Dec 23 2010

Festtage

Liebe Blog-Leser

Die ersten Feiertage nach über drei Jahren wieder zu Hause.
Im ersten Reisejahr war es die Karibik mit Rum und Kokosbrot, im zweiten Mendoza, Argentinien mit gutem Wein und grossen Stücken Fleisch, letzes Jahr Burkina Faso mit unglaublichen Menschen. (War das schon letztes Jahr??!!) Dieses Jahr Europa mit einem Überfluss an Lametta, Bling-Bling und Tannenbäumen. ;-)

Es ist nicht immer einfach, sich dem Trubel zu entziehen.
Trotzdem freuen wir uns die Festtage hier zu verbringen.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine gute, stressfreie und gemütliche Weihnachtszeit.

Bis bald wieder und liebe Grüsse aus dem Aargau ;-)
Es folgen bestimmt noch Artikel im nächsten Jahr.

Manu & JC


Nov 15 2010

Good old Europe

Nach etlichen Stunden Verspätung landen wir in Casablanca (Marokko) um gleich noch den ganzen Tag im Transit-Bereich zu verbringen. Es gäbe sicherlich schönere Orte um die Zeit tot zu schlagen. Ich fülle diesen Eintrag nun nicht mit vielen genervten Zeilen über die «Royal Air Maroc» und deren bescheuerten Flughafen.
Es geht einfach alles schief, was schief gehen kann. Wir werden vertröstet, verarscht und nicht informiert. Warum ausgerechnet heute, beim nach Hause fliegen?
Als der Wahnsinn mit Händen zu greifen nah ist, geht es, zwölf Stunden zu spät, schon 36 Stunden wach, doch weiter.

Am Flughafen von Marseille, wo niemand mehr an ankommende Gepäckstücke glaubt, erblicken wir zwei grinsende Gesichter am Ausgang. Das Glück ist uns doch noch ein wenig hold: Das Gepäck kommt an und unsere zwei Freunde haben uns auch nicht im Regen, sprich am Flughafen stehen lassen. Es ist Mitternacht: wir abgekämpft, die beiden putzmunter aber wir sind in Europa – der Wahnsinn!

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Aug 25 2010

Afrika von oben

Die letzten Tage sind schnell erzählt. Sie vergehen ebenso rasch. Ist ja logisch. Man erledigt ausserdem alles erst in letzter Minute. Kommt dazu, dass wir im Souvenirkauf nicht sehr geübt sind. Das beschwerlichste ist immer der Markt. Wie die Fliegen auf Frischfleisch schmeissen sich die Marktverkäufer auf uns. Weiss man allerdings was man will, ist es recht erträglich. Es wird gefeilscht, gelacht und gekauft.
Der Magen wird noch mit den letzten Reisgerichten gefüllt (danach kommt kein Reiskorn mehr auf die Teller!) und sonst werden diverse Strassen Ouagadougous durchgewühlt. Hört sich gemütlich an, in Wirklichkeit ist es Anspannung in vollem Umfang.
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Jul 8 2010

Die letzte Busfahrt

>> Ouagadougou, Burkina Faso
Irgendwann nach 20 Uhr kommt Ungeduld auf. Seit drei Jahren gehört das Warten auf den Bus zur Routine, heute ist jedoch absolut keine Geduld vorhanden. Es soll einfach losgehen.
Wenigstens sind viele Burkinabés hier, (die Einheimischen, die auf Deutsch so komisch Burkiner heissen) die ebenfalls warten bis sie in ihr Heimatland fahren können.
Obwohl die Zeit bei und mit Gildas wirklich genial war werden wir mit der Bevölkerung Benins nicht wirklich warm.
Der Unterschied ist schon an der Busstation frappant. Die Burkinabés lachen, die Beniner nicht, die Burkinabés sind freundlich, die Beniner nicht. Nun ja, die Liste könnte noch lange werden. Keine Ahnung was mit diesem Land los ist.
Das Schlimmste ist die gegenseitige Respektlosigkeit. Es ist nicht aufrichtiger Respekt, den man jedem Menschen gegenüber haben sollte, man respektiert sich hier nur aus Angst vor dem anderen und daran ist der Voodoo schuld. Continue reading


Jun 16 2010

Die Zeit vergeht wie im Flug

>> Grand Popo, Benin
Nun haben wir noch drei Wochen, die wie befürchtet schnell verstreichen.
Es wird immer heisser hier unten. Nur schon die kleinste Bewegung lässt uns Schwitzen, als wäre man in einer Sauna. Jeder Schritt wird genaustens kalkuliert, man bewegt sich nur noch, wenn es wirklich sein muss. Andererseits geniessen wir die letzten Wochen in vollen Zügen, nur mit dem ständig begleitenden Gedanken an die Heimreise.

Gemütlich

«Wann geht ihr nach Hause?» ist die meist gestellte Frage unter Reisenden. Nun gibt es unsererseits nicht mehr grosse, fragenden Augen und ein undefinierbares Schulterzucken, sondern eine Antwort. Unglaublich, oder? ;-)
Wenigstens geht es zuerst nach Frankreich und wann der letzte Schritt gemacht wird, können wir noch selber entscheiden. Immerhin. Eine Art Rettungsnetz, an das man sich klammert. Die hitzigen Gedanken, die Tatsache nun nach Europa zu gehen, die sich in wildeste Vorstellungen umwandeln, werden regelmässig im Ozean abgekühlt.

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Jun 4 2010

Unbewusstes Bewusstsein

>> Grand Popo, Benin
Eigentlich ist uns seit zwei Monaten schon «unbewusst bewusst», wie es weiter gehen soll mit uns. Die richtige Entscheidung ist schon längst gefallen, nur traut sich keiner von beiden, diese so richtig auszusprechen. Aufmerksame Blogleser, die zwischen den Zeilen mitlesen ahnen es wohl. Continue reading


May 15 2010

Der Popo wird gross in Grand Popo

>> Grand Popo, Benin
Der Aufenthalt in Benin ist relativ schnell erzählt. Abgesehen von ein paar Ausflügen und Besuche in anderen Städten, verbringen wir die meiste Zeit in Grand Popo. Wir lernen Gildas immer besser kennen, freunden uns an und verbringen eine gute Zeit mit dem liebenswürdigen Bar-Besitzer.

Manu, JC, Gildas

Er lädt uns zum Frühstück zu sich nach Hause ein oder wir fahren im «Lion Mobil», seinem Gelb-Rot-Grünen Auto in der Gegend herum. Ein SEHR witziges Unternehmen.

«Lion Mobil» Continue reading


May 3 2010

Ab nach Benin

>> Grand Popo, Benin
Nachdem wieder eine längere Zeit in Bobo verstrichen ist, heisst es definitiv von allen Abschied nehmen. Es zerreisst einem das Herz, sich von all den tollen Bekanntschaften, die wir in Bobo gemacht haben zu verabschieden.

Kindergruppe Continue reading


Apr 30 2010

Die rollende Hauptstadt

>> Ouagadougou, Burkina Faso
Nachdem sogar wir einsehen, das Piste fahren für unsere Motorräder (und Nerven) nicht optimal ist, heisst das grosse Ziel der Mobylette-Reise nur noch Ouagadougou. Die Hauptstadt mit dem entzückendsten Namen der Welt.

Maskenball

Nach einem Kondensmilch-Kaffee ist alles startklar. Ab ins Zentrum zum Kreisel, rechts abbiegen Richtung Ouagadougou.

Am Kreisel in Bobo

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Apr 25 2010

Mit 50 cm3 zu den Flusspferden

>> Bobo-Dioulasso, Burkina Faso
Als erstes kaufen wir uns eine Maske. Nach Banfora hatte JC während Tagen keine Stimme mehr, Halsweh und Husten kamen dazu. Eigentlich fahren die Meisten mit Masken herum. Die Luft ist sehr staubig und der Fahrtwind tut das übrige. Ab jetzt gilt uneingeschränktes Fahrgefühl. ;-)

Brum - Brummmm

An einem Sonntag entscheiden Erwann, JC und ich zur «Mare aux Hippos» (Hippo-Weiher) zu fahren. Nördlich von Bobo gelegen über Teerstrasse und Piste zu erreichen. Es ist wirklich praktisch seinen eigenen fahrbaren Untersatz zu haben. Hier her kommt man mit dem öffentlichen Verkehr nicht. Continue reading