Bett-Stauraum-Situation könnte für unsere Bedürfnisse aber noch verbessert werden. Also doch ein kleiner Umbau für uns. Nicht zuviel, aber gerade genug um unsere Vorstellungen zu erfüllen – und unsere Umbau-Fähigkeiten zu testen. 🙂

Wir vereinbaren eine Besichtigung und sind uns einig: das wird unser neue Reisekompagnon! Seit Ende April 2012 sind wir stolze Besitzer dieses Fiat Ducato. Vor unseren Windsurfern gehörte er der Post als Reserveauto und brachte Paktete. Dürfen wir vorstellen:

Unser neues Fahrzeug

 

Bevor wir gross Umbaupläne schmieden, geniessen wir unseren neuen Freund wie er ist. Beim Kauf war auch noch einiges an Inventar mit dabei, also konnten wir tatsächlich einfach losdüsen.
Und wohin fährt man mit so einem tollen Gefährt? Man befrage Google-Maps – da tun sich einem neue Welten auf 😉
Was erreicht man von uns in 1–1½ Stunden? Richtig, man bleibt in der Schweiz? Wir wollen jedoch Ausland-Luft schnuppern und Google-Maps meinte wir sollen ins Elsass. Elsass! Na klar, da waren wir tatsächlich noch nie.
Ich entdecke aus der Google-Maps-Vogelperspektive, ein hübsches Dörfchen mit nahem Campingplatz. Wir wissen ja nicht, ob das mit Kochen wirklich klappt. So ist ein nahes Restaurant sicher kein schlechte Idee.

Die kleine Reise entpuppt sich als Volltreffer. Wir landen in Eguisheim, ein malerisches und hinreissendes Dörfchen im Elsass. Obwohl es sehr touristisch ist, sind die Leute freundlich (geblieben). Wir fühlen uns pudelwohl hier. Warum sagte uns denn niemand, dass das Elsass so hübsch ist? 🙂
So ist es um uns geschehen. Das Elsass wird auch in Zukunft ein wiederkehrender Punkt werden und bleiben. Die freundlichen Menschen, die Landschaft, das Essen, der (Weiss)Wein – alles perfekt – wir lieben diese Region!

(Wenn Ihr auf die Bilder oben klickt, erscheint zum Teil eine kleine Legende – so als Tipp 🙂 )
Bald sind wir für den Umbau bereit – wir melden uns mit Bild und Text – bis bald!

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