1154 Tage Guatemala Zentralamerika

Das Schicksal meint es manchmal sehr gut mit uns…

>> Semuc Champey, Guatemala
Das nächste Ziel war Lanquín, welches wir aber auch wieder mit einer Zwischenetappe in Cobán unterbrochen hatten. Für knapp 60 Kilometer brauchten wir doch gute zwei Stunden um dorthin zu gelangen. Aber diese Natur hier! Fabelhaft. Grün, grün, überall grün.
Maisfelder, Kakaobäume, Kardamom, Bananenbäume, Palmen, Mandarinen und was weiss ich noch alles, wachsen hier im Überfluss.
Lanquín selber ist sehr nett und klein, sodass wir uns zu Fuss auf Hostelsuche machten. Schon in Cobán hatten wir Werbung für das «El Retiro» gesehen, was uns aber nicht unbedingt beruhigte… 😉 Wir nahmen den wirklich weiten Weg in der Hitze mit Sack und Pack auf uns, um den Ort zu suchen.
Wow… Der Garten war grandios, überall verstreut standen Cabañas, weiter unten ein Fluss – es schien der perfekte Ort zu sein, um ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen.
Nur war alles ausgebucht. (Was uns zum ersten Mal in Guatemala passierte und ein wenig verwirrte).
Kommt noch dazu, dass das Ganze überwiegend amerikanisch (samt Besitzer) war, was auch nicht gerade unserem Geschmack entsprach.


So lernten wir die beiden Spanier, Laura und Diego kennen, sie waren in der gleichen Situation. Was tun? Wieder den ganzen Weg in der üblen Mittagssonne zurückrobben? Sie hatten zum Glück einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen, von einem anderen lauschigen Plätzchen. So passten wir auf alles Gepäck auf und sie organisierten den Transport. Per PickUp ging es weitere 11 Kilometer den Hoger hinauf.
Das «El Portal» war einfach perfekt. Die Gegend unbeschreiblich, der Empfang sehr herzlich und lustig, der Garten war auch toll und der Fluss kam bis hierher ;-).
Das Besten daran: Unser Geld fliesst nun zu Einheimischen (was wir eigentlich sowieso immer versuchen zu unterstützen), die diesen Terrain gekauft haben um ihn vom grössenwahnsinnigen Stadtpräsi zu retten, weil dieser fand, er nenne das Stück Erde nun Sein und die 5 Häuser mit den guatemaltekischen Familien hätten zu verschwinden.
(Was in Guatemala leider öfter passiert). Die Besitzer gründeten eine Gemeinschaft daraus und so wurde es ein Projekt, welches den Leuten aus der Umgebung Arbeit verschafft.

Die Holzhäuser haben Einzelzimmer oder Massenlager, die grösste aller Hütten ist die Küche/Empfang, wo Toto, der «verrückte Koch» Frühstück und Abendessen zaubert. Strom gibt es nur Abends für ein paar Stunden und zum Znacht gibt es ein Menü für alle. Wenn man bedenkt in was für einer Umgebung wir waren… könnte es doch glatt ein Luxusresort werden. Aber das hoffen wir nun mal nicht für die Zukunft… 😉

Was wir doch wieder für ein Glück hatten, manchmal macht das Schicksal seine Arbeit wirklich gut… 😉

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