Jul
8
2010
>> Ouagadougou, Burkina Faso
Irgendwann nach 20 Uhr kommt Ungeduld auf. Seit drei Jahren gehört das Warten auf den Bus zur Routine, heute ist jedoch absolut keine Geduld vorhanden. Es soll einfach losgehen.
Wenigstens sind viele Burkinabés hier, (die Einheimischen, die auf Deutsch so komisch Burkiner heissen) die ebenfalls warten bis sie in ihr Heimatland fahren können.
Obwohl die Zeit bei und mit Gildas wirklich genial war werden wir mit der Bevölkerung Benins nicht wirklich warm.
Der Unterschied ist schon an der Busstation frappant. Die Burkinabés lachen, die Beniner nicht, die Burkinabés sind freundlich, die Beniner nicht. Nun ja, die Liste könnte noch lange werden. Keine Ahnung was mit diesem Land los ist.
Das Schlimmste ist die gegenseitige Respektlosigkeit. Es ist nicht aufrichtiger Respekt, den man jedem Menschen gegenüber haben sollte, man respektiert sich hier nur aus Angst vor dem anderen und daran ist der Voodoo schuld. Continue reading
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Jun
16
2010
>> Grand Popo, Benin
Nun haben wir noch drei Wochen, die wie befürchtet schnell verstreichen.
Es wird immer heisser hier unten. Nur schon die kleinste Bewegung lässt uns Schwitzen, als wäre man in einer Sauna. Jeder Schritt wird genaustens kalkuliert, man bewegt sich nur noch, wenn es wirklich sein muss. Andererseits geniessen wir die letzten Wochen in vollen Zügen, nur mit dem ständig begleitenden Gedanken an die Heimreise.

«Wann geht ihr nach Hause?» ist die meist gestellte Frage unter Reisenden. Nun gibt es unsererseits nicht mehr grosse, fragenden Augen und ein undefinierbares Schulterzucken, sondern eine Antwort. Unglaublich, oder? ;-)
Wenigstens geht es zuerst nach Frankreich und wann der letzte Schritt gemacht wird, können wir noch selber entscheiden. Immerhin. Eine Art Rettungsnetz, an das man sich klammert. Die hitzigen Gedanken, die Tatsache nun nach Europa zu gehen, die sich in wildeste Vorstellungen umwandeln, werden regelmässig im Ozean abgekühlt.
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Jun
4
2010
>> Grand Popo, Benin
Eigentlich ist uns seit zwei Monaten schon «unbewusst bewusst», wie es weiter gehen soll mit uns. Die richtige Entscheidung ist schon längst gefallen, nur traut sich keiner von beiden, diese so richtig auszusprechen. Aufmerksame Blogleser, die zwischen den Zeilen mitlesen ahnen es wohl. Continue reading
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May
15
2010
>> Grand Popo, Benin
Der Aufenthalt in Benin ist relativ schnell erzählt. Abgesehen von ein paar Ausflügen und Besuche in anderen Städten, verbringen wir die meiste Zeit in Grand Popo. Wir lernen Gildas immer besser kennen, freunden uns an und verbringen eine gute Zeit mit dem liebenswürdigen Bar-Besitzer.

Er lädt uns zum Frühstück zu sich nach Hause ein oder wir fahren im «Lion Mobil», seinem Gelb-Rot-Grünen Auto in der Gegend herum. Ein SEHR witziges Unternehmen.
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May
3
2010
>> Grand Popo, Benin
Nachdem wieder eine längere Zeit in Bobo verstrichen ist, heisst es definitiv von allen Abschied nehmen. Es zerreisst einem das Herz, sich von all den tollen Bekanntschaften, die wir in Bobo gemacht haben zu verabschieden.
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Apr
30
2010
>> Ouagadougou, Burkina Faso
Nachdem sogar wir einsehen, das Piste fahren für unsere Motorräder (und Nerven) nicht optimal ist, heisst das grosse Ziel der Mobylette-Reise nur noch Ouagadougou. Die Hauptstadt mit dem entzückendsten Namen der Welt.

Nach einem Kondensmilch-Kaffee ist alles startklar. Ab ins Zentrum zum Kreisel, rechts abbiegen Richtung Ouagadougou.

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Apr
25
2010
>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Als erstes kaufen wir uns eine Maske. Nach Banfora hatte JC während Tagen keine Stimme mehr, Halsweh und Husten kamen dazu. Eigentlich fahren die Meisten mit Masken herum. Die Luft ist sehr staubig und der Fahrtwind tut das übrige. Ab jetzt gilt uneingeschränktes Fahrgefühl. ;-)

An einem Sonntag entscheiden Erwann, JC und ich zur «Mare aux Hippos» (Hippo-Weiher) zu fahren. Nördlich von Bobo gelegen über Teerstrasse und Piste zu erreichen. Es ist wirklich praktisch seinen eigenen fahrbaren Untersatz zu haben. Hier her kommt man mit dem öffentlichen Verkehr nicht. Continue reading
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Apr
24
2010
>> Banfora, Burkina Faso
Die ursprüngliche Idee ist ein richtig grosser Streifzug mit den «Bikes» zu machen. Erste Etappe ist das 80 Kilometer entfernte Banfora. Das Städtchen und die umliegende Region ist wahrscheinlich die Gegend, die am meisten Touristen anzieht.

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Apr
22
2010
>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Haupttransportmittel in Burkina ist das «Mobylette», Moped oder «Töffli» wie man in der Schweiz sagt. Genau diese, mit denen bei uns die 14-jährigen herum fahren. Die Dinger sind oft in einem desolaten Zustand. Waren oder ganze Familien werden darauf transportiert – einfach ein praktisches Gefährt mit sehr afrikanischem Gefühl ;-).
Wir würden gerne ein paar neue Orte kennen lernen, aber haben seit Mali die Nase gestrichen voll vom öffentlichen Transport. Obwohl die Busfahrerei bei weitem nicht so schlimm ist in diesem Land, kommt man halt einfach nicht an jeden Ort. Die Freiheit anzuhalten, wo man will, selber entscheiden, wann man abfährt…
So kommt mir über die Feiertage die Idee auf Mobylettes zu reisen. Auf dem Markt gibt es wohl Occasion-Mopeds, doch für ein Gebrauchtes muss man zu viel Geld hinblättern.

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Apr
21
2010
>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Am 1. Januar gibt es eine Einladung von Matthieu’s Papa. Nachsilvester-Feier in der Familie. Es kommen und gehen Leute, wir werden fürstlich bedient, Musiker spielen. Wo ein Djembe zu hören ist, gibt es etwas zu Feiern, wo eine Feier stattfindet, schaut man vorbei. Es wird ein kleines Dorffest. Ein spannender Nachmittag.

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