Apr
21
2010
>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Am 1. Januar gibt es eine Einladung von Matthieu’s Papa. Nachsilvester-Feier in der Familie. Es kommen und gehen Leute, wir werden fürstlich bedient, Musiker spielen. Wo ein Djembe zu hören ist, gibt es etwas zu Feiern, wo eine Feier stattfindet, schaut man vorbei. Es wird ein kleines Dorffest. Ein spannender Nachmittag.

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Apr
19
2010
>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
«Burkina Faso? Das muss ich doch gleich mal googeln», heisst es oft in E-Mails von Euch. Um ehrlich zu sein, wussten wir bevor wir den Fuss auf diesen Kontinenten setzten, auch nicht wirklich, wo sich Burkina Faso genau befinden soll.
Das relativ kleine Land liegt im Herzen Westafrikas und hat etwa 12 Millionen Einwohner. Offizielle Sprache ist Französisch, wobei mit fast 60 verschiedenen Ethnien beinahe ebenso viele lokale Sprachen gesprochen werden.
Früher hiess das Land Obervolta (Haute Volta) und wurde 1984 vom Präsidenten Thomas Sankara in Burkina Faso umgetauft.

Was soviel heisst wie «das Land der aufrichtigen Menschen» (Le pays des Hommes intègre). Thomas Sankara ist eine faszinierende Persönlichkeit und wird auch gerne als der «Che Guevara Afrikas» betitelt. Bei Wikipedia findet man ein bisschen etwas über Thomas Sankara – lest mal nach.
Schon in Mauretanien hören wir von Reisenden alles mögliche über Burkina Faso – stets Positives. Da wird man schon neugierig, warum denn alle so begeistert sind. Continue reading
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Mar
30
2010
>>Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Westafrika umfasst das Gebiet von der Sahara im Norden, den Kamerunbergen im Osten, zu der Küste des Atlantischen Ozeans im Süden und Westen. Ein grosses Stück dieses schon enormen Kontinents. Nebst den vielen lokalen Sprachen wird, mit ein paar englischen Ausnahmen, überall französisch gesprochen.
Laut dem «UN annual Human Developement Index» ist Westafrika die ärmste Region der Welt. Diverse politische Konflikte verbessern die Situation auch nicht.
Trotzdem verliert Afrika den Schwung und Rhythmus nicht, bietet weiterhin allen seine Stirn und verteilt das wärmste Lächeln der Welt. Man taucht ein, gibt das Lächeln zurück, tanzt zur Musik. Afrika geht unter die Haut… Continue reading
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Mar
24
2010
Hallo alle zusammen!
Bevor jemand einen Suchtrupp nach Afrika sendet: wir sind noch da und uns geht es sehr gut.
Wir haben entweder keinen Strom (und/oder kein Wasser), Internet viele Kilometer entfernt oder eine derart lahme Leitung, dass ein aufladen von Fotos nicht möglich ist. Den Posteingang können wir auch nur mit Mühe konsultieren…
Wir melden uns bald…
Liebste Grüsse von uns aus Benin
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Jan
22
2010
>> Bamako, Mali
Die Reise nach Mali beginnt an einem Samstag. Das Gepäck ist im Auto verstaut, es kann los gehen. Die Vorstellung per Bus in mehreren Etappen nach Bamako zu fahren, liess uns nicht gerade auf den Tischen tanzen. Aber mit «Let’s twist again», das stimmungsvoll aus den Lautsprechern über uns rieselt, ist die Fahrt im Auto aus dem morgendlichen Nouakchott, mehr als unterhaltsam. Bis man aus der Stadt ist, fährt man an einigen Märkten, Menschenansammlungen, Rotlichtern, Strassenständen und Abzweigungen vorbei. Ausserhalb der Stadt schmücken schwungvolle Sanddünen, die links und rechts der Fahrbahn in den verschiedensten orangetönen auftauchen, die Gegend. Sie vermischen sich mit dem helleren Sand zu Mustern eines Marmorkuchens. Ausser den vielen grossen, grünen Mercedes-Lastwagen, sind nicht viele Autos auf der Landstrasse unterwegs.
Die Strasse der Hoffnung, wie diese Strecke heisst, ist zugleich auch Strasse der Kadaver. Tote Kühe, Esel uns sonst zerquetschtes Getier liegen schön verteilt am Strassenrand.
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Dec
27
2009
>> Nouakchott, Mauretanien
Nach Azougi wäre der Plan nach Ouadane zu fahren, denn die Leute erzählen Schönes über den Ort. Leider gibt es nur ein «Taxi Brousse», der Ort wird nicht oft angefahren. Der Fahrer zeigt kein Interesse und der Preis ist sowieso zu hoch. Da wir uns den Kopf nicht unnötig zerbrechen wollen, zücken wir Plan B aus der Tasche. Den müssen wir aber verlegt haben, also endet die Fahrt spontan in Chinguetti.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein wird, umso südlicher man kommt, mühsamer. Afrika ist nicht unbedingt ein Kontinent, den man praktisch in Bussen erkunden kann. Darum fahren sicher auch so viele mit dem Auto von Europa hier herunter. Mit dem Rucksack unterwegs zu sein braucht unglaublich viel Zeit. Vor allem Geduld und leider kommt man nicht überall hin. Scheint Lateinamerika für Busreisen wie geschaffen zu sein, ist es Afrika weniger.
Es geht mehrere Stunden, bis das Auto voll ist, denn erst dann geht es los. In Chinguetti weiss wahrscheinlich schon das halbe Dorf, dass wir kommen. Als ich ein öffentliches Klo suche, kommt mir ein bis dahin völlig unbekannter Mann entgegen und hält mir sein Mobiltelefon entgegen. «Für Dich» sagt er völlig selbstverständlich.
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Dec
26
2009
Hallo alle miteinander
Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es für uns auch ein Zwischenfest: der tausendste Reisetag!
Was genau 2 Jahren, 8 Monaten und 25 Tagen entspricht – wer hätte das gedacht.
Wir haben diesen «historischen» Tag ausgiebig gefeiert und büssen nun ein bisschen dafür ;-)
Es gibt noch viel zu berichten, wir halten Euch auf dem laufenden.
An alle noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Liebe Grüsse
Manu und JC
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Dec
22
2009
Hallo ihr lieben.
Wir wünschen Euch allen eine frohe und angenehme Weihnachtszeit. Geniesst die Feiertage und freien Tage.
Hier ist es 30 Grad im Schatten, von Weihnachtsmännern keine Spur, Tannenbäume findet man natürlich auch keine. Aber die Stimmung ist super hier.
Liebste Grüsse an alle Daheimgebliebenen
Manu und JC aus Djenné, Mali
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Dec
15
2009
>> Nouakchott, Mauretanien
Ababa, unser mauretanischer Fahrer, holt uns alle morgens ab und fährt die anderen zwei Mitfahrer beim Busbahnhof ab. Uns zeigt er die Stadt.

Die Stadt ist ein Staubhaufen. Die Trottoirs sind aus oder voll Sand, auf der Strasse liegt Sand, die Nebengassen sind sowieso auch aus Sand. Sogar die Häuser scheinen aus Sand zu sein. Es gibt ein «Quartier chic», wo auch Ababa wohnt, wie er uns stolz verkündet und das Stadtzentrum.
Ababa fährt zum Ziegenmarkt, weil er eine Haut kaufen will. Neben dem Armenviertel, wo Häuser mehr schlecht als recht aus Wellblech zusammengezimmert stehen, blöken die vielen Ziegen. Wir fahren mit dem Auto durch. Das genügt auch vorerst.
Ein Menschengewirr herrscht in den Strassen, unsere Füsse sind im steten Kontakt mit Sand, die Sonne brennt auf unsere Köpfe. Wir fallen ziemlich auf. Wir wollen Früchte kaufen. Eine grosse Früchte- oder Gemüseauswahl gibt es hier nicht. Wächst kaum etwas in dieser trockenen und sandigen Landschaft. Viel muss von Marokko oder Spanien importiert werden.

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Dec
12
2009
>> Nouadhibou, Mauretanien
Um zur letzten, per öffentlichem Verkehr erreichbaren Stadt zu kommen ist es ein weiter Weg. Dakhla liegt über tausend Kilometer von Agadir entfernt. Und dann ist man immer noch nicht an der Grenze.

Wir splitten die Strecke, so gut es geht auf. Von Agadir geht es sechs Stunden nach Tan Tan. Ständig kommen wir in Polizei-, oder Militärkontrollen. Aber sie sind stets höflich, fragen nach dem Pass, füllen Papiere aus, fragen nach Beruf und Reiseziel. Continue reading
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