Aug 25 2010

Afrika von oben

Die letzten Tage sind schnell erzählt. Sie vergehen ebenso rasch. Ist ja logisch. Man erledigt ausserdem alles erst in letzter Minute. Kommt dazu, dass wir im Souvenirkauf nicht sehr geübt sind. Das beschwerlichste ist immer der Markt. Wie die Fliegen auf Frischfleisch schmeissen sich die Marktverkäufer auf uns. Weiss man allerdings was man will, ist es recht erträglich. Es wird gefeilscht, gelacht und gekauft.
Der Magen wird noch mit den letzten Reisgerichten gefüllt (danach kommt kein Reiskorn mehr auf die Teller!) und sonst werden diverse Strassen Ouagadougous durchgewühlt. Hört sich gemütlich an, in Wirklichkeit ist es Anspannung in vollem Umfang.
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Jul 8 2010

Die letzte Busfahrt

>> Ouagadougou, Burkina Faso
Irgendwann nach 20 Uhr kommt Ungeduld auf. Seit drei Jahren gehört das Warten auf den Bus zur Routine, heute ist jedoch absolut keine Geduld vorhanden. Es soll einfach losgehen.
Wenigstens sind viele Burkinabés hier, (die Einheimischen, die auf Deutsch so komisch Burkiner heissen) die ebenfalls warten bis sie in ihr Heimatland fahren können.
Obwohl die Zeit bei und mit Gildas wirklich genial war werden wir mit der Bevölkerung Benins nicht wirklich warm.
Der Unterschied ist schon an der Busstation frappant. Die Burkinabés lachen, die Beniner nicht, die Burkinabés sind freundlich, die Beniner nicht. Nun ja, die Liste könnte noch lange werden. Keine Ahnung was mit diesem Land los ist.
Das Schlimmste ist die gegenseitige Respektlosigkeit. Es ist nicht aufrichtiger Respekt, den man jedem Menschen gegenüber haben sollte, man respektiert sich hier nur aus Angst vor dem anderen und daran ist der Voodoo schuld. Continue reading


May 3 2010

Ab nach Benin

>> Grand Popo, Benin
Nachdem wieder eine längere Zeit in Bobo verstrichen ist, heisst es definitiv von allen Abschied nehmen. Es zerreisst einem das Herz, sich von all den tollen Bekanntschaften, die wir in Bobo gemacht haben zu verabschieden.

Kindergruppe Continue reading


Apr 30 2010

Die rollende Hauptstadt

>> Ouagadougou, Burkina Faso
Nachdem sogar wir einsehen, das Piste fahren für unsere Motorräder (und Nerven) nicht optimal ist, heisst das grosse Ziel der Mobylette-Reise nur noch Ouagadougou. Die Hauptstadt mit dem entzückendsten Namen der Welt.

Maskenball

Nach einem Kondensmilch-Kaffee ist alles startklar. Ab ins Zentrum zum Kreisel, rechts abbiegen Richtung Ouagadougou.

Am Kreisel in Bobo

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Apr 25 2010

Mit 50 cm3 zu den Flusspferden

>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Als erstes kaufen wir uns eine Maske. Nach Banfora hatte JC während Tagen keine Stimme mehr, Halsweh und Husten kamen dazu. Eigentlich fahren die Meisten mit Masken herum. Die Luft ist sehr staubig und der Fahrtwind tut das übrige. Ab jetzt gilt uneingeschränktes Fahrgefühl. ;-)

Brum - Brummmm

An einem Sonntag entscheiden Erwann, JC und ich zur «Mare aux Hippos» (Hippo-Weiher) zu fahren. Nördlich von Bobo gelegen über Teerstrasse und Piste zu erreichen. Es ist wirklich praktisch seinen eigenen fahrbaren Untersatz zu haben. Hier her kommt man mit dem öffentlichen Verkehr nicht. Continue reading


Apr 24 2010

Die Haare im Wind

>> Banfora, Burkina Faso
Die ursprüngliche Idee ist ein richtig grosser Streifzug mit den «Bikes» zu machen. Erste Etappe ist das 80 Kilometer entfernte Banfora. Das Städtchen und die umliegende Region ist wahrscheinlich die Gegend, die am meisten Touristen anzieht.

Es kann los gehen!

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Apr 22 2010

Mopeds und Baumwollsauce

>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Haupttransportmittel in Burkina ist das «Mobylette», Moped oder «Töffli» wie man in der Schweiz sagt. Genau diese, mit denen bei uns die 14-jährigen herum fahren. Die Dinger sind oft in einem desolaten Zustand. Waren oder ganze Familien werden darauf transportiert – einfach ein praktisches Gefährt mit sehr afrikanischem Gefühl ;-).

Wir würden gerne ein paar neue Orte kennen lernen, aber haben seit Mali die Nase gestrichen voll vom öffentlichen Transport. Obwohl die Busfahrerei bei weitem nicht so schlimm ist in diesem Land, kommt man halt einfach nicht an jeden Ort. Die Freiheit anzuhalten, wo man will, selber entscheiden, wann man abfährt…

So kommt mir über die Feiertage die Idee auf Mobylettes zu reisen. Auf dem Markt gibt es wohl Occasion-Mopeds, doch für ein Gebrauchtes muss man zu viel Geld hinblättern.

Grosse Diskussion

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Apr 21 2010

Noch mehr Geschichten

>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Am 1. Januar gibt es eine Einladung von Matthieu’s Papa. Nachsilvester-Feier in der Familie. Es kommen und gehen Leute, wir werden fürstlich bedient, Musiker spielen. Wo ein Djembe zu hören ist, gibt es etwas zu Feiern, wo eine Feier stattfindet, schaut man vorbei. Es wird ein kleines Dorffest. Ein spannender Nachmittag.

Neujahrsfest in Bobo

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Apr 19 2010

Burkina … wie bitte?

>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
«Burkina Faso? Das muss ich doch gleich mal googeln», heisst es oft in E-Mails von Euch. Um ehrlich zu sein, wussten wir bevor wir den Fuss auf diesen Kontinenten setzten, auch nicht wirklich, wo sich Burkina Faso genau befinden soll.
 Das relativ kleine Land liegt im Herzen Westafrikas und hat etwa 12 Millionen Einwohner. Offizielle Sprache ist Französisch, wobei mit fast 60 verschiedenen Ethnien beinahe ebenso viele lokale Sprachen gesprochen werden.
Früher hiess das Land Obervolta (Haute Volta) und wurde 1984 vom Präsidenten Thomas Sankara in Burkina Faso umgetauft.

Landschaft mit Baobab

Was soviel heisst wie «das Land der aufrichtigen Menschen» (Le pays des Hommes intègre). Thomas Sankara ist eine faszinierende Persönlichkeit und wird auch gerne als der «Che Guevara Afrikas» betitelt. Bei Wikipedia findet man ein bisschen etwas über Thomas Sankara – lest mal nach.

Schon in Mauretanien hören wir von Reisenden alles mögliche über Burkina Faso – stets Positives. Da wird man schon neugierig, warum denn alle so begeistert sind. Continue reading


Mar 30 2010

Eselskarren, Busfahrten und viel Blabla in Bla

>>Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Westafrika umfasst das Gebiet von der Sahara im Norden, den Kamerunbergen im Osten, zu der Küste des Atlantischen Ozeans im Süden und Westen. Ein grosses Stück dieses schon enormen Kontinents. Nebst den vielen lokalen Sprachen wird, mit ein paar englischen Ausnahmen, überall französisch gesprochen.
Laut dem «UN annual Human Developement Index» ist Westafrika die ärmste Region der Welt. Diverse politische Konflikte verbessern die Situation auch nicht.
Trotzdem verliert Afrika den Schwung und Rhythmus nicht, bietet weiterhin allen seine Stirn und verteilt das wärmste Lächeln der Welt. Man taucht ein, gibt das Lächeln zurück, tanzt zur Musik. Afrika geht unter die Haut… Continue reading