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	<description>Unterwegs in Lateinamerika, Australien und jetzt in Afrika...</description>
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		<title>Afrika von oben</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 18:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage sind schnell erzählt. Sie vergehen ebenso rasch. Ist ja logisch. Man erledigt ausserdem alles erst in letzter Minute. Kommt dazu, dass wir im Souvenirkauf nicht sehr geübt sind. Das beschwerlichste ist immer der Markt. Wie die Fliegen auf Frischfleisch schmeissen sich die Marktverkäufer auf uns. Weiss man allerdings was man will, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small; font-style: normal;">Die letzten Tage sind schnell erzählt. Sie vergehen ebenso rasch. Ist ja logisch. Man erledigt ausserdem alles erst in letzter Minute. Kommt dazu, dass wir im Souvenirkauf nicht sehr geübt sind. Das beschwerlichste ist immer der Markt. Wie die Fliegen auf Frischfleisch schmeissen sich die Marktverkäufer auf uns. Weiss man allerdings was man will, ist es recht erträglich. Es wird gefeilscht, gelacht und gekauft.<br />
Der Magen wird noch mit den letzten Reisgerichten gefüllt (danach kommt kein Reiskorn mehr auf die Teller!) und sonst werden diverse Strassen Ouagadougous durchgewühlt. Hört sich gemütlich an, in Wirklichkeit ist es Anspannung in vollem Umfang.<br />
<span id="more-5177517"></span><br />
Zum Glück sind wir schon am ersten Abend auf Issouf den Maquibesitzer und dessen Freund Djallil gestossen und haben so eine Ruhe-Oase, wo es regelmässig Stopp gibt. Haben wir etwas auf dem Markt oder in den Strassen nicht gefunden kommt Issouf zu Hilfe. Er findet alles!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es ist zwar klar, dass Sonntag der Abflugtag ist, ob das mit dem realisieren klappt wage ich zu bezweifeln. Denkt man an die Rückkehr, wird einem schwer ums Herz. Extrem schwer. Bleischwer. Das alles sollen wir verlassen? Diese fröhlichen Menschen? Die Sonne, den roten Staub, die Lehmhäuser, die Taxis, die zerfallenen Busse?</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es kann sich kaum jemand vorstellen wie wir uns fühlen.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Durch die Strassen spazierend, schlucken wir leer. Schlucken die Traurigkeit, die aufkommt einfach hinunter. Der Zeitpunkt ist nunmal da. Wir spüren ihn und wissen, dass es so schon richtig ist. Obwohl es unsere freie Entscheidung ist müssen wir sie uns gut einreden, es ist wirklich hart.<br />
Die letzten Wochen und jetzt die letzten Momente sind emotional schwer zu tragen. Wir verlassen diese unsägliche Freiheit, von der wir während über drei Jahren kosten durften. Drei Jahre! Eine Menge Zeit, wo wir unglaubliches, schönes und fragwürdiges gesehen haben. Zeit, die wir uns zum Reisen genommen haben. Eine Zeitspanne die sonst mehr oder weniger einem Arbeiterleben an Ferien entsprechen. Eine Bilanz auf die wir stolz sind und uns niemand mehr nehmen kann.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gewiss: die Vorstellung, diese Freiheit aufzugeben, sich wieder an das krakenartige Gebilde der westlichen Welt anzuschliessen lässt uns erschaudern. Andererseits gibt es nicht nur Schlechtes bei uns. Das Essen zum Beispiel ;-). Ja, ja&#8230; essen scheint eine schöne Nebensache zu sein, trotzdem haben wir die letzten Monate oft vom Essen geträumt oder mit Reisenden (stundenlang!) darüber geredet. Drei Jahre lang hauptsächlich von Reis und oft monotonen Gerichten zu leben, da kommt einem ein frischer, knackiger Salat (aus dem Kühlschrank) schon wie ein Festessen vor&#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Doch zurück nach Afrika. Irgendwann in den letzen drei Tagen taucht ein ehrlicher Taxifahrer im Gewimmel der Strassen auf. Kommt etwa einem Sechser im Lotto gleich. Ein sympathischer Mensch gleich noch dazu. Also werden die Nummern ausgetauscht damit er uns am Sonntag zum Flughafen fährt. Abgemacht.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am vorletzten Abend lädt uns die Mutter von Djallil zum Essen ein. Da lassen wir uns nicht zweimal darum bitten. Die Mama von Djallil kommt von den Komoren der Papa von Burkina Faso. Sie bekocht uns mit Köstlichkeiten aus ihrer Heimat und erzählt von ihren Problemen hier. Dass man Sie ebenfalls – trotz dunkler Hautfarbe – «Nassara» (Weisse) nennt. Auch sie am Markt um korrekte Preise kämpfen und mit dem Taxifahrer streiten muss. Eine verrückte Sache, oder?</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir saugen noch alle Momente der beinahe letzen Stunden in uns auf, speichern den Geruch dieses Landes in unserem Hirn, wie wir es auf den anderen Erdteilen in gleicher Weise getan haben.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Und dann ist Sonntag.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Sonntags ist nicht viel los in Ouagadougou. Sonntag halt. Abends geht es zum Abschied natürlich in «unser Maquis». Der Rasta aus Mali und seine Freundin aus der gleichen Pension begleiten uns. Issouf und Djallil sind auch da. Es wird tüchtig Bier ausgeschenkt und viel philosophiert. Die Uhr rückt trotzdem bedrohlich Richtung Mitternacht. Verabschieden und wieder die Traurigkeit runterschlucken. Der sympathische Taxifahrer kommt pünktlich wie eine Schweizer Uhr. Mitsamt der ganzen Familie auf dem Beifahrersitz. Mit Sack und (viel) Pack geht es zum Flughafen.<br />
Es ist wie immer ein lauer Abend. Zum Flughafen geht es am «Maquis» vorbei, wo Issouf und Djallil winken. Was für ein Abschied. Wir können es kaum fassen. Es ist soweit!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der Flughafen Ouagadougous ist im Umbau, bis wir einchecken können muss draussen gewartet werden. Die Sicherheitsleute langweilen sich, die Warteschlange vor der Tür wird immer länger. Als endlich die Tür aufgeht herrscht selbstverständlich Chaos. Stehen wir schliesslich vor der Dame, die sich um das Gepäck kümmern würde, muss noch ein Zettel mehr ausgefüllt werden. Das Papier gibt sie uns, aber keinen Stift. Ein Angestellter, der wild mit seinem Kugelschreiber gestikuliert, will seinen genauso wenig ausleihen. Schreiber sind in Afrika gefragte Ware, dass es einem jedoch so schwer gemacht wird, einen Zettel auszufüllen kann man sich irgendwie nicht vorstellen.<br />
Wieder vor der Dame des Check-In fragen wir wie immer wegen unserer Grösse: «Könnten Sie uns bitte neben den Notausgang setzen?» Sonst eigentlich kein Problem, aber: «Nein, ich vergebe keine Sitzplätze, ihr könnt sitzen, wo ihr wollt». Sitzen, wo ihr wollt? Ich versuche mir das in einem Flugzeug vorzustellen, frage nach, weil ich ein Verständigungsproblem vermute. Ihr hingegen ist es ernst. «Das ist ja wie in einem afrikanischen Bus!» sage ich entsetzt. Rundherum wird gegrölt, heute finden wir das jedoch gar nicht lustig.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der nächste Schritt im zusammengewürfelten Flughafen ist die Ausreise. Die Beamtin blättert lange im Pass. Verdächtig lange. «Wann sind sie nach Burkina Faso gekommen?» – «Am Donnerstag» – «Da steht aber etwas anderes&#8230;» und drückt die besagte Pass-Seite an die Scheibe.<br />
Mit Schrecken stelle ich fest, dass der Vorgesetzte an der Grenze zwar ein netter, dafür doch noch nicht so wach war. Er hatte sich vertan und schrieb den Vormonat in den Pass&#8230; nun denkt sich die Migration, dass wir das 7-Tage-Visum von der Grenze nicht verlängert haben. Zum Glück ist die Frau nicht blöd. Ich zeige ihr den Ausreise-Stempel von Benin, erkläre alles mehrmals, hinterher stempelt sie was das Zeug hält und ich darf wieder gehen.<br />
JC ist dafür nicht mehr auffindbar. Dem ergeht es nämlich gleich, bei ihm hat man den selben Fehler bemerkt, nur ist der auf einen mühsameren Beamten gestossen und muss sofort zum Chef ins Büro. Ob sie ihn gleich da behalten?</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Angespannt und mit blank gelegten Nerven wollen wir nur noch eins: so einfach und schnell wie möglich nach Europa fliegen.<br />
Tatsächlich entlassen sie JC wieder aus dem Chefbüro. Jetzt muss nur noch viel Zeit abgesessen werden. Der Flug geht um 3.40 in der Früh, gegen 7 Uhr Ankunft in Casablanca (Marokko), Flugzeug wechseln, gegen Mittag Landung in Marseille. So der Plan.<br />
Die Realität sieht anders aus. Wahrscheinlich ist jetzt etwa ein Uhr morgens und man informiert uns gerade, dass das Flugzeug Verspätung hat. Wie viel wisse man nicht. «Wir fliegen halt irgendwann mal ab» so die wage Information. Also doch wie ein afrikanischer Bus. Warten bis das Flugzeug voll ist?<br />
Wir bewegen uns zwischen Wahnsinn und Erschöpfung, das wechselt sich gerade so halbstündlich ab. Den Anschlussflug können wir wohl vergessen, die Ankunft in Marseille mittags sieht sehr kritisch aus. Ausgerechnet jetzt, wo unsere französischen <a href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4533706689/" target="_blank">Freunde</a> am Flughafen warten werden.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Warterei wird kurz unterbrochen, weil man einen «verdächtigen» Gegenstand in meinem Rucksack findet. Und dann noch einmal, weil um fünf Uhr morgens lauwarme Hamburger verteilt werden. Tatsächlich auch eine Variante des Frühstücks.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Kurz vor Sonnenaufgang kommt Bewegung in das Ganze. Die Türen werden geöffnet, wir dürfen auf das Flughafenareal spazieren und ins Flugzeug sitzen. Doch noch. Dass einige Stühle wackeln ist im Moment Nebensache. Hauptsache abfliegen. Die afrikanische Sonne schaut schon über den Horizont und taucht alles in rosa Licht. Wir rollen an. Auch heute wird es heiss werden. Heiss und trocken. In den Strassen beginnt das Leben. Stände werden aufgebaut und Behälter voll überreifen Mangos von Frauen auf den Köpfen balanciert. Ich werde in den Sitz gedrückt. Schuhputzer versuchen polierend ihr Glück, Kinder spielen zwischen den Marktständen, Babys fühlen sich auf dem Rücken ihrer Mütter geborgen und schlafen friedlich. Die Sonne zeigt inzwischen ihre ganze Pracht, die Luft flirrt schon von der Wärme. Wir heben ab. Ein Alter fährt gemütlich mit seinem Fahrrad über die rote Erde, weiter hinten wird gerade wieder ein Bus geflickt und Issouf wird bald seine Tischchen zurecht rücken.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Leben geht weiter. Hier einfach ohne uns.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Häuser, Strassen und die roten, staubigen Pisten werden kleiner. Die Kinder, Schuhputzer und Velofahrer werden zu Punkten. Ouagadougou von oben – Afrika von oben. Ein atemberaubender Anblick im morgendlichen Sonnenlicht.<br />
Wenigstens etwas Gutes an dieser Verspätung.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Hoch oben kommen dann auch mal Wolken, an die wir dieses bleischwere Gefühl hängen können. Jetzt muss ich die Traurigkeit nicht mehr hinunterschlucken. Die kullert einfach über meine Wangen.</p>
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		<title>Die letzte Busfahrt</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 11:28:24 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Ouagadougou, Burkina Faso Irgendwann nach 20 Uhr kommt Ungeduld auf. Seit drei Jahren gehört das Warten auf den Bus zur Routine, heute ist jedoch absolut keine Geduld vorhanden. Es soll einfach losgehen. Wenigstens sind viele Burkinabés hier, (die Einheimischen, die auf Deutsch so komisch Burkiner heissen) die ebenfalls warten bis sie in ihr Heimatland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Ouagadougou, Burkina Faso</strong><br />
Irgendwann nach 20 Uhr kommt Ungeduld auf. Seit drei Jahren gehört das Warten auf den Bus zur Routine, heute ist jedoch absolut keine Geduld vorhanden. Es soll einfach losgehen.<br />
Wenigstens sind viele Burkinabés hier, (die Einheimischen, die auf Deutsch so komisch Burkiner heissen) die ebenfalls warten bis sie in ihr Heimatland fahren können.<br />
Obwohl die Zeit bei und mit Gildas wirklich genial war werden wir mit der Bevölkerung Benins nicht wirklich warm.<br />
Der Unterschied ist schon an der Busstation frappant. Die Burkinabés lachen, die Beniner nicht, die Burkinabés sind freundlich, die Beniner nicht. Nun ja, die Liste könnte noch lange werden. Keine Ahnung was mit diesem Land los ist.<br />
Das Schlimmste ist die gegenseitige Respektlosigkeit. Es ist nicht aufrichtiger Respekt, den man jedem Menschen gegenüber haben sollte, man respektiert sich hier nur aus Angst vor dem anderen und daran ist der Voodoo schuld.<span id="more-5177506"></span><br />
In keinem Land ist Voodoo so stark präsent wie in Benin und da man nie wissen kann, wer wen nun gerade Verwünschen will oder etwas ins Glas kippen könnte, tut man lieber mal so, als respektiere man sich.<br />
Es gibt in vielen Ländern Geheimkulte, die allerdings auf die eine oder andere Weise positiv gebraucht werden. Hier wünscht man entweder seinem Nachbarn etwas Schlechtes oder holt sich sonst eigenen Schutz um zum Beispiel Messerstiche zu überleben&#8230;<br />
Anderswo bittet man einen «Geist» oder ähnliches um etwas Gutes für sich oder andere, nichts Böses! Und wenn es dann sogar geklappt hat, bringt man eine kleine Gabe als Dankeschön zurück.<br />
Dass sich Voodoo stark auf die Menschen auswirkt (und irgendwie nicht positiv) kann man sich gut vorstellen. Voodoo soll bei Weissen im Übrigen gar nicht funktionieren.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Doch zurück zur Busstation. Man plaudert angeregt mit den Wartenden, so vergeht die Zeit etwas schneller. Mit dem gemischten Paar, er aus Burkina Faso, sie aus Frankreich zum Beispiel. Sie arbeitet hier und er kam sie für eine Weile besuchen doch nun halten es die beiden nicht mehr aus in Benin. Die Leute seien freudlos, aggressiv und lachen nicht. Und hier arbeiten sei schrecklich. Obwohl sie in einer Hilfsorganisation sei und man denken könnte, die Leute seien froh darüber, arbeitet man gegen sie. Es ist schwierig berichten die beiden. Wir können die Situation gut verstehen.<br />
Egal, die Zeit in Benin war trotzdem gut, aber aus diesen Gründen wollen wir von Burkina Faso abfliegen. Ein Abschied von lächelnden Menschen&#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die beiden müssen in den Bus, der aus Nigeria kommt. Sie zweifeln daran, dass sie heute noch abfahren werden. Wer nicht&#8230; denn der Bus aus Nigeria ist inzwischen zugegebenermassen da, es herrscht jedoch heilloses Durcheinander, denn es wurde ein ganzer Stapel Pässe an der Grenze vergessen! Sicherheit hin oder her, im ersten Bus kann man zusteigen, die vom zweiten Bus müssen warten, bis jemand an die Grenze zurückgefahren ist um die Pässe zu holen.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es ruckelt wie verrückt, was macht denn der Bus auf der Piste? Der Blick aus dem Fenster bestätigt zwar, dass die Räder über Teer rollen, die Strasse ist einfach in einem miserablen Zustand.<br />
Trotz TCV-Busgesellschaft klappt heute nichts sonderlich gut. Die letzte Busfahrt sollte nebstdem nicht die Schönste werden, nicht wahr? Und warum wir seit drei Jahren in den Bussen immer genau unter den Lautsprechern sitzen bleibt ebenfalls ein Rätsel.<br />
Inklusive gutem Service in voller Lautstärke und heute sogar ohne Ohropax im Rucksack. Wo sind die Dinger hingekommen? Normalerweise sind sie immer mit dabei. Vielleicht wirklich Voodoo?<br />
Zusätzlich geht das Licht immer an und aus, womöglich wäre der Chauffeur in einer Disco nützlicher. Um 23 Uhr ist die Musik immer noch auf Partylautstärke, obwohl alle schlafen wollen.<br />
JC steht auf und reklamiert beim Co-Chauffeur. Leider als einziger. Der reizende Mann meint nur, die Musik müsse sein sonst schlafe der Fahrer ein. Gut! Ist allen sicher lieber, dass der wach bleibt, allerdings können Chauffeure normalerweise ihren Bus bedienen und wissen wie man die hinteren Lautsprecher (und Lichtschalter) betätigen kann. Nur nicht dieser Chauffeur. Er will auch gar nicht, denn es interessiert ihn herzlich wenig. Der muss ein Beniner sein.</p>
<p><a title="Vorbeigefahren von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4774205544/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4099/4774205544_7204b921b8.jpg" alt="Vorbeigefahren" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die ganze Nacht ist der Bus allein unterwegs gewesen. Vom zweiten Bus – Sicherheit hin oder her – war nie etwas zu sehen. Kurz vor der Grenze, es ist inzwischen wieder hell, hält unser Bus. Schnell mal Pipi machen, tanken und die Beine vertreten. Und warten. Auf den zweiten Bus – jetzt, da es wieder hell ist&#8230;<br />
Es sind viele Menschen im Bus, die sich irgendwie in Benin verletzt haben und zurück nach Burkina Faso müssen. Der eine hat den ganzen Arm eingebunden, eher schlecht als recht geflickt. Man sieht ihm seine Schmerzen an. Ein anderer hat einen Fuss, so dick wie der eines Elefanten. Auch für ihn ist diese lange Busfahrt eine Qual und trotzdem wird ständig und immer angehalten und gewartet. Niemand informiert die Fahrgäste, niemand fragt etwas. Die Muslime nutzen dafür die Zeit um ihr Morgengebet zu erledigen, dann geht es wieder weiter Richtung Grenze.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nach Dutzenden von kleinen Stopps und Papierkram dreht der Co-Chauffeur seine Runde im Bus und verlangt von allen Fahrgästen 500 FCFA (= etwa 1 CHF) Niemand fragt, warum und wofür das ist. Gut, vielleicht sind wir die einzigen die das nicht wissen. Der gute Mann druckst herum, will nicht recht antworten zu welchem Zweck das Geld gebraucht wird, bis er murmelt, es sei für die Pässe die er zum Büro trage um für jeden einen Stempel zu holen. Aha. Das können wir selber, müssen wir dem Herrn Beamten sowieso noch Angaben machen, wohin der Ausreisestempel soll, die letzte, freie Seite wird nämlich noch für das Visum von Burkina Faso gebraucht.<br />
Nun sind wir zwei Bleichgesichter die einzigen, die nicht bezahlt haben.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am Grenzhäuschen müssen dann trotzdem alle aussteigen. Wo ist nun die Logik? Wenn ich schon für einen Service bezahle, müsste ich mich im Übrigen nicht mehr bewegen, oder? Ein kleiner, dicker Mann, fast ohne Hals und rundem Kopf schreit schon mal lauthals die Leute an, sie sollen sich gefälligst unter den Baum stellen und JAAAA nicht zu nah ans Grenzhäuschen kommen, denn da hätten sie nun gar nichts zu suchen. Oha, der Mann scheint heute mit dem linken Fuss aufgestanden zu sein und seine Autorität zu geniessen.<br />
Die Afrikaner sind sichtlich beeindruck und rücken nach hinten. Wir spazieren frohen Mutes zum Grenzwächter, da er ja noch unseren Pass braucht. Nun wird der Co-Chauffeur in der lokalen Sprache angeschrien, man muss nichts verstehen um zu wissen, dass es um uns geht. «Was wollt ihr» schnauzt er auf französisch. Wir erklären das Problem mit der leeren Seite. Der Dicke nimmt die Pässe an sich und ich höre nur noch ein leises «Nein, sie haben nicht bezahlt» vom Busmann. Dafür bekommt er ein nettes Lächeln von uns. Gratis! Beim Dicken gibt es kein Lächeln, dafür ein böser Blick: «Steht gefälligst nicht so da und geht zu den anderen.»<br />
Wehe man will in den Schatten unter das Palmendach, nein es muss der Baum sein. Es ist schaurig heiss. Je nördlicher man fährt desto heisser und trockener wird es.</p>
<p><a title="Trocken, heiss und gelb von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4773565623/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4080/4773565623_d7102fe4d5.jpg" alt="Trocken, heiss und gelb" width="500" height="176" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Will man rauchen wird man von einem Beamten auf die Strasse verbannt, auf der Strasse kommt wieder einer, der meint man verpeste hier mit dem Qualm die Luft und solle aufhören. Wohlgemerkt, der Motor des leer stehenden Busses läuft noch&#8230; Strassenköter werden besser behandelt als diese Menschen. Niemand wehrt sich, jeder hat bezahlt, man spürt eine Angst unter den Menschen. Wir haben eine Wut im Bauch und fragen die Anwesenden, was das genau soll. Die Frau nebenan, mit Aktentasche, Laptop und hübscher Brille ausgerüstet, also sicher mit einem anständigen Job sagt nur leise: «Sie haben mich das letzte mal drei Tage hier behalten, weil ich nicht bezahlt habe&#8230;». Ein anderer meint man habe ihn einen Tag hier behalten, trotz Bezahlung, er habe halt nicht alles mit sich machen lassen. Korruption und Machtspiele gehören zum täglichen Leben. Uns Weissen tun sie nichts. Einen Weissen kann man nicht einfach so ohne Konsequenzen drei Tage einsperren. Einen Schwarzen leider schon. Jeder weiss dass es so läuft – doch wen interessiert&#8217;s?<br />
Und das sind nicht die ersten Geschichten von Machtmissbrauch, die wir hören, Ähnliches gibt es leider überall und ständig in diesen Ländern.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der kleine, kugelige Beamte baut sich vor den Leuten auf und ruft Pass für Pass die Namen auf. Obwohl er gewisse Namen falsch ausspricht und korrigiert wird, findet er nur: «Das ist mir egal, das steht hier so geschrieben».<br />
Zu guter Letzt können wir diese Typen und dieses Land verlassen. Es ist geschafft, der Ausreisestempel ist drinnen – sogar an der richtigen, verbleibenden Ecke im Pass.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Von weitem sieht man die Fahne von Burkina Faso im Wind flattern. Braucht man ein Visum, muss man zum Chef. Wir sind wieder die einzigen die zum Chef müssen. Von zwei freundlichen Beamten werden wir fast entschuldigend darauf hingewiesen, sich noch ein bisschen zu gedulden. Kein Problem, wenn man nett gefragt wird (und der Bus wartet&#8230;?) ;-)<br />
Wohlgemerkt, es ist gegen sieben Uhr morgens, der Chef kommt erst herein gestolpert, allerdings frisch aussehend für diese frühen Morgenstunden.<br />
Grimmig ist er auch nicht, im Gegenteil. Es werden ausgiebig die Hände geschüttelt und man wünscht uns ein herzliches «Bienvenue au Burkina!» Wir wussten ja wie die Burkinabés sind, man ist hingegen immer wieder positiv überrascht. Und nach so einem Grenzwechsel wie heute, will man diesem netten Herrn eigentlich nur um den Hals fallen.<br />
Man plaudert mit dem Chef über Gott und die Welt und sagen ihm, dass es einfach eine Freude sei hier zu sein und GUT behandelt zu werden. «Hat nicht so gut geklappt dort drüben», meint er nur. Wir erzählen ihm alles und nehmen an, dass er es sowieso schon weiss. Von dem Geld das eingesammelt und unter den Beamten verteilt wird und der Art wie man mit den Leuten umgeht. Und wohlgemerkt: 500 Francs pro Person in einem vollen Bus geben glatt 26&#8217;000 Franc (etwa 60 Franken) – etwa einen Monatslohn eines einfachen Angestellten!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Natürlich sei ihm bewusst, was sich die Beamten dort leisten, «aber mir sind die Hände gebunden, ich arbeite für Burkina Faso, ich kann nichts tun. Ihr könnt höchstens diese Geschichten erzählen und darüber berichten».<br />
Für das Visum bezahlen wir den korrekten Preis (10&#8217;000 FCFA), bekommen eine Quittung (!), diverse Stempel in den Pass plus Kritzeleien und es kann weiter gehen.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nun ist der Reisepass bis zur letzten Seite proppenvoll&#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ein bisschen weiterfahren und wieder warten. Gepäckkontrolle, die gut anderthalb Stunden geht. Das ist anscheinend sogar richtig zügig! Unterdessen geht es auf die Suche nach Frühstück, an einem Strassenstand findet man sein Glück: Eieromelette im Brot und Kondensmilchkaffee. Eine Begrüssung, ein Schwätzchen ausserdem lachen die Menschen wieder. Es ist herrlich und unglaublich zugleich. Jetzt ist es gerade egal wie lange die Gepäckkontrolle geht, Hauptsache wir sind in Burkina Faso, selbst wenn es im Moment nur das kleine Grenzörtchen ist. Leider ist Ouagadougou noch weite 400 Kilometer entfernt.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Diese Fahrt will kein Ende mehr nehmen. Es wird konstant heisser, geht immer weniger schnell vorwärts und der Abend rückt unablässig näher.<br />
Doch nach 1000 Kilometern Totalstrecke sind wir am Ziel und in der neuen Hauptstadt.<br />
Hundemüde aber glücklich auch die letzte Busfahrt überstanden zu haben streiten wir noch ein bisschen mit einem Taxifahrer wegen des übertriebenen Fahrpreises. Das muss nun noch ein bisschen genossen werden, bald ist ja feilschen nicht mehr angesagt. ;-)</p>
<p><a title="Liegt am Strassenrand von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4774205350/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4074/4774205350_d6a3e28e99.jpg" alt="Liegt am Strassenrand" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Gepäck wird einfach mal in eine Ecke geschmissen und nach einer Dusche fühlt man sich sogar wieder munter. Als erstes gehen wir unserer Lieblingsbeschäftigung nach: in ein «Maquis» sitzen und ein Bier trinken ;-)<br />
Beim durch die Strasse schlendern kommt die grosse Frage auf, wer denn nun Ouagadougou so schlimm gefunden hat! Nach Cotonou ist Ouagadougou richtig gemütlich, ein Dorf, klein, übersichtlich und gar nicht so lärmig und hektisch wie wir es beim ersten Mal empfunden haben. Eine herrliche Stadt. ;-)<br />
Kaum hat man es sich auf einem Plastikstuhl gemütlich gemacht, wird man höflich begrüsst und bedient, die Metalltischchen werden zurecht gerückt, ein kühles «Flag» serviert und eine rege Plauderei mit dem Barbesitzer und dessen Freund ist schon in vollem Gange, zwei witzige Kerle – herrlich in Burkina zu sein!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Fliegende Händler bieten ihre Ware an, aus Spass an der Freude nehmen wir uns bei jedem Zeit und gucken die Sachen an. Es wird diskutiert, geblödelt und gekauft.<br />
Kaum 30 Minuten in der Stadt, kennt man schon die halbe Strasse und eine ausgelassene Stimmung herrscht. Genau das hat in Benin so gefehlt und genau wegen dem sind wir nochmals zurück gekommen. Burkina Faso und seine Einwohner wickeln uns wieder einmal mehr um den Finger. Obwohl man weiss wie es hier ist, staunt man von Neuem und ist immer wieder entzückt.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nun ist Donnerstag. Spät in der Nacht fallen wir erschöpft ins Bett. Sonntagnacht heisst es abfliegen! Bis dahin liegen noch ein paar anstrengende Tage vor uns. Und ins Maquis können wir nur noch dreimal&#8230;</p>
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		<title>Die Zeit vergeht wie im Flug</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 21:24:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Grand Popo, Benin Nun haben wir noch drei Wochen, die wie befürchtet schnell verstreichen. Es wird immer heisser hier unten. Nur schon die kleinste Bewegung lässt uns Schwitzen, als wäre man in einer Sauna. Jeder Schritt wird genaustens kalkuliert, man bewegt sich nur noch, wenn es wirklich sein muss. Andererseits geniessen wir die letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Grand Popo, Benin</strong><br />
Nun haben wir noch drei Wochen, die wie befürchtet schnell verstreichen.<br />
Es wird immer heisser hier unten. Nur schon die kleinste Bewegung lässt uns Schwitzen, als wäre man in einer Sauna. Jeder Schritt wird genaustens kalkuliert, man bewegt sich nur noch, wenn es wirklich sein muss. Andererseits geniessen wir die letzten Wochen in vollen Zügen, nur mit dem ständig begleitenden Gedanken an die Heimreise.</p>
<p><a title="Gemütlich von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706267735/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1283/4706267735_a2a27ced04.jpg" alt="Gemütlich" width="500" height="166" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">«Wann geht ihr nach Hause?» ist die meist gestellte Frage unter Reisenden. Nun gibt es unsererseits nicht mehr grosse, fragenden Augen und ein undefinierbares Schulterzucken, sondern eine Antwort. Unglaublich, oder? ;-)<br />
Wenigstens geht es zuerst nach Frankreich und wann der letzte Schritt gemacht wird, können wir noch selber entscheiden. Immerhin. Eine Art Rettungsnetz, an das man sich klammert. Die hitzigen Gedanken, die Tatsache nun nach Europa zu gehen, die sich in wildeste Vorstellungen umwandeln, werden regelmässig im Ozean abgekühlt.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span id="more-5177485"></span></p>
<p><a title="Fischer von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706255245/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4042/4706255245_e5503f95dd.jpg" alt="Fischer" width="500" height="176" /></a></p>
<p><a title="Coco von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706263495/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4048/4706263495_c33d0ab733_m.jpg" alt="Coco" width="160" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Jeden Samstag gibt es bei Gildas in der Bar Party. Am letzen Samstag nehmen wir uns vor bis zum letzten Ton des «Sound Systems» dabei zu sein. Es kommen viele Leute, die Stimmung ist gut und ausgelassen und wir bleiben wirklich bis zur letzten Note. Gildas spielt unter anderem die Hits der Bar und unsere Lieblingslieder – es ist eine gute Abschiedsparty. Und das beste daran: alles ohne einen einzigen Stromunterbruch!</p>
<p><a title="Sound System von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706245407/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4072/4706245407_646c551825_m.jpg" alt="Sound System" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">In Benin erleben wir diese Unterbrüche am Schlimmsten. Entweder ein Zeichen dafür, dass es bald anfängt zu regnen (die sind besser als ne Wetterstation!) oder halt&#8230; einfach so. Man weiss nie für wie lange. Es kann Stunden oder Tage gehen.<br />
Wenigstens nicht an «unserem» Samstag. Dafür gibt es dann sonntags den ganzen Tag keinen Strom und regnen tut&#8217;s ebenfalls 24 Stunden lang. Wenn sogar der Himmel weint, wie soll es da unserem Gemüt gehen?</p>
<p><a title="Abendstimmung von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706251945/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4706251945_0cb80afba7_m.jpg" alt="Abendstimmung" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>Montag</strong><br />
Heute ist ein richtig schlimmer Tag. Diesen Mittwoch müssen wir von Cotonou nach Ouagadougou reisen. Einziges Problem: wir haben noch kein Ticket, erreichen niemanden um eines zu reservieren und wissen ausserdem nicht einmal mit Sicherheit, ob am Mittwoch ein Bus fährt.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Noch nie mussten oder wollten wir etwas reservieren allerdings wenn es mal sein sollte, klappt es einfach nicht. Es kommt langsam aber sicher leichte Nervosität auf. Man sagt uns, der Bus nach Ouagadougou sei immer voll. Von überall her hört man die grusligsten Geschichten über diese Busfahrt, obwohl wir die gleiche Strecke in Gegenrichtung schon mal gefahren sind. Einfach nie an einem Stück. Wir stellen uns auf eine schlimme Fahrt ein. Schliesslich ist es die letzte Busfahrt, die kann ja gar nicht reibungslos verlaufen, oder? Warum um Himmels willen fliegen wir nicht von Cotonou? ;-)</p>
<p><a title="Männlein und Weiblein von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706239757/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4007/4706239757_c66ca4d4e3_m.jpg" alt="Männlein und Weiblein" width="240" height="158" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ich bin einem Nervenzusammenbruch nahe. Nicht wegen der Busfahrt, einfach weil nun alles zusammen kommt. Wir merken, dass wir uns mit der übrigen Zeit verrechnet haben, dass wir später in Ouagadougou ankommen und früher abfliegen, als angenommen. Alles in allem «fehlen» zwei Tage. Zwei Tage die wir unserem eh schon kurzen Aufenthalt in Burkina Faso abziehen müssen.<br />
Der Aufenthalt dort ist extra so kurz. Damit wir nicht in Versuchung geraten nochmals nach Bobo-Dioulasso zu fahren. Verabschiedet haben wir uns dort schon von allen und noch einmal verkraften wir das diesmal nicht. Jedoch ein paar gemütliche Tage in der dortigen Hauptstadt wären mehr als angenehm.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Tatsache, dass wir übermorgen von hier weg müssen stimmt uns traurig. Was heisst traurig! Leicht depressiv, niedergeschlagen, melancholisch, nervös, trübsinnig. Ein Gefühlsdurcheinander von unbekannten Dimensionen!<br />
Wir sind aufgewühlt, angespannt und hektisch. Wie wäre es, das Flugticket einfach ins Meer zu werfen? Nein, bei normalem Verstand würden wir sagen, diese Entscheidung sei die richtige. Oder? Befürchtungen, Magenschmerzen und Zweifel tauchen auf.<br />
Ich dachte der Abfahrtstag würde der Schlimmste sein, aber nein, es ist der Montag. Auch Gildas fühlt unseren inneren Konflikt. Diese Ungewissheit und Unruhe. Die Nerven liegen blank.<br />
Man könnte noch so lange versuchen zu erklären was los ist, wir wissen es ja selber nicht. «Ich weiss was ihr braucht» sagt er und bringt einen Spezialcocktail aus seiner Bar. Tatsächlich. Unter normalen Umständen wären wir gleich eingeschlafen oder vom Hocker gefallen bei diesem Wundercocktail. Immerhin hilft er wirklich. Wir werden ruhiger. Nehmen es wie es kommt. Wie gewohnt. «Macht Euch keine Sorgen mehr» meint er, «ich kümmere mich um den Bus.»</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>Dienstag</strong><br />
Eigentlich wollten wir uns in den letzten Tagen ein bisschen um Souvenirs kümmern. Ehrlich gesagt haben wir das die letzen drei Jahre nie gemacht und im Moment drehen sich die Gedanken um alles andere als Souvenirs. Wir sind müde. Die Aufregung ist zwar noch da, hat sich hingegen ein bisschen gelegt. Vor allem seit es eine richtig gute Nachricht gibt. Gildas hat seine Beziehungen spielen lassen und verkündet entspannt: «Ein Freund von mir hat in Cotonou zwei Bustickets reserviert. Für Mittwoch. Ihr könnt ihm in der Hauptstadt anrufen, er holt Euch ab und bringt Euch zum TCV-Busbahnhof.»<br />
Wow! DAS sind gute Nachrichten. So ist Afrika ebenfalls. Vom geglaubten Chaos geht es zack-zack und alle Probleme sind schlagartig vom Tisch gefegt.  Ein Stein fällt uns vom Herzen. Was heisst ein Stein! Und das Versprechen ist nicht nur so daher gesagt, der Bus-Freund ruft abends noch an und bestätig alles.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">So können wir den ganzen Tag geniessen. Inklusive dem Abendessen das extra für uns gekocht wird: Igname Pilé (Yamswurzel-Purrée, kartoffelähnlich), Mafé (Erdnusssauce) mit Fromage Peuls (gebratener Käse der Peuls, eine Stammesgruppe in Westafrika). Es ist sehr lecker.<br />
Leider muss noch gepackt werden, denn morgen soll es früh los gehen. Das wird so schnell und schmerzlos wie nur irgendwie möglich erledig.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>Mittwoch</strong><br />
Abfahrtstag – Abschiedstag. Obwohl der Flug erst am Sonntag ist, geht mit dieser Fahrt irgendwie diese Reise zu Ende. Gerade heute wird einem das Wort Transportmittel so richtig bewusst. Transportiert werden. Fertig lustig.</p>
<p><a title="Überlastet von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706229649/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1307/4706229649_79316a716f_m.jpg" alt="Überlastet" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Frühmorgens, müde von der schlechten Nacht, schleppen wir uns auf die Terrasse, wo Gildas zum abgemachten Frühstück wartet. Sogar er scheint nicht so fröhlich wie sonst. Die Spiegeleier wollen auch nicht richtig in den Magen rutschen. Es nieselt, der Himmel ist wolkenverhangen.<br />
Im Lion-Mobil bringt uns Gildas zur Kreuzung, wo die Kollektiv-Taxis vorbei fahren. Sogar Ilovejah kommt mit. Die gute Seele der «Lion Bar» und alter Freund von Gildas. Da können wir uns wohl was darauf einbilden ;-)</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir sollten um zehn Uhr in Cotonou sein um das Ticket früh genug beziehen zu können, ansonsten wird es weiterverkauft. Normalerweise muss man sich an dieser Kreuzung keine fünf Minuten auf einen freien Sitzplatz gedulden. Ausser heute. Beinahe eine Stunde dauert es bis endlich ein langgezogenes, undefinierbares Gefährt daher&#8230; gerattert kommt. Eines dieser Objekte, wo man im Kofferraum eine «Sitzreihe» mehr eingebaut hat um noch mehr Menschen befördern zu können.</p>
<p><a title="Schleppen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706875878/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4016/4706875878_3d5e6eb222_m.jpg" alt="Schleppen" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Verabschiedung im Nieselregen, wenigstens fallen so die Tränen nicht derartig auf.<br />
So tuckern wir an der wohl unästhetischsten Hauptstrasse Afrikas Richtung Cotonou. JC auf dem Beifahrersitz, den er mit jemandem teilen muss, ich auf der Kofferraum-Bank mit dem Kopf im seitlichen 90-Grad-Winkel.<br />
Jeder in seinen Gedanken versunken geht immerhin die Fahrt schnell vorbei. Im Grossraum Cotonou geht es wie immer nur zähflüssig vorwärts. Diesmal nicht nur wegen des stockenden Verkehrs. Die Polizei steht an der Strasse. Ich sehe nur wie ein Mann auf dem Rücken am Strassenrand liegt. Tot. Ein raunen geht durchs Taxi, obwohl solche Unfälle zum Alltag gehören. Zum Glück sehe ich nicht alles. Aber an JCs plötzlich bleichem Gesicht sehe ich sofort, wie schlimm es ausgesehen haben muss. Einer der vielen Moped-Fahrer ohne Helm. Ich erspare Euch die Einzelheiten.</p>
<p><a title="Verkehr von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706209547/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4018/4706209547_05d366a6bf_m.jpg" alt="Verkehr" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Taxi lässt uns beim riesigen Platz und Kreisel «Etoile Rouge» raus. An einer Tankstelle wartend rufen wir den Ticket-Mann an. Er komme gleich heisst es. Gildas sagte, er sei Chauffeur. Insgeheim hoffend, während wir den tausenden Fortbewegungsmitteln, die sich qualmend über den Asphalt schieben zuschauen, er komme mit dem Auto<br />
Der Mann kommt. Verständlicherweise nicht mit einem Auto, sondern mit seinem Moped. Wir schlucken kurz, hofften keine halsbrecherische Fahrt inklusive Gepäck auf einem Moped mehr machen zu müssen. Vor allem nach diesem Unfall, den wir heute gesehen haben. Nun gut. Es bleibt uns nichts anderes übrig. Wir winken noch einen «richtigen» Zem-Fahrer herbei. Es kann los gehen. Ich hocke dem inoffiziellen Fahrer auf den Sattel. Nun merke ich schnell, dass er keine Erfahrung hat mit Gepäck und Mitfahrer. Noch stehend fallen wir an der Tankstelle um. So bekomme ich trotzdem noch ein Souvenir aus Benin: ein riesiges Brandmal des Auspuffs.</p>
<p><a title="Moped von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706203423/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1299/4706203423_38d6e90ef0_m.jpg" alt="Moped" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ansonsten überleben wir die wackelig Fahrt durch Cotonou gut. Endlich beim Busbahnhof gibt es die ungeduldig erwarteten Bustickets. «Die beiden haben Euch tagelang versucht anzurufen. Eure Telefonnummer im Internet stimmt überhaupt nicht!» schnauzt Gildas&#8217; Freund den Verkäufer an. Dieser, sichtlich desinteressiert, schliesslich ist TCV eine burkinische (steht so im Duden!) Firma, streckt er uns eine Visitenkarte entgegen. Die interessiert uns nun nicht mehr wirklich.<br />
Voraussichtlich sollten wir heute Abend um 20 Uhr Richtung Ouagadougou abfahren. Wenn alles gut geht selbstverständlich. Vorerst heisst es die restliche Zeit totzuschlagen.</p>
<p><a title="Spatzieren von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706225205/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4063/4706225205_2b1341be52_m.jpg" alt="Spatzieren" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir wandern von «Maquis» zu «Maquis» und Schlendern von Strasse zu Strasse. Es regnet immer wieder. Die Strassen sind glitschig. Schon wieder schaue ich einem Moped-Fahrer zu, wie er auf dem nassen Asphalt ausrutscht und ins Schleudern kommt. Diesmal geht es wenigstens gut, ausser dass seine Schuhe weit weg fliegen passiert nichts. Was ist nur heute los?<br />
Als wir wieder einmal in einem Strassenrestaurant landen, weil es regnet und verwundert über die Voodoo-Sendung im Fernseher an einem Getränk nippen, setzt sich ein Beniner an den Tisch. «Was macht ihr in Cotonou?» fragt er uns. «Wir warten auf den Bus». Er hat Mittagspause. Er versucht bei der Maquis-Bedienung ein Tagesmenü zu bestellen. Gelangweilt sagt sie, es gebe nichts mehr, ausser einem Sandwich. Es regnet immer stärker. Man redet vom Wetter bis sich ein interessantes Gespräch entwickelt.</p>
<p><a title="Strassenverkäufer von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706858628/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4013/4706858628_2d979e4fab_m.jpg" alt="Strassenverkäufer" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">«Warum reist ihr?» fragt er nachdem die Frage, ob wir hier arbeiten verneint wurde. «Ich meine, was genau macht man wenn man reist? Warum seid ihr hier?» Seine Augen schauen aufgeweckt und erwartungsvoll durch die kleinen Brillengläser, währenddem er sich über das hausgemachte Joghurt hermacht. Wir nippen am Sprudelwasser, hinter ihm flimmert nun eine unmögliche Seifenoper über den Bildschirm.  Er ist Informatiker und arbeitet für die Computersicherheit einer Bank gerade hier um die Ecke. «Findet man bei Euch denn so einfach und schnell wieder einen Job, dass man ohne Weiteres künden kann?» Er wundert sich sehr, obwohl wir nicht die ersten Reisenden sind, denen er begegnet.<br />
Bevor er geht will er unbedingt wissen, was wir von seinem Land halten. Wir zögern, sagen ihm dann hingegen ungeschminkt, aber durchdacht, was wir von Benin halten. Er hört schweigend zu, grinst zwischendurch und nickt mit dem Kopf. Die Diskussion weitet sich auf Westafrika aus und wird politisch.<br />
«Ein bisschen verstehe ich nun, warum ihr reist. Ich denke ihr habt viel von Afrika verstanden» sagt er beipflichtend. Leider muss er bald wieder zur Arbeit. Selbst hier schaut der Chef streng, wenn man zu lange in der Mittagspause sitzt.</p>
<p><a title="Tanken von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4706205703/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1296/4706205703_e5573dd784.jpg" alt="Tanken" width="500" height="223" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Irgendwann wird es sogar in Cotonou mal Abend. Die riesige Menschenmenge, die vor dem Busbahnhof-Häuschen steht, will auch nach Ouagadougou. Zum Glück haben wir das Ticket ja schon. Nur dass man sich bei der grossen Anzahl an Menschen hier, kaum vorstellen kann, wie alle in einen Bus passen. Da heisst es vom Chef, dass man noch auf den zweiten Bus wartet. Dieser kommt von Nigeria. Und zwar voll.<br />
Hier steigen dann ein paar Leute aus, das Gepäck muss umgepackt werden, neue Leute steigen zu und wir müssen zusammen weiterfahren. Wegen der Sicherheit.<br />
Das kann ja heiter werden. Sieht schlecht aus mit der Abfahrt um 20 Uhr, denn der Bus aus Nigeria ist noch nicht da. Wollen die denn nicht, dass wir von hier endlich mal wegkommen?</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ob und wie die Fahrt weiter geht, erfährt ihr beim nächsten Mal&#8230;</p>
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		<title>Unbewusstes Bewusstsein</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 19:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Grand Popo, Benin Eigentlich ist uns seit zwei Monaten schon «unbewusst bewusst», wie es weiter gehen soll mit uns. Die richtige Entscheidung ist schon längst gefallen, nur traut sich keiner von beiden, diese so richtig auszusprechen. Aufmerksame Blogleser, die zwischen den Zeilen mitlesen ahnen es wohl. Nach über drei Jahren herumvagabundieren ist es nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Grand Popo, Benin</strong><br />
Eigentlich ist uns seit zwei Monaten schon «unbewusst bewusst», wie es weiter gehen soll mit uns. Die richtige Entscheidung ist schon längst gefallen, nur traut sich keiner von beiden, diese so richtig auszusprechen. Aufmerksame Blogleser, die zwischen den Zeilen mitlesen ahnen es wohl.<span id="more-5177442"></span></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nach über drei Jahren herumvagabundieren ist es nun soweit: wir werden die Heimreise antreten!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dies nun im Blog zu veröffentlichen macht das Ganze sehr offiziell ;-).<br />
Obwohl wir wissen, dass es die richtige Entscheidung ist, fällt sie uns schwer. Wir sind müde, haben die Nase voll vom Bus fahren, den Pass wollen wir nicht erneuern und das eintönige Essen (vorallem den Reis) kriegen wir schon lange nicht mehr hinunter. Und auf die Familie und die Freunde freuen wir uns ja auch. Und trotzdem. Diese Freiheit aufzugeben ist sehr schwierig.<br />
Ein «normales» Leben können wir uns im Moment kaum vorstellen, ein wieder eingliedern in die westliche Welt kommt uns abstrakt vor.<br />
Gleichzeitig haben wir uns an so viele verschiedene Lebensarten und Kulturen angepasst und gewöhnt, dass es eigentlich kein Problem sein sollte. Wir versuchen uns im Moment den Kopf nicht allzu sehr zu zerbrechen, nach dem wie und was. Wir haben in diesen Jahren gelernt, dass alles irgendwie den richtigen Lauf nimmt.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es war immer unser Traum und das Ziel dieser Reise selber zu entscheiden, wann Schluss sein soll. Kein Enddatum, Reiseplan oder sonst irgend etwas soll uns die Entscheidung abnehmen. Der Zeitpunkt ist nun einfach da. Auch wenn uns dieser Entscheid wagemutiger vorkommt, als vor drei Jahren die Zelte abzubrechen. Entschlossen haben wir uns in ein Internet-Kaffee gesetzt und einen Flug nach Europa gebucht. Ich weiss nicht ob ihr Euch vorstellen könnt, wie abartig das ist, wenn man auf den «OK»-Knopf drückt um den Flug zu bestätigen&#8230;<br />
Klar war immer, dass wir nicht im Winter zurückkehren wollen, es soll ja bald Sommer werden (hoffentlich?), somit haben wir drei Wochen vor Abflug einen Flug nach Marseille gebucht, damit wir noch ein Weilchen in Frankreich verbringen können. Den Rest unserer Afrika-Zeit verbringen wir bei Gildas am Meer (wo sonst?), doch Abfliegen wollen wir in dem Land, welches unser Herz gestohlen hat: Burkina Faso.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Somit geht dieser Reiseblog bald einem Ende entgegen. Es folgen noch die letzte Busfahrt, der Heimflug und andere Kleinigkeiten. Ist es nicht so, dass ein Ende immer der Beginn von etwas Neuem ist? Die Reise hat für uns kein Ende. Wir machen einfach mal eine Pause ;-).<br />
Ich befürchte, dass die Rückkehr und die Wiedereingliederung in «good old Europe» vielleicht abenteuerlich sein wird, als einige unserer Erlebnisse auf der Reise quer über die Erdkugel. Der Kulturschock wird wahrscheinlich grösser sein, als irgendwo sonst auf dieser Welt&#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Somit bis bald ihr Lieben&#8230;</p>
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		<title>Der Popo wird gross in Grand Popo</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 15:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Grand Popo, Benin Der Aufenthalt in Benin ist relativ schnell erzählt. Abgesehen von ein paar Ausflügen und Besuche in anderen Städten, verbringen wir die meiste Zeit in Grand Popo. Wir lernen Gildas immer besser kennen, freunden uns an und verbringen eine gute Zeit mit dem liebenswürdigen Bar-Besitzer. Er lädt uns zum Frühstück zu sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Grand Popo, Benin</strong><br />
Der Aufenthalt in Benin ist relativ schnell erzählt. Abgesehen von ein paar Ausflügen und Besuche in anderen Städten, verbringen wir die meiste Zeit in Grand Popo. Wir lernen Gildas immer besser kennen, freunden uns an und verbringen eine gute Zeit mit dem liebenswürdigen Bar-Besitzer. </span></p>
<p><a title="Manu, JC, Gildas von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606334043/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1058/4606334043_9437b00789_m.jpg" alt="Manu, JC, Gildas" width="240" height="132" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Er lädt uns zum Frühstück zu sich nach Hause ein oder wir fahren im «Lion Mobil», seinem Gelb-Rot-Grünen Auto in der Gegend herum. Ein SEHR witziges Unternehmen.</p>
<p><a title="«Lion Mobil» von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606334353/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3600/4606334353_9252e296ff_m.jpg" alt="«Lion Mobil»" width="180" height="240" /></a><span id="more-5177433"></span></p>
<p><a title="Bei Possotomé von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606950384/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4060/4606950384_dd8d223d71.jpg" alt="Bei Possotomé" width="500" height="115" /></a></p>
<p><a title="Vollgeladen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606335877/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3391/4606335877_e5f616a32d_m.jpg" alt="Vollgeladen" width="180" height="240" /></a></p>
<p><a title="Zem von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606951488/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1234/4606951488_9f7fe8619d_m.jpg" alt="Zem" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Überladen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606333759/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1123/4606333759_fc1d830a44_m.jpg" alt="Überladen" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ansonsten plaudert man angeregt mit unterhaltsamen Reisenden, die in der Lion Bar vorbei kommen. Man kann hier stundenlang zusammen reden und hat sich keinen Meter vom Stuhl bewegt. ;-) Vielleicht kommt daher der witzige Name des Örtchens.<br />
Ansonsten geniesst man die Ruhe, wenn gerade niemand da ist. Man lässt die Seele baumeln und kann die Batterien voll aufladen.</p>
<p><a title="Afrikanischer Dinosaurier von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606952948/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1416/4606952948_e075150c5c_m.jpg" alt="Afrikanischer Dinosaurier" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Wellenspiel von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606953706/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3581/4606953706_a8ac61945d_m.jpg" alt="Wellenspiel" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Gemütlich in Grand Popo von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606338097/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4026/4606338097_0586a51275.jpg" alt="Gemütlich in Grand Popo" width="500" height="174" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"><br />
Wir verbringen ausserdem eine Woche in Ouidah, bei Franzosen, die hier leben und uns zu sich nach Hause einladen. Auch danach zieht es uns nach Grand Popo zurück.</span></p>
<p><a title="Die Dächer von Ouidah von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606949084/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1116/4606949084_aea7c59553.jpg" alt="Die Dächer von Ouidah" width="500" height="176" /></a></p>
<p><a title="Raufschaun von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606332885/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3417/4606332885_3ff5d2951a_m.jpg" alt="Raufschaun" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Lion Bar von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606952620/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4606952620_84fbcbbb63_m.jpg" alt="Lion Bar" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Lion von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606336469/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1191/4606336469_d6fd4bc81f_m.jpg" alt="Lion" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Drei Jahre vagabondage werden in der Lion Bar gefeiert (die sich gleich noch mit 3 Jahre Geburtstag der Bar kreuzen) und als wir uns schon definitiv von Gildas verabschiedet haben und am anderen Ende des Landes sind, kommt uns in den Sinn, dass JC bald Geburtstag hat. Wo wenn nicht in der Lion Bar soll man seinen Geburtstag feiern? ;-) Das Hallo ist gross, als wir schon wieder mit unserem Gepäck durch den Sand spazieren&#8230;</p>
<p><a title="Feiern von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606952068/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3130/4606952068_27e0ef1de3_m.jpg" alt="Feiern" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Grand Popo ist ausserdem ein guter Ort um herauszufinden, was weiter passieren soll.<br />
Es stehen im Moment ein paar Steine im Weg. Die Regenzeit kommt immer näher und legt jetzt schon oft genug ihren nassen Mantel über uns.</p>
<p><a title="Regenzeit von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606950876/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3400/4606950876_f618e2f501_m.jpg" alt="Regenzeit" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Regen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606950670/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1216/4606950670_050565ec05_m.jpg" alt="Regen" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">In Togo, dem Nachbarland herrscht im Moment mehr Unruhe als Frieden, dasselbe in Nigeria. Niger hat soeben einen Putsch hinter sich. Wir sind also ein bisschen «eingeklemmt».<br />
Dann wäre da noch der Pass. Es ist gerade noch eine einzige Seite im Pass leer. Einen neuen Pass machen lassen, was Geld kostet, über zwei Wochen geht, ganz zu Schweigen von all den Papieren, die man in Europa organisieren müsste? Auf welches Land sollen wir uns sonst konzentrieren? Oder vielleicht doch nochmals zurück nach Burkina Faso?<br />
Die Müdigkeit. Busreisen in Afrika sind mehr als ermüdend. Nach drei Jahren vagabondage sowieso. Die Neugier des Weiterreisens ist stets noch vorhanden (wird wohl nie weniger), aber nur schon der Gedanke an die nächste Busfahrt lässt einen schwanken, ob man sich überhaupt fortbewegen will. Dann wäre da noch das schon erwähnte «Problem» mit dem sich verabschieden.</p>
<p><a title="Betörend von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606337391/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1257/4606337391_39515d1cf7_m.jpg" alt="Betörend" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir wissen im Moment nicht, wohin mit den vielen Gedanken. Täglich tauchen neue Möglichkeiten und Ideen auf, welche beinahe gleichzeitig wieder verworfen werden.<br />
Wir haben gelernt, dass man Plänen ein bisschen Zeit geben muss und sich oft neue Türen öffnen, wenn man die Augen offen hält.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Bis zum nächsten Mal mit noch mehr Plänen ;-)</p>
<p><a title="Hausmauer von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606335303/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1249/4606335303_86c1e4e5a4_m.jpg" alt="Hausmauer" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Zem von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4606949310/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1351/4606949310_867a962942_m.jpg" alt="Zem" width="240" height="180" /></a></p>
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		<title>Ab nach Benin</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 09:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Grand Popo, Benin Nachdem wieder eine längere Zeit in Bobo verstrichen ist, heisst es definitiv von allen Abschied nehmen. Es zerreisst einem das Herz, sich von all den tollen Bekanntschaften, die wir in Bobo gemacht haben zu verabschieden. Das Lächeln dieser fröhlichen Menschen zu verlassen, das herzliche «Bonne Arrivée» beim Willkommen heissen, die jauchzenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Grand Popo, Benin</strong><br />
Nachdem wieder eine längere Zeit in Bobo verstrichen ist, heisst es definitiv von allen Abschied nehmen. Es zerreisst einem das Herz, sich von all den tollen Bekanntschaften, die wir in Bobo gemacht haben zu verabschieden.</p>
<p><a title="Kindergruppe von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571732338/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3485/4571732338_229ec96b8f_m.jpg" alt="Kindergruppe" width="240" height="180" /></a><span id="more-5177427"></span></p>
<p><a title="Bobo-Dioulasso von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571105659/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4571105659_ed2fe3943a_m.jpg" alt="Bobo-Dioulasso" width="240" height="181" /></a></p>
<p><a title="Kinder in Bobo von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571784606/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4003/4571784606_189dba71c4_m.jpg" alt="Kinder in Bobo" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Lächeln dieser fröhlichen Menschen zu verlassen, das herzliche «Bonne Arrivée» beim Willkommen heissen, die jauchzenden Kinder die ständig «Toubabou – le Blanc – Toubabou – le Blanc» singen. Es ist ausserdem unser letztes Konzert, wo Matthieu mit spielt.</p>
<p><a title="Konzert von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571139815/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4057/4571139815_29c500ac23_m.jpg" alt="Konzert" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Tanz von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571768070/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4571768070_ef680b0cbe_m.jpg" alt="Tanz" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Irgendwie macht uns das Verabschieden je länger je mehr zu schaffen. Ständig sagen wir jemandem auf Wiedersehen. Menschen mit denen man eine gute Zeit verbracht hat. Vielleicht nur ein paar Stunden, manchmal Wochen.</p>
<p><a title="Fahrt durch Bobo von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571751958/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4039/4571751958_3f335253f5_m.jpg" alt="Fahrt durch Bobo" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Boutique von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571112285/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4006/4571112285_9701889d55_m.jpg" alt="Boutique" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Menschen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571125845/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3479/4571125845_5e6a51e297_m.jpg" alt="Menschen" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gemeinsam mit Matthieu geht es früh zur Busstation. Ein Kaffee wird zusammen getrunken, Umarmungen ausgetauscht – wir sind richtig traurig auf der Fahrt zurück nach Ouagadougou. In der Hauptstadt hält uns diesmal nichts, nur umsteigen. Ohne Schwierigkeiten kommen wir am späten Nachmittag in Fada-Ngourma an. Die stoppelige Landschaft weit nach Ouagadougou ist trocken und eintönig.</p>
<p><a title="Trockene Landschaft von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571724390/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3477/4571724390_5c6c2e52bc.jpg" alt="Trockene Landschaft" width="500" height="176" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am nächsten Tag nimmt uns beinahe ein leerer Tanklastwagen mit. Leider hat er gerade eine Panne, die länger dauert. Also doch der Bus. Es ist unglaublich heiss an diesem ausgedorrten Ort. Man hat buchstäblich das Gefühl, die Feuchtigkeit wird einem aus der Haut gezogen.<br />
Die Grenzüberquerung geht relativ schnell, einzig dass JC dem Beamten genau auf die Finger schaut, wohin der Ausreisestempel kommt: der Pass ist so gut wie voll!</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der Norden Benins ist deutlich grüner. Natitingou, der erste Halt im neuen Land ist nicht viel grösser als was man von der Durchfahrtsstrasse sieht.<br />
Als erstes fällt auf, dass niemand grüsst. Kein Hallo, kein Wort, noch weniger ein «Bonne Arrivée». Das Lächeln ist auch verschwunden. Was ist denn hier passiert? Herrscht Nationaltrauertag?<br />
Wir denken es liegt an uns, weil Burkina Faso und deren Leute uns so gefallen haben, dass wir einfach traurig sind.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Frisch ausgeruht mit viel Willen den neuen Ort auszukundschaften, wird ins Zentrum marschiert. Die Trauer im Gesicht ist nicht von den Menschen gewichen. Heute kommen neue komische Angewohnheiten dazu. Unzählbare Personen kommen auf uns zu – grüssen – und wollen entweder Geld oder ganze Kleidungsstücke die wir tragen, oder sonstige Hilfe. Nicht etwa Bettler, kaum angezogene Menschen oder Kinder! Korrekt gekleidete Herren auf Motorrädern halten und versuchen anscheinend einfach mal ihr Glück. Am Ende des Tages geht das einem ordentlich auf die Nerven. Als Weisser wird man immer wieder nach Geld gefragt oder um Hilfe gebeten. In gewissen Ländern ist es stärker als in anderen, andererseits war es noch nie so intensiv und mühsam wie hier. Keine Ahnung was hier los ist!<br />
Wir flüchten vom Norden und Düsen mit einem neuen, chinesischen Bus direkt nach Cotonou. Es ist sowieso zu heiss im Norden.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Fahrt quer durch Benin nach Cotonou geht etwa acht Stunden. Acht Stunden mit einem wahnsinnigen Chauffeur, der Hupkrankheit hat. Anstelle langsamer durch Dörfer zu fahren, wo sich ständig Kinder, Verkäufer, Velofahrer und Fussgänger aufhalten, hupt man einfach. Acht Stunden lang unbekümmertes Hupen. Da es sich um einen chinesischen Bus handelt, hört man im innern des Busses mehr von der Hupe als draussen.<br />
China überschwemmt (West)afrika mit ihrer miserablen, billigen Ware. Nicht mal Zündhölzer funktionieren richtig, oder brennen einem den Kopf ab.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Land ist sehr grün und wird noch grüner, um so südlicher man fährt. Und feuchter. Als wir mittags aus dem gekühlten Bus steigen haut es uns fast um. Gefühlte 100 % Luftfeuchtigkeit mit um die 40 Grad Aussentemperatur. Zum Umfallen heiss. (Morgens um 7 Uhr waren es schon 26 Grad)</p>
<p><a title="Mittagsstopp von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571719734/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4571719734_4720df03c7.jpg" alt="Mittagsstopp" width="500" height="190" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die schöne, saftige Landschaft hört vor Abomey-Calavi abrupt auf. Undefinierbares Grossstadtleben. Cotonou taucht noch lange nicht auf. Unfertige Gebäude, unzählbare Autos, Busse, alles und jeder hupt, die Stimmung ist sehr aggressiv auf all das drückt obendrein noch diese Hitze.</p>
<p><a title="Vor Abomey-Calavi von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571080827/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4015/4571080827_b881db5e3c_m.jpg" alt="Vor Abomey-Calavi" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nur schon der Anblick von Cotonou macht es unmöglich hier zu übernachten. Wer genau sagte, Ouagadougou sei chaotisch? Wir? Ouagadougou ist ein ruhiges Dorf im Gegensatz zu dem da!<br />
Spontan steht Porto Novo auf der Liste. Cotonou ist zwar Wirtschaftszentrum und Sitz der Regierungsbehörden, Hauptstadt ist hingegen Porto Novo.<br />
Am grossen Platz «L&#8217;étoile Rouge» leert sich der Bus von seinem Inhalt, worauf sich gleich eine Horde wildgewordener «Zem» um uns zingeln.<br />
«Zemi-Johns» oder kurz «Zem» sind Moto-Taxis. Die Idee von einem «Zem» wäre schneller in der Stadt vorwärts zu kommen, allerdings schwirren sie in einer unglaublichen Anzahl herum, dass man sowieso in einem «Zem»-Stau landet.<br />
Vor der Fahrt muss der Preis ausgehandelt werden, was schwierig ist, wenn man keine Ahnung hat, wo man ist und wohin man will. Ist man soweit packt der Fahrer das Gepäck zwischen seine Beine auf den Benzintank der 125er-Motos, selber hockt man hinten, es kann los gehen. Wenn es der Platz zulässt düsen sie im Affentempo auf das Rotlicht zu, welches geradeso gerne übersehen wird, man endet in einem Gewühl von «Zem» und Autos und hofft nur, die Fahrt zu überleben.<br />
JC ist weit hinten, ich hoffe ihn im Gewimmel nicht zu verlieren. Ich sage meinem Fahrer er solle stoppen, weil ich plötzlich sehe wie JC und sein Chauffeur absteigen und herumzanken. Mit hochrotem Kopf erklärt JC, dass ihn sein Fahrer nicht zum Markt bringen will, sondern direkt nach Porto Novo. Nach einer nervenaufreibenden Diskussion landen wir dennoch am Markt, wofür die beiden Herren nun mehr Fahrtgeld wollen, als vorher abgemacht.<br />
Ich erhänge die beiden Männer in Gedanken und sehe sie wie sie an einem Galgen baumeln. Es hilft. Weiter streiten, bis sie uns endlich in Ruhe lassen.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nun nimmt man den Lärm und das komplette Durcheinander am Markt wahr. Wir stehen inmitten querparkierter Minibusse, das Gepäck verselbständigt sich und landet auf einem Dach. Wieder eine Debatte über den Fahrpreis, einsteigen, in den Sitz quetschen und warten. Die Sonne brennt, die Feuchtigkeit und Abgase kleben auf der Haut, die Aufregung der Menschen erinnert an einen Bienenstock und macht richtig nervös, Verkäufer reichen ihre Waren durch die Fenster, der Lärmpegel nimmt unbekannte Dimensionen an. Zum Glück ist der Minibus relativ schnell voll, die Abfahrt verzögert sich jedoch, weil unzählbare Büsschen unseres einklemmen. Ständig wird geschrien und gezankt, nichts geht ein bisschen gemütlicher von sich. Wir geben nur noch ein nervöses Lachen von uns, bis man nach etlichen Kreuzungen, Kreisel und Ampeln aus Cotonou draussen ist. Von der Landschaft her ändert sich nichts. Hässliche, unfertige Gebäude bis nach Porto Novo. Man fährt zwar an der Küste entlang, trotz allem ist vom Atlantischen Ozean nichts zu sehen. Wären da keine Ortstafeln, würde man nicht mal merken, dass man sich nicht mehr in Cotonou befindet.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">In Porto Novo beginnt erneut ein Nahkampf mit den «Zem». In der Hauptstadt scheint genauso allgemeine Traurigkeit ausgebrochen zu sein. Es ist zugegebenermassen ein bisschen besser als in Cotonou, trotzdem alles andere als umwerfend. Für heute verbarrikadieren wir uns erstmal im Zimmer.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Zum Frühstück (es ist schon bisschen spät) finden wir nichts anderes als «Pâte» mit Ratte. Keine Stadtratte, Ratten aus der «Brousse», sehen eher wie grosse Biber aus. Probieren. Das zähe Fleisch ist mit einer dicken, Fetthaut überzogen, das Fleisch direkt unter der Haut ist sehr stark im Geschmack. «Pâte» ist in der Konsistenz wie «Tô», den wir sowieso nicht mehr sehen können. Der kurze Traum von Kaffee und Gipfeli kommt auf.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Benin hat eine bedeutende Position in der Sklaverei-Geschichte, so treffen wir abends in einer Bar auf gute Salsa-Rhythmen. Ein bisschen Musik-Abwechslung tut gut.<br />
Doch auch hier. Im Prinzip sollte es fröhlich zu und her gehen, Leute die tanzen, aber sie sehen alle traurig aus. Man wird nicht begrüsst und ist leicht transparent. Ich gebe nicht auf und bleibe bei meinen Spässen, um wenigstens ein Lächeln zu bekommen.<br />
Macht man in Mali und Burkina Faso ständig untereinander kleine Scherze um das Eis zu brechen, ist hier anscheinend nichts zu machen. Vorher lacht der Kühlschrank hinter der Bar – oder ich muss an meinem Humor arbeiten.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir erinnern uns an das eigentliche Ziel in Benin: das Meer. Endlich wieder einmal die Weite des Ozeans sehen. Und eine kühle Brise wäre in dieser Hitze ebenfalls nicht schlecht.<br />
Benin ist der Geburtsort des Voodoo und hat eine Schlüsselstellung in der Geschichte der Sklaverei. Über beides kann man in Ouidah näheres erfahren, das Meer ist ausserdem nicht weit.<br />
In Porto Novo geraten wir erneut in Auseinandersetzungen mit den «Zem», die siebenmal um die Stadt herum fahren wollen, hingegen nicht zum Kollektivtaxi-Bahnhof. Bei den Taxis angekommen geht schliesslich auch alles drunter und drüber. Die Beniner scheinen eine Gabe zu haben, einem den letzten Nerv zu rauben.<br />
Jedes Mal staunt man über die unvorstellbare Entwicklung der Diskussionen und Dimensionen die das sich platzieren mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Land annimmt. Plötzlich taucht ein sehr klares Bild in mir auf: Cocktails.<br />
Jemand hat von Cocktails am Meer in Grand Popo erzählt. Schon geht alles schneller, zu viert auf dem Rücksitz eines ausgedienten Autos geht es Richtung Grand Popo.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es ist uns bewusst nach drei Jahren Reisen in Bussen, Taxis, Minibussen und sonstigen Gefährten nicht mehr die besten Transportmittel-Nerven zu haben. Inzwischen sind wir jedoch einiges gewohnt, nur was hier abgeht ist nicht normal.<br />
Der Glauben ist immer noch gross, dass die Unfreundlichkeit und das Benehmen der Beniner an uns liegen muss, langsam kommen aber Zweifel auf.<br />
Zum Glück fahren wir durch Cotonou hindurch ohne das Auto wechseln zu müssen. Bis nach Ouidah sieht es ähnlich aus. Kaum Landschaft, nur Auslauf-Grossstad-Chaos. Und manchmal wünscht man sich sogar im Auto eine Maske.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Grand Popo ist richtig klein. Schnell ist man in der «Lion Bar» mit den berühmten Cocktails. Der erste Anblick ist das Meer, der zweite der lachende Gildas beim Frühstück. Wir werden herzlich begrüsst. Herzlich. Man plaudert und lacht, wir fühlen uns prompt pudelwohl.</p>
<p><a title="Grand Popo von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4571709312/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4023/4571709312_3bfd58cc0a.jpg" alt="Grand Popo" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es gibt nicht nur eine Bar, sondern auch sehr gemütliche Zimmer. Es ist alles wunderschön dekoriert, das ganze Haus in Rot-Gelb-Grün gehalten. Gildas, der Besitzer ist ein Rasta mit einer grossen Liebe zum Reggae. Von hier kriegt uns so schnell niemand mehr weg. ;-)</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">PS: Wir nähern uns mit dem Blogtext der Aktualität! Grüsse aus Grand Popo ;-D</p>
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		<title>Die rollende Hauptstadt</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 16:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Ouagadougou, Burkina Faso Nachdem sogar wir einsehen, das Piste fahren für unsere Motorräder (und Nerven) nicht optimal ist, heisst das grosse Ziel der Mobylette-Reise nur noch Ouagadougou. Die Hauptstadt mit dem entzückendsten Namen der Welt. Nach einem Kondensmilch-Kaffee ist alles startklar. Ab ins Zentrum zum Kreisel, rechts abbiegen Richtung Ouagadougou. Längere Zeit zieht typische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Ouagadougou, Burkina Faso</strong><br />
Nachdem sogar wir einsehen, das Piste fahren für unsere Motorräder (und Nerven) nicht optimal ist, heisst das grosse Ziel der Mobylette-Reise nur noch Ouagadougou. Die Hauptstadt mit dem entzückendsten Namen der Welt.</p>
<p><a title="Maskenball von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563240139/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3192/4563240139_54c1f90caf_m.jpg" alt="Maskenball" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nach einem Kondensmilch-Kaffee ist alles startklar. Ab ins Zentrum zum Kreisel, rechts abbiegen Richtung Ouagadougou.</p>
<p><a title="Am Kreisel in Bobo von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563780260/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3183/4563780260_7ddd32b679_m.jpg" alt="Am Kreisel in Bobo" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span id="more-5177423"></span>Längere Zeit zieht typische Stadt-Auslauf-Landschaft vorbei. Marktstände, gefüllt oder verlassen, Frauen, die allerlei am Strassenrand anbieten, dann ist man endlich draussen. Auf einer kleinen Erhöhung sieht man, wie sich die Strasse durch die gelblich-grüne Landschaft schlängelt. Gas geben und hinunter mit schlängeln. Heute ist ein guter Tag. Keine Reparaturen, keine Probleme. Mit kleinen Pausen unter schattenspendenden Bäumen kommt man nach 60 Kilometer in Koumbia an.</p>
<p><a title="Pause von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563230739/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3018/4563230739_5ace2c14d9_m.jpg" alt="Pause" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Örtchen zeigt sich von der schönen Seite. Eine kleine Brücke führt über einen bräunlichen See voller Leben. Fischer, die hüfttief mit Netzen im Wasser stehen, Frauen, die Wäsche waschen und Kinder die sich im kühlen Nass austoben.<br />
Das Dörfchen ist angenehm, mit einem kleinen Markt und einem «Maquis» mit grossen, gelben Flag-Tafeln (Bierwerbung).</p>
<p><a title="Flag Bier von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563785620/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3653/4563785620_f63a1bc1e8_m.jpg" alt="Flag Bier" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Pause von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563160971/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3318/4563160971_d1f403f5d2_m.jpg" alt="Pause" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ein geräumiger Innenhof lädt zum Verweilen ein, es ist Sonntag, viele Leute sind da. Wir tun es den Anwesenden gleich, schlürfen ein kühles Bier und schauen dem Treiben eine Weile zu, bevor die sieben Kilometer Piste zu einem «Campement» in Angriff genommen werden.</p>
<p><a title="Im Busch von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563187185/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3222/4563187185_2be90ae04f_m.jpg" alt="Im Busch" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Ab auf der Piste von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563798856/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3530/4563798856_73355e3dee_m.jpg" alt="Ab auf der Piste" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Auch auf der Piste rollt es heute gut. Nichts fällt ab, gemütlich geht es über die staubige Strasse, immer tiefer in die «Brousse» hinein. Die «Dekoration» um uns herum ist einladend, ebenso das «Campement». Der Eintopf dauerst etwas länger auf dem bisschen Holzkohle, schmeckt aber köstlich.</p>
<p><a title="Afrikanische Landschaft von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563800900/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3648/4563800900_9246c50f63.jpg" alt="Afrikanische Landschaft" width="500" height="114" /></a></p>
<p><a title="Vorbereiten von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563178905/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3041/4563178905_9bced1bcc4_m.jpg" alt="Vorbereiten" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Kochen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563813886/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3449/4563813886_0aef1fd961_m.jpg" alt="Kochen" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am nächsten Morgen macht der Gegenwind die Fahrt recht anstrengend. Der Kampf mit den Bussen geht weiter und man staunt über Lastwagen, die krabbenartig entgegen kommen. Irgendwie ist deren Fahrwerk gerade, nur das Gehäuse leicht schräg.<br />
Der nächste Stopp ist Pâ. Ein etwas komischer Ort, der eher zum durchfahren einlädt. Immerhin gibt es grilliertes Fleisch und erledigt sind wir ohnehin. Das Fleisch ist köstlich an diesem Ort.</p>
<p><a title="Spaziergang von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563215671/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3139/4563215671_36e54f10c6_m.jpg" alt="Spaziergang" width="240" height="158" /></a></p>
<p><a title="Telefonieren von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563854780/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4049/4563854780_9d951433f7_m.jpg" alt="Telefonieren" width="240" height="172" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ein viertel Schaf liegt auf einer Metallplatte (meist ein altes Fass) mit Löchern, darunter lodert ein gutes Feuer. Das nackte Schaf wird frühzeitig grilliert, damit wirklich alles schön durch ist. Will man in den Genuss eines Stücks kommen, sagt man für wie viel und hofft auf wenig Fett und Knochen. Wenn man nicht gut schaut, geben sie einem gerne viel Knochen. ;-) Wir wählen ein saftiges Stück und geniessen es auf dem Teppich im Schatten der Mobylettes. Die Ware ist in Papier eingewickelt. Leere Zementsäcke. Der Verkäufer hat das Papier noch richtig gut abgeklopft. Inklusive Staubwolken. Vielleicht das Geschmacks-Geheimnis des Hauses.</p>
<p><a title="Fleisch, Bier und Mobylette von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563210361/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3644/4563210361_502edc49c5_m.jpg" alt="Fleisch, Bier und Mobylette" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Obwohl mein Töffli neue, kuriose Geräusche von sich gibt, gibt es zwei Pannenfreie Tage. Alle guten Dinge sind nicht drei, kurz vor Boromo gibt wieder nur der Motor Geräusche von sich, ansonsten stehe ich still. JC schleppt mich zum Mechaniker ab, an dem wir zum Glück soeben vorbei gefahren sind. Eine neue Achse bei den Pedalen muss her. Warten im Schatten, bis die Ersatzteile geholt und montiert werden. Gegen Mittag taucht Boromo auf, eine Stadt, die sich ziemlich genau in der Mitte der Hauptverbindungsstrasse befindet.<br />
Hier bleiben wir und erkundigen uns über die Elefanten, die hier öfter vorbei kommen. Allerdings sagt man, die seien im Moment nicht da. Wahrscheinlich ebenso auf Reisen. Sicherlich ohne Visa-Probleme, die Tiere kennen keine Grenzen und ziehen oft von Wasserloch zu Wasserloch. Somit hält uns hier nichts mehr.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Gefährte werden mit Flaschenbenzin gefüttert (Zapfsäule geht nicht) und schon sitzen wir wieder auf dem Sattel.</p>
<p><a title="Tankstelle von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563199775/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3328/4563199775_da105a96b2_m.jpg" alt="Tankstelle" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der Gegenwind kämpft immer noch gegen uns an. Der Asphalt wird immer schlechter, komischer Untergrund und Schlaglöcher in Kratergrösse verlangen viel Konzentration. Da es auf beiden Fahrbahnen löchrig ist, fahren alle Slalom, um den Hindernissen auszuweichen, also ein bisschen, wo sie wollen &#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dafür ist die Landschaft sehr schön. Gelbes, hohes Gras, das sich im Wind bewegt mit grünen Bäumen, Palmen und Mangos, die zu einer Verschnaufpause einladen.</p>
<p><a title="Gelbe Gräser an Hauptverbindungsstrasse von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563205137/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3635/4563205137_4d64cc0fb7.jpg" alt="Gelbe Gräser an Hauptverbindungsstrasse" width="500" height="168" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Unser Teppich ist auch für eine kleine Siesta willkommen. Da auf dem Weg nirgends eine Auberge auftaucht, es dafür Tomaten auf einem Markt zu kaufen gibt, wo wir Attraktion sind, geht es immer weiter bis nach Sabou. Ebenfalls ein seltsamer Ort. Überall stehen Tafeln von Hilfsorganisationen, alle reden stets von ihren Projekten und dass wir das nächste mal doch bitte mit einem Hilfsprojekt kommen sollen. Ist denn simpler Tourismus nicht mehr erwünscht?<br />
Ab jetzt erzählen wir nur noch, Mikroinvestitionen in kleinen und mittleren Unternehmen zu machen. Hört sich schaurig wichtig an und entspricht sogar der Wahrheit.</p>
<p><a title="Landschaft Richtung Koudougou von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563866432/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3493/4563866432_5af36c9e61.jpg" alt="Landschaft Richtung Koudougou" width="500" height="132" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Über die Piste soll es nach Koudougou gehen. Bis zu einer kleinen Brücke geht alles gut. Viele Betonkonstruktionen haben scharfe Kanten, wie der Übergang dieser Brücke. Im Sonnenlicht scheint der Rand höher, ich bremse zu abrupt und da JC hinter mir klebt gibt es einen kurzen Zusammenstoss. JC, die Holzkohle und das Töffli liegen am Boden verteilt. Der Pneu ist ein bisschen vom Felgen gerutscht und JCs Knöchel ist verstaucht. Trotz abgerutschtem Reifen schaffen es die Roller ins staubige und heisse Koudougou.</p>
<p><a title="Es ist heiss... von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563805874/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4021/4563805874_51d1b6db49_m.jpg" alt="Es ist heiss..." width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">JC&#8217;s Fussgelenk wird immer dicker, den Mobylettes geht es gleicherweise nicht so gut. An diesem Ort wird zunächst einmal Pause gemacht. Der Knöchel erledigt sich nach ein paar Tagen von selber, die Töffli werden geölt, gecheckt und fahrbereit gemacht. Ob wir es jemals nach Ouagadougou schaffen?</p>
<p><a title="Wir in der «Brousse» von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563825712/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3645/4563825712_45df75e1cb_m.jpg" alt="Wir in der «Brousse»" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Kaum zurück auf der grossen Verbindungsstrasse geht bei mir schon wieder nichts mehr. Alles blockiert. Und das nach einem Service. Nun ist es gröber: Kolben und Zylinder sind verklemmt. Es ist wirklich zum verrückt werden.<br />
Das gute in Afrika ist zugegebenermassen, dass alles repariert werden kann. Man weiss nur nie wie lange es hält. Wir haben schon Buspannen erlebt, wo das Problem mit Sekundenkleber behoben wurde &#8230;<br />
Der Mechaniker findet eine Zwischenlösung, belehrt uns, auf Flaschenbenzin zu verzichten (was tun, wenn es nichts anderes gibt?) und knöpft richtig viel Geld ab. Nachdem wir meckern meint er einfach: «Ich könnte noch mehr verlangen, schliesslich seid ihr Weiss». Mechaniker und Zahnärzte sind auf der ganzen Welt Diebe.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">So verlassen die zwei «Nassara» (im Norden ist man nicht mehr ein «Toubabou») langsam den Mechaniker und es geht viel schleppender weiter. Mein Motor verklemmt sich noch dreimal bis Ouagadougou. Immer wieder geht es nach einer anständigen Ölung weiter. Ein bisschen schneller als im Schritttempo zieht die «Willkommen in Ouagadougou»-Tafel vorbei. 360 Kilometer liegen hinter meinem Rücken. Das Herz schlägt höher, ich rede gut auf mein Töff ein, es wenigstens bis in die Stadt hinein zu schaffen.</p>
<p><a title="Moschee von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563202135/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3538/4563202135_4f15befe9e_m.jpg" alt="Moschee" width="240" height="94" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Einfahrt in die Stadt ist hässlich. Die Hauptstrasse wird verbreitert, überall herrscht Chaos, Staub und enorme Hitze. Mit einer Staubschicht auf der Sonnenbrille kämpfen wir uns durch die Umfahrung. Inmitten von Bussen, anderen Mobylettes, Verkäufer und Fahrradfahrer löst sich ununterbrochen die Kerze am Töff. Draht wieder befestigen, ankurbeln, weiter geht es. Der erste Eindruck ist nur: «Schnell weg von hier!»</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir überleben die Fahrt durch die Hauptstadt und quartieren uns vorerst für ein paar Tage ein. Pause für uns und die «Mobylettes». Wir sind keine grossen Fans von Grossstädten in Afrika, doch Ouagadougou haben wir uns anders vorgestellt (weil der Name so hübsch klingt). Somit kann man sich mit dem Wesentlichen beschäftigen: ein Visum für Benin organisieren.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ursprüngliches Ziel war von Burkina Faso nach Ghana zu reisen. Von mehreren Reisenden erfährt man, Ghana gebe seit kurzem keine Visa mehr heraus oder man trifft Leute die vier Stunden auf den Hauptkonsul einredeten und ne Menge Geld hinblätterten.<br />
In der Botschaft sagen sie einem nicht, ob es ein Visum gibt oder nicht. Das entscheide der Herr Botschafter. Nun gut, wenn ihr uns nicht wollt, es gibt noch andere Länder. Togo zum Beispiel. Von Togo rät man im Moment ab, man solle eher nach den bevorstehenden Wahlen kommen. Daher die Entscheidung zuerst nach Benin zu fahren. Das Visum bekommt man schnell.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ouagadougou rollt nur so über die Zunge und in der Hauptstadt von Burkina Faso rollt auch viel durch die Strassen: Mobylettes überall, zu hunderten düsen sie über den Asphalt und verstopfen den Weg.<br />
Ouagadougou lässt einen träumen – vom Namen her – aber der erste Eindruck ist für uns ein Albtraum. Man wühlt sich durch die Strassen und traut sich trotz Maske kaum zu atmen. Auf der Suche nach dem Konsulat von Benin rollen wir voll im Morgenverkehr. Ein Fehler. Eingequetscht und umzingelt von wahnsinnig gewordenen Grossstädtern düsen alle auf Grün los. Es stinkt. Rauchschwaden. Im Nachhinein ist es amüsant: wie ein eigenständiges Videospiel düsen alle auf zwei Rädern los. Der grössere und schnellere gewinnt – allerdings auch der mutigere. Denn als Mobylette lässt man sich nicht alles gefallen ;-).</p>
<p><a title="Verkehr in Ouaga von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563246679/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3428/4563246679_c4a3b99e05_m.jpg" alt="Verkehr in Ouaga" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es ist trotzdem eine lustige Zeit in «Ouaga» mit netten Bekanntschaften aus aller Welt oder nur zwei Häuser weiter. Beim Tierfutter Verkäufer, wo man erfährt, dass Baumwollsamen Hauptbestandteil in den trockenen Zäpfchen für das Getier seien. Netterweise gibt es dort einen Minikühlschrank. Dieser ist für die Menschen, gefüllt mit zuckersüssen «Blöterliwasser». Eine Wohltat für den Hals in der staubigen Stadt und natürlich auch zum verweilen.</p>
<p><a title="Mädchen in Ouagadougou von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4563883682/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3618/4563883682_781f5afa5b_m.jpg" alt="Mädchen in Ouagadougou" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es gäbe noch viel zu entdecken in Burkina Faso, aber nach all den Pannen und Problemen, die auch langsam am Portemonnaie nagen, haben wir genug vom Töffli fahren. So werden die beiden Roller in einen Bus gepackt und zurück nach Bobo gebracht. (Wobei der Bus vier Pannen auf der ganzen Retourstrecke hat.) Dort treffen wir Erwann und François wieder, die morgen jedoch leider nach Hause fliegen. Für uns ist es nun an der Zeit weiter zu reisen: nach Benin.</p>
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		<title>Mit 50 cm3 zu den Flusspferden</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Bobo-Dioulasso, Burkina Faso Als erstes kaufen wir uns eine Maske. Nach Banfora hatte JC während Tagen keine Stimme mehr, Halsweh und Husten kamen dazu. Eigentlich fahren die Meisten mit Masken herum. Die Luft ist sehr staubig und der Fahrtwind tut das übrige. Ab jetzt gilt uneingeschränktes Fahrgefühl. ;-) An einem Sonntag entscheiden Erwann, JC [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Bobo-Dioulasso, Burkina Faso</strong><br />
Als erstes kaufen wir uns eine Maske. Nach Banfora hatte JC während Tagen keine Stimme mehr, Halsweh und Husten kamen dazu. Eigentlich fahren die Meisten mit Masken herum. Die Luft ist sehr staubig und der Fahrtwind tut das übrige. Ab jetzt gilt uneingeschränktes Fahrgefühl. ;-)</p>
<p><a title="Brum - Brummmm von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550382667/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4008/4550382667_ec54096cae_m.jpg" alt="Brum - Brummmm" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">An einem Sonntag entscheiden Erwann, JC und ich zur «Mare aux Hippos» (Hippo-Weiher) zu fahren. Nördlich von Bobo gelegen über Teerstrasse und Piste zu erreichen. Es ist wirklich praktisch seinen eigenen fahrbaren Untersatz zu haben. Hier her kommt man mit dem öffentlichen Verkehr nicht.<span id="more-5177416"></span></p>
<p><a title="Piste von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550389051/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4023/4550389051_2d36c06ec3.jpg" alt="Piste" width="500" height="253" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es ist wunderbar mit dem Wind im Schneckentempo über die Strassen zu «zischen», die Landschaft zieht gemütlich an einem vorbei, man hat alle Zeit, jedem und allem zu winken, Hallo zu sagen und nach zu schauen. Nachdem die «Mobylettes» wieder einmal beim Doktor waren, (inzwischen haben wir einen Stamm-Mechaniker in Bobo) läuft alles ganz rund. So macht es Spass.<br />
Nach 40 Kilometer Teerstrasse wird links auf die Piste nach Bala abgebogen. Der erdige Untergrund ist in recht gutem Zustand. Auf Piste zu fahren macht irgendwie noch mehr Spass. Keine Busse und wütige Lastwagenfahrer, die einem Versuchen von der Strasse zu drängen. Wir glauben langsam, die machen sich einen richtigen Spass draus. Zwei «Toubabous» auf Mobylettes kommt nicht jeden Tag vorbei. Die Leute staunten schon, dass wir Bobo–Banfora mit den Töffli gemacht haben. Aber das ist nichts zu dem was noch kommt :-).</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Man weist uns an eine sich noch im Aufbau befindende «Auberge», wo wir den Gaskocher benutzen dürfen, die Eimerdusche wäscht den roten Staub ab, ein Camping-Pasta-Eintopf köchelt auf der kleinen Flamme, rundherum Ruhe und Natur – alle sind zufrieden.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am nächsten Tag wird richtig früh aufgestanden und zum kleinen See gefahren. Das Morgenlicht ist angenehm weich, wir möchten nur eins: in das Boot sitzen und auf Hippo-Suche gehen. Aber der Bootsführer und Guide sind noch nicht da. Die haben uns wohl gestern nicht ernst genommen, als wir eine Zeit abgemacht haben. Wie auch immer.</p>
<p><a title="Mare aux Hippos von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550403449/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4072/4550403449_20a7ea2079_m.jpg" alt="Mare aux Hippos" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Morgenstunde von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550396593/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4064/4550396593_fb3a763ae0_m.jpg" alt="Morgenstunde" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der morgen bleibt schön, die Bootsfahrt über den nicht mal so kleinen See ist beschaulich. Der Guide weiss viel über die Flora und Fauna die im und um das Wasser schwimmt, fliegt und wächst.</p>
<p><a title="Abreise von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551060184/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4044/4551060184_52fe056b9d.jpg" alt="Abreise" width="500" height="176" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Mit grossen Stäben stossen die beiden Herren das Boot über die blättrige, aber blaue Seeoberfläche.</p>
<p><a title="Bootsführer von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551117922/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4069/4551117922_e306d141b0_m.jpg" alt="Bootsführer" width="180" height="240" /></a></p>
<p><a title="Seeoberfläche von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550455779/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4068/4550455779_9b7776171f_m.jpg" alt="Seeoberfläche" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Die ersten Hippos lassen nicht lange auf sich warten. Eine Mutter mit ihrem Jungen.</p>
<p><a title="Wer kommt da? von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551056536/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4057/4551056536_d1bf9f8964_m.jpg" alt="Wer kommt da?" width="240" height="160" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir dachten schon, das war&#8217;s, wie in Banfora, aber wir treffen noch eine Herde, die sich im Wasser tummelt. Sie spielen miteinander, schwimmen. Es ist ein friedlicher Ort, mit viel Natur gesegnet, wo genug Zeit bleibt, allerlei Tiere zu beobachten.</p>
<p><a title="Hippos von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550473759/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4550473759_86db0347bf_m.jpg" alt="Hippos" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Tiere von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551102652/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4034/4551102652_95ced6ac8a.jpg" alt="Tiere" width="500" height="204" /></a></p>
<p><a title="Einsam von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551050860/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4022/4551050860_1c82f8d7be_m.jpg" alt="Einsam" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Grosses «Füdli» von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550430141/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4070/4550430141_1d72a9ac1f_m.jpg" alt="Grosses «Füdli»" width="240" height="160" /></a></p>
<p><a title="Trocknen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551072930/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4061/4551072930_d5e9f7e837.jpg" alt="Trocknen" width="500" height="236" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Auf der Rückfahrt zur Teerstrasse, zurück nach Bobo, hat JC eine Panne. Es ist nur der fehlende Benzin.</p>
<p><a title="Panne von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551124682/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4040/4551124682_b554a2549e_m.jpg" alt="Panne" width="180" height="240" /></a></p>
<p><a title="Abschleppen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550494353/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4001/4550494353_37ebe4b90b_m.jpg" alt="Abschleppen" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir schleppen ihn ab, bis ins kleine Kreuzungsörtchen Satiri, wo man mit Handpumpe dem Gefährt den nötigen Kraftstoff einflösst. Sehr zur Freude der Kinder. Es ist halt doch sehr witzig mit den «Töffli» unterwegs zu sein.</p>
<p><a title="Von Kindern umzingelt von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4550511259/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4051/4550511259_d13644e9ee_m.jpg" alt="Von Kindern umzingelt" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="WAS erzählen die da? von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4551140006/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4072/4551140006_bb0a030102_m.jpg" alt="WAS erzählen die da?" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Auf dem Rückweg nach Bobo, wird wie verrückt allen Vorbeikommenden zugewinkt. Es wird viel gearbeitet an den angrenzenden Feldern zur Strasse. Kaum hat Erwann den Kopf vom Backstein-Hersteller weggedreht, ist es schon zu spät. Obwohl der Karren voll Kohl von einem lahmen Esel gezogen wird hat er ihn nicht gesehen und knallt volle Wucht in den Holzwagen hinein!<br />
Der Zusammenstoss endet am Strassenrand im Schatten. Abgesehen vom Oberschenkel, der wirklich unhübsch aussieht und ein paar lahmen Kohlblättern die auf der Strasse liegen, ist zum Glück nichts passiert. Das gemietete Moped hat nicht mal einen Kratzer. Das hätte wirklich übler ausgehen können.<br />
Nachdem sich alle vom Schreck oder vom kleinen K.O. erholt haben und die Menschenmenge sich aufgelöst hat, geht es – unwinkend und unfallfrei – nach Bobo zurück.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es war, abgesehen vom Unfall, ein guter Ausflug. Nachdem ich auf der Piste fast den ganzen Motor verloren hätte von den Vibrationen der Piste, wird das in Bobo wieder geregelt. Wieder verbringen wir mehr Tage in Bobo als gedacht. Planen tut man in dieser Stadt lieber nichts ;-) Bald ist es soweit für die «grosse Reise» mit den Mobylettes – nichts soll uns von all den Pannen abhalten. Bis zum nächsten Mal wieder!</p>
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		<title>Die Haare im Wind</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 13:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Banfora, Burkina Faso Die ursprüngliche Idee ist ein richtig grosser Streifzug mit den «Bikes» zu machen. Erste Etappe ist das 80 Kilometer entfernte Banfora. Das Städtchen und die umliegende Region ist wahrscheinlich die Gegend, die am meisten Touristen anzieht. Schweren Herzens verlassen wir Bobo. Ein vorläufiges Verabschieden bei Matthieu und Erwann, denn François ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Banfora, Burkina Faso</strong><br />
Die ursprüngliche Idee ist ein richtig grosser Streifzug mit den «Bikes» zu machen. Erste Etappe ist das 80 Kilometer entfernte Banfora. Das Städtchen und die umliegende Region ist wahrscheinlich die Gegend, die am meisten Touristen anzieht.</p>
<p><a title="Es kann los gehen! von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545475387/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4545475387_f76c51a7c6_m.jpg" alt="Es kann los gehen!" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span id="more-5177411"></span>Schweren Herzens verlassen wir Bobo. Ein vorläufiges Verabschieden bei Matthieu und Erwann, denn François ist unterdessen weiter gereist. Die Mopeds sind schwer, Balance zu halten beim Pedalen um den Motor in Schwung zu bringen schwierig. Guten Mutes geht es über die löchrige Piste zum «Goudron», der Teerstrasse, die ins Zentrum führt. Ein breites Grinsen im Gesicht, kann die Freude nicht verbergt werden. Kaum auf der Teerstrasse läuft zwar mein Motor noch, wirklich vorwärts geht es nicht mehr. Beginnt ja schon gut. War mein Moped (ich fahre mit dem von Matthieu) nicht gerade in der Totalrevision?</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Gute in Afrika ist, dass es beinahe unter jedem schattenspendenden Baum einen Mechaniker gibt. Nur gibt es zu viele schattenspendende Bäume. Das Kugellager ist im Eimer. Warten auf einer Holzbank bis ein neues Kugellager gekauft wird und gut geölt aufmontiert ist.</p>
<p><a title="Schon wieder beim Mechaniker von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546094508/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4050/4546094508_a9d97a82ed_m.jpg" alt="Schon wieder beim Mechaniker" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Zeit für eine Weiterfahrt ist sehr ungünstig: Mittag. Es ist unglaublich heiss, Sonnenbrand lässt grüssen, aber es ist einmalig im 30er-Tempo über die Strasse zu rattern. Die Haare im Wind liegt Bobo bald hinter uns. Die Landschaft geht vom gelblichen Gras ins saftige Grün über. In diesem Tempo hat man genug Zeit alles aufzunehmen.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Trotz der langsamen Geschwindigkeit hört man grundsätzlich nichts auf einem Moped. Der Wind bläst stark in entgegengesetzte Richtung, die kleinen Motorräder vibrieren wie verrückt, so dass man eine halbe Stunde nach Halt noch zittert – eine Harley ist nix dagegen ;-).</p>
<p><a title="Durch die Landschaft durch von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546061082/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4024/4546061082_083822ef33_m.jpg" alt="Durch die Landschaft durch" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Da erschrickt man ganz schön, wenn ein wahnsinnig gewordener Busfahrer, knapp an einem vorbei überholt. Man gewöhnt sich an, regelmässig nach hinten zu spähen. Da auf den Strassen die ungeschriebene Regel des Grösseren gilt, ist es ein bisschen gefährlich, wenn man an den Strassenrand gedrückt wird.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Helmpflicht? In Afrika gibt es kaum Pflichten, daher fühlt man sich wahrscheinlich so frei hier. Ich wüsste nicht einmal, wo man einen Helm kaufen könnte. Kommt dazu dass sich die Meisten der Bevölkerung keinen Helm leisten könnten.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Irgendwo in der Hälfte dreht mein Gefährt komplett durch. Ein Höllenlärm herrscht plötzlich. Was ist nur los? Ah, ich habe die Hälfte meines Auspuffs verloren. Wird ebenfalls repariert. Erschöpft, klebrig und staubig kommen wir in Banfora an. Zwei Reparaturen an einem Tag sind mehr als genug.</p>
<p><a title="Schöne Strecke zum See von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545485361/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4066/4545485361_f298a3bac7.jpg" alt="Schöne Strecke zum See" width="500" height="176" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Vollgetankt und bepackt mit frischem Gemüse, geht die Fahrt am nächsten Tag zum See Tangriéla, wo es Flusspferde geben soll. Beim See muss man sich mit einem Bootsführer über die Besichtigungszeit einigen. Das «Campement», direkt am grossen Weiher wäre ein ruhiger Ort, wenn nicht gerade eine ganze Reisegruppe neun Zelte aufbauen würde.</p>
<p><a title="Seerosen auf dem See von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546015458/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4025/4546015458_579ec0af71_m.jpg" alt="Seerosen auf dem See" width="240" height="160" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Spätnachmittags sind wir an der Reihe und steigen in das Bötchen. Die Beschreibung dauert so lange wie die Bootsfahrt: nicht lange. Abgesehen von drei Nilpferd-Augenpaaren gab es nicht viel zu sehen.</p>
<p><a title="Lustiger Vogel von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546021820/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4546021820_caa72491d8_m.jpg" alt="Lustiger Vogel" width="240" height="158" /></a></p>
<p><a title="Hörner von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546048872/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4040/4546048872_4cfc2a94a7.jpg" alt="Hörner" width="500" height="252" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Hinter uns folgen schon neue Bötchen mit bleichen Engländern und grossen Hüten. Das ist zu viel und nun gar nicht unser Ding. Dafür gibt es zum ersten Mal etwas leckeres aus dem neuen Kochtopf und fallen mit vollen Bäuchen ins Bett.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Am folgenden Tag geht es kurz zurück nach Banfora, Wasser aus dem Brunnen auffüllen und weiter Richtung Wasserfall. Nun sind diese Zeilen schneller geschrieben, als mein Moped wollte.</p>
<p><a title="Piste von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546073516/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4004/4546073516_6690638c1f_m.jpg" alt="Piste" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Irgendwo im nirgendwo, mitten auf der Piste, natürlich ist es auch noch mittag, geht bei mir gar nichts mehr. Kein Motorgeräusch, nicht mal annähernd, null Weiterfahrt. Muss die Kerze sein. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, WIE heiss es ist wenn man ein vollbepacktes «Töffli» unter der afrikanischen Sonne schieben muss! So heiss, dass man nur noch weinen möchte und sich fragt von wem diese blöde Idee war ;-).</p>
<p><a title="Gelbe Landschaft von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545996600/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4002/4545996600_f0363be90c_m.jpg" alt="Gelbe Landschaft" width="240" height="160" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der erste Mechaniker taucht auf. Problem: Vergaser fast abgefallen und hält nur noch mit den Kabeln! Keine zehn Minuten nach der Reparatur, wieder eine Panne. Benzin läuft aus, der Schlauch ist raus gerutscht. Diese Pisten! So kann es einfach nicht weiter gehen &#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir schaffen es trotzdem bis zu den Wasserfällen. Da der Tag nicht sehr gut angefangen hat und die Möchtegern-Reisebegleiter ihr übriges dazu tun, wird es nur ein kurzer Abkühlungsbesuch im Wasser.</p>
<p><a title="Wasserfall bei Banfora von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4546158762/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4028/4546158762_2ab2a7f060_m.jpg" alt="Wasserfall bei Banfora" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Mangobäume von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545367609/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4545367609_a7cee9a4b6.jpg" alt="Mangobäume" width="500" height="132" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Es muss eine Entscheidung gefällt werden. Die vielen Pisten tun den Mopeds nicht gut, was wohl heisst vom Vorhaben auf der Naturstrasse nach Gaoua zu fahren, abzusehen.</p>
<p><a title="Landschaft mit Baobab von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545355525/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4052/4545355525_ed403c9ef9_m.jpg" alt="Landschaft mit Baobab" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Was soll getan werden? Vorerst fahren wir unverhofft nach Bobo zurück und schauen dann weiter. Die Retourfahrt vergeht wie im Flug und ohne Probleme. Scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein.</p>
<p><a title="Spass von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545345151/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4014/4545345151_10e2415ae4_m.jpg" alt="Spass" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="... und weg. von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545969956/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4012/4545969956_d4c2de94cf_m.jpg" alt="... und weg." width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ein grosses Hallo herrscht, als wir schon nach so kurzer Zeit wieder zurück kommen. Schliesslich verbringen wir erneut ein paar Tage mehr als vorhergesehen in Bobo (scheint zur Gewohnheit zu werden) und feiern noch meinen Geburtstag.</p>
<p><a title="Kinder von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545448641/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4545448641_dc29a3123e_m.jpg" alt="Kinder" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ob es mit den Mopeds nun weiter geht oder nicht, erfahrt ihr beim nächsten Mal.</p>
<p><a title="Häuser von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545934300/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4046/4545934300_dd1de833a8.jpg" alt="Häuser" width="500" height="224" /></a></p>
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		<title>Mopeds und Baumwollsauce</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 14:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vagabondage</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62; Bobo-Dioulasso, Burkina Faso Haupttransportmittel in Burkina ist das «Mobylette», Moped oder «Töffli» wie man in der Schweiz sagt. Genau diese, mit denen bei uns die 14-jährigen herum fahren. Die Dinger sind oft in einem desolaten Zustand. Waren oder ganze Familien werden darauf transportiert – einfach ein praktisches Gefährt mit sehr afrikanischem Gefühl ;-). Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"><strong>&gt;&gt; Bobo-Dioulasso, Burkina Faso</strong></span><span style="font-size: small;"><br />
Haupttransportmittel in Burkina ist das «Mobylette», Moped oder «Töffli» wie man in der Schweiz sagt. Genau diese, mit denen bei uns die 14-jährigen herum fahren. Die Dinger sind oft in einem desolaten Zustand. Waren oder ganze Familien werden darauf transportiert – einfach ein praktisches Gefährt mit sehr afrikanischem Gefühl ;-).</span></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wir würden gerne ein paar neue Orte kennen lernen, aber haben seit Mali die Nase gestrichen voll vom öffentlichen Transport. Obwohl die Busfahrerei bei weitem nicht so schlimm ist in diesem Land, kommt man halt einfach nicht an jeden Ort. Die Freiheit anzuhalten, wo man will, selber entscheiden, wann man abfährt&#8230;</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">So kommt mir über die Feiertage die Idee auf Mobylettes zu reisen. Auf dem Markt gibt es wohl Occasion-Mopeds, doch für ein Gebrauchtes muss man zu viel Geld hinblättern.</p>
<p><a title="Grosse Diskussion von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545836236/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4011/4545836236_32eac89647_m.jpg" alt="Grosse Diskussion" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span id="more-5177399"></span>Ein neuer Plan muss her, andere Möglichkeiten ausgetüftelt, bis Matthieu mit einer neuen Variante auftaucht.</p>
<p>Er hat eines dieser kleinen Motorräder zu Hause, das repariert werden müsste. Aber dazu hatte er bislang kein Geld. Ein Deal entsteht. Wir reparieren seinen «P50» und dürfen während unserem ganzen Aufenthalt in Burkina Faso das Gefährt brauchen. Diese Version arrangiert alle. Er hat noch einen Freund, dessen Bruder gerade nicht da ist. Dieses Moped ist in einem guten Zustand und muss nur ein bisschen revidiert werden. Der Deal steht, wir bekommen dieses Moped ebenfalls zu den gleichen «Konditionen».</p>
<p><a title="Mechaniker von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545830670/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4049/4545830670_c30b5832c2_m.jpg" alt="Mechaniker" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Einzelteile von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545823948/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4008/4545823948_0e216fb7d8_m.jpg" alt="Einzelteile" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"> Bis es für den ersten, grossen Ausflug so weit ist, muss noch dies und das organisiert werden. Und wie das so ist in Afrika, geht alles in gemächlicherem Tempo vorwärts. Wir warten auf dies und das, spazieren wegen diesem und jenem zum Mechaniker. Man organisiert für uns zwei Mangokisten, die auf den Gepäckträger geschnallt werden sollen, so rutscht nichts herunter während der Fahrt. Man bekommt hier von allen Seiten eine helfende Hand.</span></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"> Neben dem alltäglichen Leben, das sich zwischen Boutique leerkaufen (hausgemachte Karamellstückchen), Kondensmilch-Kaffee trinken, plaudern in der Auberge, Apérölen und sonstig ungesunden Dingern abspielt, will ich lernen, wie man Baumwollsauce kocht. Kaum habe ich meinen Wunsch laut ausgesprochen, bietet sich eine Gelegenheit an. Die «grosse Schwester» von Matthieu, kurz seine Nachbarin, eine grossartige Köchin und Person will mir zeigen, wie es geht. Sie hat kein Restaurant, verkauft jedoch in ihrem Innenhof die Köstlichkeiten. Es läuft gut, sie kocht täglich grosse Mengen an Essen.</span></p>
<p><a title="Aussenküche von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545184419/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4002/4545184419_a55127d341_m.jpg" alt="Aussenküche" width="180" height="240" /></a></p>
<p><a title="Gewürze zerstossen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545172941/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4545172941_ac0a7bfb5c_m.jpg" alt="Gewürze zerstossen" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"> </span></p>
<p>Es soll ein grosses Freudenmahl werden, wo (wie jedes mal eigentlich) alle im Grossraum Matthieu profitieren. So soll es auch sein. Ich bin von A bis Z dabei, auch beim Einkauf. Für meinen Geschmack ist es viel zu heiss, nun auf den Markt zu gehen. Aber es muss sein, sonst gibt es kein Festessen heute Abend. Denn wir haben viel vor: Tô aus weissen Bohnen mit Schweinefleisch an Baumwollsauce.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Eine Kombination, die bisher niemand auszuprobieren wagte! ;-) Man muss erwähnen, dass die meisten Gerichte in einer Art Kombination kommen. Stets diese Sauce mit Reis, oder die andere Sauce nur mit Tô. Auf die Dauer langweilig, vor allem kriegen wir keinen Bissen mehr dieses Mais-Tô hinunter. Mit dem Reis geht&#8217;s uns gleichermassen. Also wird die neue Kombination ausprobiert.</p>
<p>Der kleine Markt beim Wasserturm ist angenehm übersichtlich. Auf dem ganzen Markt sind nur Frauen zu sehen – Markt ist Frauenbusiness. Alles geht sehr schnell. Auf dem Kopf trägt sich alles viel leichter, ausser bei mir natürlich, ich trage die schwarzen Plastiksäcke mit der Hand.</p>
<p><a title="Die beiden Köchinen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545147895/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4040/4545147895_c4043fe9d1_m.jpg" alt="Die beiden Köchinen" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die weissen Bohnen werden zuerst leicht zerstossen, damit die Haut aufspringt, gewaschen, die Steinchen aussortiert und an der Sonne getrocknet. Das dauert ein Weilchen, also gibt es eine Pause. Die Bohnen werden mit dem Wind von ihrer feinen Haut befreit, in dem eine kleine Menge von einer Schüssel in die andere geleert wird.</p>
<p><a title="Wind entfernt die Haut der Bohnen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545179177/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4545179177_4f506b9c58_m.jpg" alt="Wind entfernt die Haut der Bohnen" width="180" height="240" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Daraufhin ist eine Totalwäsche angesagt. Ich darf zugucken. Zum Glück. Denn das passiert alles in der prallen Sonne. Sie schwitzt zwar genauso, nur bin ich einem Kollaps näher als sie ;-). Seit ein paar Tagen wird es immer heisser. Die Regenzeit steht vor der Tür und somit die wärmste Periode im Jahr.</p>
<p>Die Bohnen werden gekocht, bis ein Brei entsteht. Mit einer enormen Holzkelle rührt man wie verrückt im Kochtopf, die Hand wird zum Mixer. Der Ehemann schaut vergnügt von einer Holzbank aus zu, wie wir in der Sonne schwitzen und versuchen einen Brei aus den Bohnen zu machen. Ich bin an der Reihe. Ich schaffe gerade mal zwei Umdrehungen, bis mir die Kelle aus der Hand rutscht. Mit hochrotem Kopf sage ich zu ihm: «He, das ist körperlich strenge Arbeit – DU solltest hier rühren &#8230;». Der Mann lacht vergnügt. Seine Frau ist meiner Meinung. Logisch.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für eine Arbeit es ist, Tô aus weissen Bohnen zu machen. Darum gibt es das nicht jeden Tag. Und haltbar ist er zudem auch nicht. Ein wichtiger Aspekt, wenn man, wie die Meisten, keinen Kühlschrank hat.</p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wobei ich nebenbei bemerkt bereit wäre für eine Pause, wird in der Küche, die sich draussen befindet, Feuer unter dem Kochtopf gemacht. Für die Sauce.</p>
<p>Fleisch waschen und stark anbraten, damit sich die hässliche Fettschicht auflöst, dann mit Wasser ablöschen. Dazu gibt man jegliche runde Bälle, Gewürze, deren Namen ich mir nicht merken konnte und Zutaten, die ich noch nie gesehen habe. Ausser den Maggiwürfeln. Nicht dass es ein Geheimnis wäre, ich erinnere mich einfach nicht mehr an die exotischen Namen. Dazu noch Zwiebeln und Tomaten.</p>
<p>Das gesiebte Baumwollmehl verarbeitet man mit dem Wasser, in dem man vorher irgendwelche weisse Steine aufgelöst hat, zu einem Teig. Langes Prozedere, danach werden von Hand kleine Bällchen geformt, die in der Fleisch-Tomaten-Sauce köcheln, bis die grünlichen Bällchen aufgeplustert und gekocht sind. Fertig.</p>
<p><a title="Baumwollteig von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545163719/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4057/4545163719_f0a1c91708_m.jpg" alt="Baumwollteig" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das war zwar ein Arbeitsprozess von einem ganzen Nachmittag, unter der Sonne, neben einem Feuer. Und kochen ist noch nicht alles, was die afrikanischen Frauen tun. Im Grunde genommen machen sie alles. Holz her schleppen, Wasser holen, Kinder aufziehen &#8230;</p>
<p>Wie auch immer. Das Essen ist geglückt, alle sind von dieser Tô-Kombination begeistert.</p>
<p><a title="Tô aus weissen Bohnen mit Baumwollsauce von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545154331/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4545154331_f9f1e26270_m.jpg" alt="Tô aus weissen Bohnen mit Baumwollsauce" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Man isst zusammen, das Djembe wird heraus geholt, neugierige Kinder kommen vorbei, es wird auf kleinstem Raum getanzt, das halbe Quartier ist da.</p>
<p><a title="Beisammensein von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4545753388/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4010/4545753388_fb8328d2c4_m.jpg" alt="Beisammensein" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Essen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4540311259/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2679/4540311259_89529c1421_m.jpg" alt="Essen" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Sitzen von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4540938368/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4056/4540938368_d9c0146d6f_m.jpg" alt="Sitzen" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Djembe und Tanz von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4540297533/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4049/4540297533_c9f4526198_m.jpg" alt="Djembe und Tanz" width="240" height="180" /></a></p>
<p><a title="Es ist voll von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4540924870/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2716/4540924870_4d46874955_m.jpg" alt="Es ist voll" width="240" height="180" /></a></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;"><span style="font-size: small;"> Die Mangokisten sind endlich auf dem Gepäckträger festgezurrt. Zu kaufen gibt es noch einen Kochtopf, Holzkohle und eine kleine Feuerschale. Nicht weil ich nun Baumwollsauce kochen will &#8230;</span></p>
<p style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;">Einem Start einer neuen Aktion steht morgen nichts mehr im Wege. Die Hälfte des Gepäcks ist bei Matthieu verstaut, das Zeug, das mit soll hat seinen Platz. Die Fahrt geht nach Banfora&#8230;</p>
<p><a title="Es geht uns super von vagabondage2 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/vagabondage2/4540919240/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2694/4540919240_5952973460_m.jpg" alt="Es geht uns super" width="240" height="240" /></a></p>
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