1154 Tage Costa Rica Zentralamerika

Auf Umwegen nach Liberia

>> Liberia, Costa Rica
Unser Ziel war: Strand. Wir hatten Sámara an der Pazifikküste im Auge.
Dafür verliessen wir das angenehme, kühle Bergklima und fuhren mit dem Bus nach Puntarenas.
Wir erfuhren aber erst dort, dass wir den «Umweg» in diese Stadt nicht hätten machen müssen, es hätte einen direkteren Weg vom Norden her gegeben.
aber in unserem Fall gibt es zum Glück auch kein «richtig» oder «falsch» 😉 und wahrscheinlich hatten wir unbewusst das Bedürfnis wieder einmal Schiff zu fahren 😉

Die Hitze bekamen wir sehr rasch wieder zu spüren, beim Warten auf die Fähre brannte die Sonne ziemlich stark auf unsere Köpfe… Dafür war es wunderbar wieder das Schaukeln eines Schiffes zu spüren, ich glaube wir sind so richtige Seefahrer geworden 😉

Wir dachten zuerst auf der anderen Seite, Playa Naranjo, einen Zwischenhalt zu machen, aber es sah weit und breit nicht nach zugänglichen Schlafmöglichkeiten aus. Wir erfuhren, dass bald ein Bus kommen würde und dass wir in Jicaral umsteigen müssten um nach Sámara zu kommen.

Ein Bus kam tatsächlich und fuhr dann in einem Affentempo die Strassen entlang. Im Bus selber sagte uns nochmals ein anderer Mensch, dass wir bis Nicoya fahren und dort umsteigen müssten. Es wurde uns ein bisschen zu Mühsam, wollten wir doch gar nicht so viel und weit an einem Tag fahren!

Jenu, schlussendlich landeten wir in Nicoya, wir fanden das sei mehr als genug für einen Tag und suchten uns einen Ort, um uns aufs Ohr zu hauen.

Das Zimmer, einem Bunker ähnlich, hatte keine Fenster, nur Löcher in der Mauer. Die Bettlaken sahen auch recht unappetitlich aus, mehrere Leute haben sicherlich schon darauf geschnarcht…
Aber wir sind ja selber schuld, schliesslich suchten wir etwas billiges nur für diese eine Nacht. Das fanden wir damit auch. Inklusive Flöhe, die irgendwann in der Nacht anfingen an uns zu knabbern… 😉 Aber wir munterten uns mit Gedanken an den Strand auf… 😉

Mit dem ersten Bus ging es am nächsten Tag ab an die Küste. Aber ehrlich gesagt haute uns Sámara auf den ersten Blick auch nicht vom Hocker. Ich schaute auf unser Gepäck und JC klapperte diverse Schlafmöglichkeiten ab, und kam relativ enttäuscht zurück.

Die sehr unfreundliche Person vom ausgesuchten Hostel sagte, es koste fünf pro Person. Und da hier sowieso die Übernachtungen in Dollar angegeben werden, dachten wir, fünf Dollar pro Person. Ging in Ordnung.
Ich stand leider schon in der Dusche, als JC fluchend zurückkam. Die Señora meinte nicht «cinco Dolares» sondern 5000 Colones pro Person, was doch glatte 20 Dollar ausmachte!

Tja, voll reingefallen! Hätten wir nicht schon die Dusche gebraucht (die war dafür im Zimmer) wären wir wieder gegangen.

Versteht uns nicht falsch, wir könnten 20 Dollar bezahlen für ein paar Tage am Strand. Wenn die Umgebung, das Ambiente und alles stimmen würde. Aber glaubt mir, dieses Zimmer war diese Menge nicht wert. Und an anderen Orten war es nicht viel besser…
Unserer Meinung nach zocken sie hier die Leute ab, weil sie wissen diese kommen sowieso, sei es für den Strand oder um surfen zu lernen. Aber ich sage Euch, der Strand von Cahuita war um einiges schöner, das Zimmer dort 15 Dollar, aber es stimmte einfach alles!

Wir fühlten uns nicht sehr wohl hier, es gefiel uns einfach nicht. Die Leute waren recht unfreundlich, was wir sonst von Costa Rica gar nicht gewohnt waren.
Einige, die das nun lesen, raufen sich vielleicht die Haare, aber das ist unsere Meinung. So wurde wohl nichts aus unseren paar Tagen Strand, denn hier hatten wir auch keine Lust auf «dolce far niente»

Am Nachmittag regnete es auch noch wie aus Kübeln, so gingen wir in unser «gemütliches» Hostel, um auf den Stühlen vor unserem Zimmer im Hochparterre das Ende des Regens abzuwarten. Und was fanden wir sympathisches unterhalb unserer Türe? Ein nettes Feuerchen um die Plastikflaschen und sonstiges stinkendes Zeugs zu verbrennen. Ach, man fühlt sich ja so willkommen, wenn einem dieser beissende Gestank in die Nase steigt… 😉

Wir hofften, dass die Nacht recht schnell vorübergehen würde, um einen frühen Bus zurück nach Nicoya zu erwischen.
Da wir sehr schlecht schlafen konnten, weil wir wahrscheinlich die Flöhe mitgeschleppt haben und es auch noch Ameisen im Zimmer hatte, die herumkrabbelten, standen wir um 4 Uhr in der Früh auf um eine halbe Stunde später in den ersten Bus steigen zu können.

Klar, wir hätten noch einen anderen Ort auf der Halbinsel besuchen können, aber es zog uns schon von Anfang an nicht so dorthin, also wurde der Entscheid direkt nach Liberia zu fahren, einstimmig angenommen 😉

Die Besitzerin staunte nicht schlecht, als wir schon um 7.30 vor der Türe der «Posada del Tope» standen… 😉 Und hier war alles wieder gut. Zimmer simpel und gut, Preis völlig in Ordnung und die beiden Besitzer sind sehr nett. Wir wollen ja gar nicht mehr 😉

Die Stadt selber hat zwar 25000 Einwohner, aber die merkt man gar nicht. Die Menschen hier sind sehr nett und wir wohnen sogar in einer historischen Strasse 😉 Das erste Mal in Costa Rica sehen wir für eine Region typische Häuser. Die Mauer ganz weiss und die Eingänge wurden in die Hausecken gebaut, der besseren Durchlüftung wegen (sogenannte Puertas de Sol).
Es ist sehr heiss hier. Am Morgen schon 34 Grad. Aber laut den Einheimischen ist das sozusagen kühl, normalerweise haben sie 40 Grad hier…

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