1154 Tage Guatemala Zentralamerika

Der grösste See von Guatemala

>> El Estor, Guatemala
Montagmorgenfrüh ging es per Bus von Cobán nach El Estor. Wir wussten, dass es eine relativ lange Reisen werden wird, so gingen wir früh genug zur Busstation um einen «guten» Sitzplatz für unsere Beine zu ergattern. Es hiess um halb neun gehe es los. Um zehn Uhr liess der Chauffeur den Motor aufjaulen…
Der Bus war wieder einmal von der ganz alten Sorte, die Sitzbänke dementsprechend hart und abgesessen.
Für nur 160 Kilometer brauchten wir sage und schreibe 6 3/4 Stunden!
Eigentlich machen wir, so gut es geht, nie so lange Busfahrten. Aber hier hatten wir kaum die Wahl.
Die Strasse war eng, staubig, steinig und löcherig. Ein paar Dörfer gab es dazwischen, die waren wirklich sehr klein. Aber die Strecke hat sich alleweil gelohnt, denn wir wurden mit tollen Landschaften und sympathischen Unterhaltungen entschädigt.


Unser Hinterteil und wir waren sehr froh, endlich in El Estor angekommen zu sein. Die Stadt, wenn man das überhaupt schon Stadt nennen kann, ist sehr klein, aber grenzt dafür an den grössten See Guatemalas und ist sehr angenehm. Ein täglicher Markt schmückt die Strasse und auffallend viele Tiendas gibt es hier.
El Estor war anscheinend, als die Europäer kamen, «El Store». Das Nahrungsmittellager für die Eroberungen sozusagen. Von daher bekam es seinen Namen.
Man merkt dies heute noch an den vielen Läden. Diese haben massenweise Waren an Lager. Hier findet man wirklich beinahe alles und zum Teil viel billiger als in den grösseren Orten.
Essen kann man hier auch wahnsinnig gut in den typischen «Comedores». Meist ein sehr einfacher Ort mit ein paar Tischen, wo man guatemaltekische Mahlzeiten bekommt. Man fragt was es gibt, hat meist die Auswahl zwischen zwei oder drei Sachen und isst dann, was auf den Tisch kommt 😉

Im Prinzip gibt es hier nichts wahnsinniges zu tun. Wahrscheinlich waren wir wieder einmal das «spektakulärste» hier mit unserer Grösse… 😉
Aber man kann gemütlich am See sitzen und die «Finca del Paraiso» besuchen, welche eine halbe Busfahrtsstunde von hier entfernt ist.

Bei der Finca kann man Baden. Eigentlich in einer kleinen, kühlen Lagune. Aber diese wird tatsächlich von einem sehr warmen Wasserfall gespeist. Das heisst, der Fluss oberhalb, mit heissem Wasser ergiesst sich in die Lagune, welche gleichzeitig von der anderen Seite mit kaltem Wasser gefüllt wird.
Zwischen all dem sitzen wir und wundern uns über die Launen der Natur… 😉
Die Lagune riecht ein bisschen nach Schwefel und das Wasser ist leicht gelblich. Sei aber gut für die Haut 😉

Nach ein paar Tagen in El Estor fanden wir es an der Zeit weiterzureisen. Das Ziel wäre Mariscos, auf der anderen Seite des Sees gewesen. Aber wir haben uns schon am ersten Tag hier gewundert, dass es keine Transportmöglichkeiten auf diesem grossen See gibt. Der Lago Atitlan ist wirklich viel kleiner, hat aber eine Unmenge an Booten, die immer wieder, überhallhin fahren…

Mariscos wäre (anscheinend) einfach ein lauschiges Plätzchen gewesen, um die Zeit am See zu verbringen. Eine Fähre steht zwar noch hier, ist aber seit 1996 nicht mehr in Betrieb. Kleine, reguläre Boote gab es zwar, aber für einen ganz anderen Ort.
Wir fragten einen Fischer, ob er uns – gegen Entgelt natürlich – hinüberfahren würde. Er fand die Idee leider nicht so toll wie wir…

Wir hatten eigentlich die Idee ein paar Tage in Mariscos zu bleiben, von dort aus noch eine Ruine zu besuchen, um danach nach Rió Dulce zu fahren. Aber diese Pläne waren nun nur noch Träume…
So trat Plan Nummer zwei in Kraft: direkt nach Rió Dulce zu fahren, die Ruine auszulassen, da wir doch langsam aber sicher den Mexicoweg einschlagen müssen, um ja pünktlich meine Mam und André zu treffen… 😉

You Might Also Like...

1 Comment

  • Reply
    Anonymous
    6. August 2007 at 7:13

    Ja das wäre mir schon recht, sonst sind wir schwub weg in Kuba, das wäre doch schade. Mir freuet eus, de André und s’Mami

  • Leave a Reply